Die Nachfrage nach globalen Einstellungen wächst 2026 trotz anhaltender regulatorischer Volatilität weiter, wie der neu veröffentlichte Global Atlas Report: 2026 von Atlas HXM zeigt. Der Bericht, basierend auf einer Umfrage unter leitenden HR-, Rechts-, Finanz- und Betriebsverantwortlichen in Nordamerika und Europa, offenbart bedeutende Veränderungen in der Herangehensweise von Organisationen an internationale Expansion, Talentgewinnung und dezentrales Personalmanagement.
Die Suche nach internationalen Talenten ist mittlerweile ebenso herausfordernd wie die Einhaltung von Compliance-Vorgaben: 49 % der Organisationen mit internationaler Belegschaft geben an, dass die Gewinnung und Bindung internationaler Talente sehr oder äußerst schwierig ist. Dies entspricht den Bedenken hinsichtlich der Bewältigung operativer Komplexität über Ländergrenzen hinweg und übertrifft Sorgen über hohe Kosten für internationale Belegschaften und Visakomplexität. In den USA nannten speziell 37 % der Befragten die Gewinnung und Bindung internationaler Talente als besonders herausfordernd – fast identisch mit Bedenken bezüglich operativer Komplexität und Einwanderungsmanagement.
Entgegen den Erwartungen bremsen Einwanderungs- und regulatorische Unsicherheiten die Expansion nicht, sondern beschleunigen sie. Weltweit berichten 68 % der Organisationen, dass sich ändernde Einwanderungspolitiken die Personalexpansion und Einstellungsentscheidungen beschleunigen, während weniger als jeder Fünfte von Verzögerungen spricht. 52 % der Organisationen planen, ihre internationale Präsenz in den nächsten 18 Monaten auszubauen, verglichen mit nur 16 %, die ihre derzeitigen Strukturen beibehalten wollen. 90 % der Befragten geben an, sich gut vorbereitet zu fühlen, um neue oder sich ändernde Einwanderungspolitiken zu bewältigen.
Der Bericht hebt auch die beschleunigte Wirkung von KI im internationalen Personalmanagement hervor: Jeder zehnte Entscheidungsträger berichtet mittlerweile von vollständiger Automatisierung bestimmter Aufgaben durch KI. Mindestens 80 % der HR-Führungskräfte nutzen KI für Arbeitsrechtsrecherche, regulatorische Überwachung und Berichtszusammenfassungen. Anstatt Arbeit zu eliminieren, scheint KI die Kompetenznachfrage umzugestalten: 53 % berichten von erhöhter Nachfrage nach Kreativität und Innovation, 52 % nach Risikobewertung und 51 % nach Mensch-KI-Kollaboration. Gleichzeitig verzeichnen 51 % der Organisationen wachsende Kompetenzlücken in ihrer Belegschaft.
Während globale Expansion und KI-Adaption zunehmen, entwickelt sich Mitarbeiterbindung zu einer Hauptsorge. 69 % der Führungskräfte geben an, es als herausfordernd zu empfinden, ihre internationale Belegschaft über Ländergrenzen hinweg engagiert zu halten. Organisationen berichten von steigender Fluktuation und Job-Hopping, kulturellen Reibungen, die die Zusammenarbeit beeinträchtigen, Burnout und stillem Kündigen. Gleichzeitig verzeichnen 54 % einen Anstieg bei Mitarbeitern, die KI-gestützte Workarounds nutzen. Trotz globaler Expansion halten 77 % der Organisationen Rückkehr-an-den-Arbeitsplatz-Vorgaben für „gut durchsetzbar“, in den USA steigt dieser Wert auf 83 %.
Die Ergebnisse deuten auf eine grundlegende Transformation der globalen Expansionsstrategie hin, bei der die Infrastruktur für globale Einstellungen gereift ist und der Unterschied darin liegt, wie strategisch Organisationen ihre Personalarchitektur gestalten. Der Bericht legt nahe, dass Organisationen, während globale Einstellungen weiter zunehmen, Bindungsherausforderungen und Kompetenzlücken angehen müssen, um nachhaltige internationale Belegschaften aufzubauen.

