Umfrage: Kleine Unternehmen zögern bei KI-Einführung, sorgen sich um steigende Kosten und zeigen gemischte Reaktionen auf Elons Pläne
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Laut der August-Ausgabe des Main Street Business Survey, durchgeführt vom Freedom Economy Index, haben nur 50 Prozent der Kleinunternehmer begonnen, künstliche Intelligenz (KI) in ihren Betrieben einzusetzen. Die größte Sorge der Unternehmen bleiben weiterhin die „steigenden Kosten“, was die anhaltend hohe Inflation der letzten Jahre widerspiegelt.
25 Prozent der Befragten nannten steigende Kosten als ihre Hauptsorge, während 22 Prozent „rückläufige Verbrauchernachfrage“ als ihr größtes Problem bezeichneten. Zwölf Prozent gaben an, dass der Zugang zu erschwinglichem Kapital die größte Herausforderung darstellt.
Im Bereich KI-Nutzung gibt es erhebliches Wachstumspotenzial: 45 Prozent der Unternehmer verwenden derzeit keine KI in ihren Unternehmen. Von den KI-Nutzern gibt ein Drittel (32 Prozent) an, dass KI ihnen am meisten im Bereich „Marketing und Werbung“ hilft. Weitere Anwendungsbereiche sind Geschäftsbetrieb (9,2 Prozent), Kundenbindung (7,9 Prozent), Finanzmanagement (3,6 Prozent) und Personalmanagement (2 Prozent).
26,6 Prozent der KI-Anwender berichten, dass KI ihren Personalbedarf „reduziert“ hat – ein Hinweis auf erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt mit zunehmender KI-Verbreitung. Die vollständigen Ergebnisse können hier eingesehen werden.
Michael Seifert, CEO von PublicSquare, einem führenden Online-Handelsplattform für Kleinunternehmen, kommentierte: „Wir sehen alle Anzeichen einer Wirtschaft, die sich aus einer schwierigen Phase erholt. Kleinunternehmer haben Inflation, Lieferkettenzusammenbrüche und Vorschriften überstanden. Sie suchen keine Rettungspakete – sie fordern Washington auf, sich aus dem Weg zu räumen und den freien Markt arbeiten zu lassen.“
Andrew Crapuchettes, CEO von RedBalloon.work, fügte hinzu: „Diese Unternehmer tätigen vorsichtige Investitionen in Wachstum, was eine große Veränderung gegenüber vor einem Jahr darstellt. Aber anhaltend hohe Kosten und politische Unsicherheit verlangsamen Investitionsentscheidungen. Kleinunternehmer wollen stabile Spielregeln, um langfristige Wetten abgeben zu können – ob bei KI, Expansion oder Einstellungen.“
In Bezug auf politische Entwicklungen zeigt die Umfrage gemischte Reaktionen auf Elon Musks Pläne: 91 Prozent der Unternehmer stimmen mit Elon überein, dass der Bundeshaushalt ausgeglichen werden muss, aber nur 34 Prozent unterstützen seine Opposition gegen die Anhebung der Schuldenobergrenze. Mit mehr als 3 zu 1 sagen Unternehmer, dass Musks Pläne für eine neue dritte Partei „schlecht für Amerikas wirtschaftliche Zukunft“ wären.
Das Ministerium für Regierungseffizienz (DOGE) erhält hingegen gute Noten: 38,3 Prozent bewerten DOGEs Leistung als „ausgezeichnet“ und weitere 37,6 Prozent als „gut“.
Der neu eingeführte State of Main Street Index debütierte mit 57 Punkten auf einer 100-Punkte-Skala. Ein Wert über 50 signalisiert positive Dynamik, und die August-Auswertung zeigt ein Bild vorsichtigen Optimismus. Der Index basiert auf sieben essentiellen Fragen zur aktuellen Wirtschaftslage, Kundenfrequenz, Umsätzen sowie zukunftsorientierten Erwartungen an Wachstum, Inflation und Einstellungen in den nächsten sechs Monaten.
Krystal Parker, Präsidentin der US Christian Chamber of Commerce, betonte: „Unternehmen sind widerstandsfähig, und der freie Markt ist wieder bereit, die Risikobereiten zu belohnen, die es wagen, aufzubauen und ihre Träume zu verfolgen. Aber wenn die hohen Preise nicht sinken, werden die Verbraucher weiterhin den Gürtel enger schnallen – und das bremst alle aus.“
Der Freedom Economy Index feiert sein viertes Jahr und ist ein Gemeinschaftsprojekt von PublicSquare, RedBalloon.work und erstmals der US Christian Chamber of Commerce. Die vollständigen Ergebnisse der August Freedom Economy Survey stehen zur Verfügung.
