Die toten Winkel von LKW stellen eine anhaltende und gefährliche Realität auf den Autobahnen Georgias dar, wo der Satz 'Ich habe Sie nicht gesehen' oft katastrophalen Kollisionen vorausgeht. Diese unsichtbaren Zonen, offiziell als 'No-Zones' von der Federal Motor Carrier Safety Administration bezeichnet, umgeben Lastkraftwagen und können nahegelegene Fahrzeuge für die Fahrer völlig unsichtbar machen, selbst bei korrekter Spiegeleinstellung. Die Gefahr ergibt sich sowohl aus dem großen Ausmaß dieser toten Winkel als auch aus der erheblichen Physik, die im Spiel ist, wenn ein 36-Tonnen-LKW mit einem typischen 1,5-Tonnen-Pkw kollidiert.
Die vier Hauptbereiche der toten Winkel bei LKW umfassen: den Bereich direkt vor der Fahrerkabine, der sich etwa 6 Meter erstreckt; die rechte Seite, die zwei bis drei Fahrspuren abdecken kann und besonders bei Rechtsabbiegern und Spurwechseln gefährlich ist; den linken toten Winkel entlang der hinteren Hälfte des Anhängers; und die Zone hinter dem LKW, die sich fast 60 Meter erstrecken kann. Vom Fahrersitz aus, der 2,5 bis 3 Meter über der Fahrbahn liegt, können Kompaktwagen in der Nähe der Frontstoßstange oder entlang des Anhängers schlichtweg aus dem Blickfeld verschwinden.
Die spezifischen Verkehrsmuster in Georgia verschärfen dieses Sicherheitsproblem, wobei bestimmte Strecken besonders hohe Raten an Kollisionen in toten Winkeln aufweisen. Die Interstate 75 durch das Ballungsgebiet Atlanta, die Interstate 85 mit ihren komplexen Anschlussstellen nahe dem Perimeter, die Interstate 20 durch Augusta und Atlanta sowie die Interstate 285 – häufig als eine der gefährlichsten Straßen Georgias für LKW-bedingte Kollisionen genannt – bergen aufgrund von Staus und häufigen Spurwechseln erhöhte Risiken. Viele Unfälle beginnen mit scheinbar gewöhnlichen Manövern wie Spurwechseln, Einfädelungen von kurzen Auffahrten oder weiten Rechtsabbiegern an belebten Kreuzungen.
Die rechtliche Verantwortung bei Kollisionen in toten Winkeln betrifft oft mehrere Parteien, darunter den LKW-Fahrer, der ein sicheres Manöver nicht ausgeführt hat, die Spedition, die möglicherweise unrealistische Zeitpläne durchgesetzt oder unzureichende Aufsicht bereitgestellt hat, Wartungsdienstleister, die die Spiegelsysteme vernachlässigt haben, und Ladungsunternehmen, deren Fehler das Fahrverhalten beeinflussten. Der Aufbau solcher Fälle erfordert typischerweise die Prüfung von Fahrerprotokollen, elektronischen Daten des LKW, Inspektionsberichten und Schulungsverläufen.
Das Recht in Georgia legt spezifische Parameter für diese Fälle fest. Gemäß O.C.G.A. § 9-3-33 müssen die meisten Schadensersatzansprüche bei Personenschäden innerhalb von zwei Jahren nach dem Vorfall eingereicht werden. Die modifizierte Regel der vergleichenden Fahrlässigkeit in Georgia schließt eine Entschädigung aus, wenn eine verletzte Person zu 50 Prozent oder mehr schuldhaft gehandelt hat, und reduziert die Entschädigung anteilig, wenn die Schuld geringer, aber dennoch vorhanden ist. Versicherungsträger argumentieren manchmal, dass kleinere Fahrzeuge sich nicht in der No-Zone hätten befinden sollen, was fotografische Beweise, elektronische Daten und Zeugenaussagen zu entscheidenden Komponenten jedes Gerichtsverfahrens macht.
Rechtsanwalt Charles Graham, bekannt als 'Big Truck Chuck', betont, dass viele Mandanten sich schuldig fühlen, weil sie einfach Georgias Autobahnen benutzt haben. 'Wir hören: 'Man sagte mir, ich hätte nicht neben dem LKW fahren sollen',' bemerkt Graham. 'Die Wahrheit ist, dass jeder das Recht hat, Georgias Autobahnen zu nutzen. Speditionen haben auch die Pflicht, sicher zu operieren.' Der Artikel der Kanzlei, 'Tote Winkel bei LKW: Eine verborgene Gefahr auf Georgias Straßen', verfügbar unter https://grahamlawga.com/semi-truck-blind-spots-accident-compensation/, untersucht sowohl die mechanischen Realitäten der LKW-No-Zones als auch die rechtlichen Grundsätze nach Kollisionen und gibt Fahrern in Georgia ein klareres Verständnis dieser anhaltenden Sicherheitsbedenken.

