Der Autofiktion-Roman 'Alles und doch nichts' von Izza Ariffin erforscht die emotionalen Widersprüche des zeitgenössischen Lebens, insbesondere in Umgebungen, die von Dynamik und Erwartungen geprägt sind. Anstatt sich auf dramatische Handlungswendungen zu verlassen, zeichnet der Roman innere Verschiebungen nach – Zögern, Sehnsucht, Erschöpfung und Selbstwahrnehmung – und fängt ein, wie es sich anfühlt, ein Leben zu führen, das voll erscheint, während es emotional unruhig bleibt. Die Erzählung wird weniger von Ereignissen geprägt als von dem, was unter ihnen verweilt.
Ariffin erklärt ihre Motivation für das Buch und sagt, sie wolle den 'Raum zwischen Genüge haben und sich dennoch unruhig fühlen' erforschen und 'Leben untersuchen, die äußerlich stabil wirken, sich innerlich aber emotional ungelöst anfühlen'. Dieser Fokus auf innere Erfahrung statt äußerer Ereignisse stellt einen bedeutenden Bruch mit konventionellen Erzählstrukturen dar, die Handlung über Introspektion stellen.
In einer zurückhaltenden, beobachtenden Stimme geschrieben, widersteht 'Alles und doch nichts' ordentlichen Schlüssen und erlösenden Bögen. Heilung, wenn sie auftaucht, ist leise und schrittweise statt transformativ. 'Dies ist kein Buch darüber, sich selbst zu reparieren', fügt Ariffin hinzu. 'Es geht darum, zu bemerken, was bereits da ist, und Unsicherheit existieren zu lassen, ohne sie hastig zu lösen.' Dieser Ansatz stellt zeitgenössische Selbsthilfe-Narrative in Frage, die schnelle Transformation und definitive Lösungen für emotionale Komplexität betonen.
Der Roman spricht die Erfahrung an, in Umgebungen zu leben, die Fortschritt und Gelassenheit belohnen, während sie wenig Raum für Pause oder Reflexion lassen. Er erforscht, was es bedeutet, mit Unsicherheit in Leben zu sitzen, die von außen betrachtet vorwärts zu gehen scheinen. Dieses Thema hat besondere Resonanz in beruflichen und städtischen Umgebungen, wo äußere Erfolgsmarker oft innere emotionale Landschaften verdecken.
Ariffin bringt eine einzigartige Perspektive in ihre literarische Arbeit als Strategiedirektorin ein, deren berufliches Schreiben Identität, Ambition und emotionales Leben in modernen Städten erforscht. Ihr Debüt-Autofiktion-Roman stellt eine Konvergenz ihrer beruflichen Einsichten mit literarischem Ausdruck dar. Die Verfügbarkeit des Buches über große Online-Händler gewährleistet breite Zugänglichkeit für Leser, die an zeitgenössischer Fiktion interessiert sind, die die psychologischen Dimensionen des modernen Lebens anspricht.
Die Veröffentlichung von 'Alles und doch nichts' kommt zu einer Zeit, in der Diskussionen über psychische Gesundheit, Work-Life-Balance und emotionale Authentizität in beruflichen Umgebungen zunehmend prominent sind. Der Fokus des Romans darauf, Unsicherheit ohne sofortige Lösung existieren zu lassen, bietet eine alternative Perspektive zu produktivitätsorientierten Ansätzen für emotionales Wohlbefinden. Für Leser, die ähnliche Spannungen zwischen äußerem Erfolg und innerer Erfüllung navigieren, bietet Ariffins Werk literarische Bestätigung für komplexe emotionale Erfahrungen, die im öffentlichen Diskurs oft unartikuliert bleiben.

