Eine spezielle Go-Red-for-Women-Ausgabe von Circulation, dem führenden Wissenschaftsjournal der American Heart Association, veröffentlicht am 16. Februar 2026, präsentiert bedeutende Forschungserfolge zur kardiovaskulären Gesundheit von Frauen während des American Heart Month. Kardiovaskuläre Erkrankungen bleiben weltweit die häufigste Todesursache bei Frauen, doch Fortschritte in Prävention, Diagnose und Behandlung haben sich durch geschlechtsspezifische Forschung beschleunigt. Die Ausgabe enthält Studien zur kardiovaskulären Gesundheit in der Schwangerschaft, darunter wie hypertensive Schwangerschaftserkrankungen zu vorzeitigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen, die Auswirkungen des Absetzens von Statinen vor der Schwangerschaft auf Mutter und Kind sowie die Folgen des mütterlichen Rauchens während der Schwangerschaft auf den kindlichen Blutdruck.
Die Herz-Kreislauf-Statistiken 2026 der American Heart Association zeigen, dass fast 45% der Frauen über 20 Jahren mit einer Form von kardiovaskulärer Erkrankung leben. Eine neue wissenschaftliche Stellungnahme in dieser Sonderausgabe konzentriert sich auf akute Koronarsyndrome bei prämenopausalen Frauen und stellt fest, dass diese im Vergleich zu Männern häufig verzögerte Diagnosen und atypische Symptomerkennung erfahren, was zu schlechteren Ergebnissen führt. Frauen ordnen Herzsymptome oft fälschlicherweise harmloseren Ursachen zu und erhalten seltener als Männer sofortige Notaufnahmetriage bei Herzsymptomen, was ihr Risiko für übersehene Herzinfarkte erhöht. Die Stellungnahme fordert verbessertes klinisches Bewusstsein, maßgeschneiderte Diagnosestrategien und stärkere Repräsentation von Frauen in der Forschung, um diese Ungleichheiten zu beheben.
Dr. Stacey Rosen, ehrenamtliche Präsidentin der American Heart Association, erkennt die langjährige Lücke in der kardiovaskulären Versorgung von Frauen an, die zu verpassten Erkenntnissen über die Auswirkungen von Herzerkrankungen bei Frauen sowie zu verzögerter Patientenwahrnehmung und Diagnose geführt hat. In ihrem Artikel "Redefining Cardiovascular Medicine: The Journey from 'Does Sex Matter?' to 'How Does Sex Matter?'" fordert sie Kliniker, Gesundheitsfachkräfte und Forscher auf, die Rolle des Geschlechts in der kardiovaskulären Gesundheit und Krankheit zu verstehen. "Die Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit von Frauen ist ein Aufruf zum Handeln für jeden Kliniker, Forscher und Pädagogen, über die Rolle als Verbündeter hinauszugehen; zu einem Fürsprecher oder sogar Mitwirkenden zu werden, der 'Geschlecht als biologische Variable' als Grundpfeiler in den Bemühungen zur Verbesserung der Gesundheitsergebnisse für alle integriert", schrieb sie. Weitere finanzielle Informationen zur Vereinigung sind hier verfügbar.
Weitere Artikel der Sonderausgabe behandeln zentrale Wissenslücken in der kardiovaskulären Gesundheit von Frauen. Forscher untersuchten, wie bestehende Erkrankungen wie das polyzystische Ovarialsyndrom mit verschiedenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammenhängen. Mehrere Studien erforschten Möglichkeiten, das Design und die Leitung von Frauen in klinischen Studien zu erhöhen, indem sie Initiativen befürworten, die die Beteiligung von Forscherinnen in der klinischen Forschung vorantreiben. Forscher präsentierten auch Wege, künstliche Intelligenz zu nutzen, um das Verständnis von CVD-Risiken bei Frauen zu verbessern und die Rekrutierung von Frauen für Studien zu erhöhen, da weniger als 40% aller Studienteilnehmer Frauen sind. Die vollständigen Manuskripte können hier eingesehen werden.
Um die kardiovaskuläre Gesundheit von Frauen besser zu verstehen und Versorgungslücken zu schließen, startete die Vereinigung 2004 Go Red for Women. Die durch GRFW gesammelten Mittel unterstützen Forschung, Bewusstseinsbildung und Aufklärung über die Herzgesundheit von Frauen und haben über 200.000 Gesundheitsfachkräften Schulungsmaterialien bereitgestellt. Mercedes Carnethon, Ph.D., FAHA, stellvertretende Herausgeberin von Circulation und Sonderherausgeberin der GRFW-Ausgabe, betonte: "Die kardiovaskuläre Versorgung von Frauen wird von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter neu definiert. Die diesjährige Ausgabe verkörpert dieses Engagement mit einer beeindruckenden Sammlung von Forschungsartikeln und Perspektiven aus aller Welt, die den aktuellen Stand von CVD bei Frauen beleuchten und zukünftige Richtungen aufzeigen." Die Erkenntnisse der Sonderausgabe haben bedeutende Auswirkungen auf die klinische Praxis, Forschungsprioritäten und öffentliche Gesundheitsinitiativen zur Verringerung der kardiovaskulären Krankheitslast bei Frauen weltweit.

