InTiCa Systems meldet leichtes Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2026 trotz herausfordernder Bedingungen

InTiCa Systems meldet leichtes Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2026 trotz herausfordernder Bedingungen

Die InTiCa Systems SE (Prime Standard, ISIN DE0005874846, Ticker IS7) hat ihren Zwischenbericht für die ersten sechs Monate des Jahres 2026 veröffentlicht, der trotz anhaltender Herausforderungen im Automobilsektor eine leichte Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis zeigt. Der Konzernumsatz stieg im Jahresvergleich um 1,5 % auf 35,0 Mio. Euro (H1 2025: 34,4 Mio. Euro), während sich das EBIT auf minus 1,1 Mio. Euro verbesserte, nach minus 1,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Das Mobility-Segment des Unternehmens verzeichnete einen Umsatzrückgang von 6,4 % auf 30,0 Mio. Euro (H1 2025: 32,0 Mio. Euro), was auf eine schwächere Nachfrage im zweiten Quartal zurückzuführen ist. Dies wurde jedoch durch ein bemerkenswertes Wachstum von 104,8 % im Segment Industrie & Infrastruktur mehr als ausgeglichen, das einen Umsatz von 5,0 Mio. Euro erzielte, verglichen mit 2,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2025. Dieses Wachstum wurde durch eine erhöhte Nachfrage nach Wechselrichterkomponenten und Ladesystemen getrieben.

Trotz des Umsatzanstiegs blieb die Profitabilität aufgrund erheblicher Anstiege der Materialkosten unter Druck. Die Materialkostenquote stieg auf 61,1 % der Gesamtleistung, nach 57,2 % im Vorjahr, was hauptsächlich auf den starken Anstieg der Kupferpreise und höhere Kosten für ölabhängige Vorprodukte wie Kunststoffe und Kupferlackdraht zurückzuführen ist. Die Personalkosten stiegen ebenfalls leicht auf 23,6 % der Gesamtleistung, während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 4,3 Mio. Euro sanken, nach 5,2 Mio. Euro im Vorjahr.

Das EBITDA verbesserte sich auf 2,0 Mio. Euro (H1 2025: 1,9 Mio. Euro), wobei die EBITDA-Marge auf 5,8 % von 5,6 % stieg. Auf Segmentebene meldete Mobility ein EBIT von minus 1,1 Mio. Euro (H1 2025: minus 0,7 Mio. Euro), während Industrie & Infrastruktur mit einem EBIT von 0,1 Mio. Euro positiv wurde (H1 2025: minus 0,6 Mio. Euro). Das Finanzergebnis betrug minus 0,7 Mio. Euro, und nach Steuern in Höhe von 2 Tsd. Euro verzeichnete der Konzern einen Nettoverlust von 1,8 Mio. Euro (H1 2025: minus 2,1 Mio. Euro), was einem Ergebnis je Aktie von minus 0,42 Euro entspricht.

Der Nettoverlust belastete den Cashflow: Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit betrug minus 0,6 Mio. Euro (H1 2025: Zufluss von 2,8 Mio. Euro) und der gesamte Cashflow minus 0,1 Mio. Euro. Das Liquiditätsmanagement bleibt eine hohe Priorität, und die Eigenkapitalquote sank auf 28,0 %, nach 32,1 % zum Ende des Jahres 2025, gilt jedoch weiterhin als solide.

Die Auftragsbestände stiegen zum 30. Juni 2026 auf 81,4 Mio. Euro, gegenüber 76,7 Mio. Euro im Vorjahr, wobei 93 % auf das Mobility-Segment entfallen. Neue Aufträge betrafen hauptsächlich Wechselrichterkomponenten. Das Unternehmen weist jedoch darauf hin, dass es insbesondere im vierten Quartal aufgrund der Modellpolitik der europäischen Hersteller und der anhaltenden Marktvolatilität zu Anpassungen kommen kann.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Gregor Wasle kommentierte: „Die herausfordernden Marktbedingungen für Automobilhersteller sind auch im zweiten Quartal an InTiCa Systems SE nicht spurlos vorbeigegangen. Dies wurde jedoch durch signifikantes Wachstum im Geschäft mit Wechselrichtern und Ladesystemen im Segment Industrie & Infrastruktur mehr als ausgeglichen. Auf der Ertragsseite ist InTiCa von der Erhöhung der Kupferpreise und dem Anstieg der Preise für ölabhängige Vorprodukte wie Kunststoffe und Kupferlackdraht betroffen. Dies überschattet erfolgreiche Maßnahmen zur Kostensenkung und Produktivitätssteigerung.“

Für die Zukunft hält der Vorstand an seiner Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest und erwartet einen Konzernumsatz zwischen 68,0 Mio. Euro und 73,0 Mio. Euro sowie ein EBIT zwischen minus 1,5 Mio. Euro und minus 2,5 Mio. Euro, was einer EBIT-Marge von -2,1 % bis -3,7 % entspricht. Die Prognose geht davon aus, dass sich der konjunkturelle Trend nicht weiter verschlechtert, keine Eskalation geopolitischer und handelspolitischer Konflikte eintritt und die Finanzierung sichergestellt ist. Friedrich Erfuth vom Vorstand erklärte: „Die Entwicklung der Aufträge und die Volatilität des Auftragsabrufs entsprachen den Erwartungen, und die Liquidität ist durch die Stillhalteabkommen mit den Banken geschützt. Wir setzen die eingeleitete Transformation durch Diversifizierung, Spezialisierung und Lokalisierung konsequent fort. Der Fokus auf Elektromotoren und EMV-Filter wird in der zweiten Jahreshälfte weiter verstärkt, wobei den neuen Geschäftsfeldern erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet wird. Der Local-to-Local-Ansatz spielt weiterhin eine wichtige Rolle, insbesondere in Nordamerika.“

Der vollständige Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2026 steht im Bereich Investor Relations der Website von InTiCa Systems unter www.intica-systems.com zum Download zur Verfügung.

Das Redaktionsteam Burstable.News

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