Dr. Brandon Chicotsky, außerordentlicher Professor an der Texas Christian University und Private-Equity-Berater, war kürzlich in der Sendung The Building Texas Show zu Gast, um die wirtschaftlichen Faktoren zu analysieren, die das beträchtliche Wachstum von Fort Worth antreiben. Die Diskussion konzentrierte sich auf den strategischen Ansatz der Stadt in den Bereichen Entwicklung, Regierungsführung und kulturelles Branding, der sie zu einem führenden Wirtschaftszentrum in Nordtexas gemacht hat.
Fort Worth erzielte im Geschäftsjahr 2025 neue Kapitalinvestitionen in Höhe von 6,7 Milliarden Dollar und verzeichnete damit die beste Leistung seit über einem Jahrzehnt. Chicotsky führte diesen Schwung auf bedeutende Projekte in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Technologie, Logistik und fortschrittliche Fertigung zurück. Er wies darauf hin, dass Unternehmen aktiv Absolventen der hochrangigen Programme der TCU anwerben, einschließlich des TCU Sales Center, wo Absolventen häufig im ersten Jahr nach ihrem Abschluss über 100.000 Dollar verdienen.
Chicotsky betonte, dass der Erfolg von Fort Worth auf dem beruht, was er als „vernünftige Regierungsführung“ bezeichnete, die sich auf praktische Ergebnisse und nicht auf politische Selbstdarstellung konzentriert. Er stellte den Ansatz von Fort Worth dem anderer Großstädte gegenüber, die seiner Meinung nach in „virtue signaling“ (Tugendsignalisierung) stecken bleiben. Der Professor hob konkrete Beispiele funktionaler Regierungsführung hervor, darunter gemischt genutzte Stadterneuerungsprojekte in Westside Village und Kooperationen mit prominenten Entwicklern wie John Goff und Ross Perot Jr.
Akademische Erweiterungen spielen laut Chicotsky eine entscheidende Rolle in der Wachstumsstrategie von Fort Worth. Er verwies auf Entwicklungen wie UTA West und die neue juristische Fakultät der Texas A&M University im Stadtzentrum als Belege für das investitionsfreundliche Klima und das Engagement der Stadt für Bildungsinfrastruktur. Diese Institutionen tragen zur Entwicklung der Arbeitskräfte bei und ziehen Unternehmen an, die nach qualifizierten Talenten suchen.
Die Stadt setzt strukturierte Anreizprogramme ein, um hochwertige Entwicklungen anzuziehen, und nutzt dabei strategisch Steuererleichterungen nach Chapter 312 und „Pay-as-you-go“-Vereinbarungen nach Chapter 380. Chicotsky erklärte, dass Fort Worth diese Anreize nutzt, um die Steuerbasis zu erweitern und nicht, um Haushaltslöcher zu stopfen, was die Stadt von sogenannten „festgefahrenen Städten“ wie Chicago oder San Francisco unterscheidet. Mit etwa 66.000 unerschlossenen Hektar verfügbarem Land ist die Stadt für ein Wachstum positioniert, das die Infrastrukturkosten übertrifft.
Chicotsky verknüpfte die Wirtschaftsstrategie mit der kulturellen Identität und wies auf die einzigartige Mischung aus historischem Erbe und moderner Innovation in Fort Worth hin. Er beschrieb die „Western chic“-Kultur der Stadt als eine unverwechselbare Marke, die ihre Ursprünge als Grenzfort mit zeitgenössischen Attraktionen wie den florierenden Stockyards und dem von Paramount unterstützten Produktionscampus unter der Leitung von Taylor Sheridan verbindet. Der Tourismus stellt einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar, wobei 11,5 Millionen Besucher im Jahr 2024 einen wirtschaftlichen Effekt von über 3,5 Milliarden Dollar generierten.
Die Auswirkungen des Wachstumsmodells von Fort Worth gehen über die lokale Wirtschaftsentwicklung hinaus. Der Ansatz der Stadt zeigt, wie Kommunen schnelle Expansion mit kultureller Bewahrung, strategischem Einsatz von Anreizen und der Entwicklung akademischer Partnerschaften in Einklang bringen können. Für Unternehmen, die eine Verlagerung oder Expansion in Betracht ziehen, bietet Fort Worth eine Fallstudie darüber, wie funktionale Regierungsführung und vernünftige Wachstumspolitik nachhaltige wirtschaftliche Umgebungen schaffen können. Der Erfolg der Stadt legt nahe, dass andere Gemeinden von ähnlichen Ansätzen profitieren könnten, die praktische Ergebnisse über politische Selbstdarstellung stellen.
Für Einwohner und potenzielle Investoren deutet die Wachstumskurve von Fort Worth auf fortgesetzte wirtschaftliche Chancen und Gemeinschaftsentwicklung hin. Die Betonung akademischer Partnerschaften gewährleistet die Bereitschaft der Arbeitskräfte, während strategische Anreizprogramme Unternehmen anziehen, die zur langfristigen wirtschaftlichen Stabilität beitragen. Die Fähigkeit der Stadt, ihre kulturelle Identität zu bewahren und gleichzeitig Innovation zu umarmen, bietet ein Modell für Stadtentwicklung, das das Erbe respektiert und den Fortschritt verfolgt.

