Kanadische Wohnmobil-Lieferungen im zweiten Quartal um 14,7 % gesunken - CRVA fordert tariffreien Handel
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Die Canadian Recreational Vehicle Association (CRVA) meldet einen signifikanten Rückgang der Großhandelslieferungen von Wohnmobilen nach Kanada im zweiten Quartal 2025. Die Lieferungen beliefen sich auf 7.867 Einheiten, was einem Rückgang von 14,7 % gegenüber den 9.221 Einheiten im gleichen Quartal des Vorjahres entspricht. Diese Entwicklung steht im Kontrast zu den Einzelhandelsverkäufen, die laut Statistical Surveys (über die RVDA of Canada) im Quartal 13.129 Einheiten erreichten und zu einem erheblichen Abbau der Händlerbestände führten, insbesondere im motorisierten Segment.
Trotz des quartalsweisen Rückgangs zeigen die Jahreszahlen bis zum 30. Juni eine positive Entwicklung mit 17.852 Großhandelseinheiten, was einem Anstieg von 3,2 % gegenüber 17.307 Einheiten im gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Der quartalsweise Rückgang wird hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückgeführt: Vorgezogene Bestellungen kanadischer Wohnmobilhändler im ersten Quartal, um geplanten Gegenmaßnahmen der Bundesregierung zuvorzukommen, sowie Gegenmaßnahmen Kanadas auf Wohnmobile, die von April bis Juni in Kraft waren und insbesondere motorisierte Lieferungen belasteten.
Shane Devenish, Präsident der CRVA, betonte: "Die Daten zeigen deutlich: Kanadische Verbraucher bleiben engagiert, aber das zweite Quartal wurde eher durch politische Zeitplanung als durch Nachfrage geprägt. Der Einzelhandel übertraf den Großhandel, während die Händlerbestände abgebaut wurden - besonders bei motorisierten Fahrzeugen. Die Wohnmobilindustrie benötigt stabile, gegenseitige Handelsbedingungen, um Händler, Hersteller und Kunden für die Zukunft zu unterstützen." Weitere Informationen sind auf der offiziellen Website der CRVA verfügbar.
Die CRVA bekräftigte ihre langjährige Position, dass tariffreier, gegenseitiger Handel in Nordamerika für ein gesundes Wohnmobil-Ökosystem unerlässlich ist. Aktuelle US-Zollpolitiken für kanadisch gebaute Einheiten schaffen weiterhin Unsicherheit und unfaire Nachteile für kanadische Hersteller, die in die USA exportieren, während Kanada die Zölle für aus den USA eintreffende Wohnmobile abgeschafft hat. Devenish fügte hinzu: "Wir fordern beide Regierungen auf, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Ein fairer Wettbewerb wird Arbeitsplätze schützen, die Verbraucherauswahl verbessern und die Tourismus- und Freizeitwirtschaft erhalten, die das Wohnmobilfahren in Gemeinden in ganz Kanada und den Vereinigten Staaten unterstützt."
Die Bedeutung der Wohnmobilindustrie für die lokale Wirtschaft ist erheblich. Das Wohnmobilfahren unterstützt Campingplätze, Händler, Servicetechniker, Zulieferer und Tourismusunternehmen in jeder Provinz und jedem Territorium. Mit über 2,1 Millionen kanadischen Haushalten, die ein Wohnmobil besitzen, ist das Reisen mit Wohnmobilen eine der erschwinglichsten Möglichkeiten, das Land zu erkunden - oft bis zu 50 % günstiger als traditionelle Flug- und Aufenthaltsurlaube. Eine Wirtschaftlichkeitsanalyse aus dem Jahr 2023 zeigt, dass die kanadische Wohnmobilindustrie 16,1 Milliarden Dollar zum BIP Kanadas beiträgt, 7,6 Milliarden Dollar an Steuern generiert und 141.000 Kanadier beschäftigt.
Kanadier zeigen eine erneute Leidenschaft für das Reisen im eigenen Land, wobei Umfragen darauf hindeuten, dass fast zwei Drittel der Urlauber planen, in Kanada zu bleiben, und eine wachsende Anzahl Wohnmobile als bevorzugte Reisemethode wählt. Dieser Anstieg des inländischen Wohnmobilreisens unterstreicht nicht nur die Erschwinglichkeit und Flexibilität dieser Lebensweise, sondern hebt auch die entscheidende Rolle der Wohnmobilindustrie bei der Unterstützung des Tourismus, der Campingplätze und der lokalen Wirtschaft von Küste zu Küste hervor. Blog-Beiträge und aktuelle Entwicklungen sind auf dem CRVA-Blog nachzulesen.
