Bastei Lübbe meldet Umsatzwachstum im Q1 2026/2027 trotz Marktherausforderungen

Bastei Lübbe meldet Umsatzwachstum im Q1 2026/2027 trotz Marktherausforderungen

Die Bastei Lübbe AG, eine führende deutsche Verlagsgruppe, die im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert ist, hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/2027 trotz anhaltend gedämpfter Bedingungen auf dem deutschen Buchmarkt ein kontinuierliches Umsatzwachstum gemeldet. Im Zeitraum von April bis Juni 2026 beliefen sich die Konzernumsätze auf 24,6 Millionen Euro, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert. Das Konzern-EBIT erreichte 1,1 Millionen Euro, was einer EBIT-Marge von 4,4 % entspricht.

Soheil Dastyari, Vorstandsvorsitzender der Bastei Lübbe AG, kommentierte die Ergebnisse: „Erneut konnten wir unsere Umsätze steigern und auch bei der Profitabilität im Vergleich zum Vorquartal deutliche Fortschritte erzielen. Diesen Weg werden wir im Laufe des Jahres konsequent fortsetzen.“

Das Umsatzwachstum war insbesondere bei den klassischen Formaten bemerkenswert, wobei der Anteil der Community-getriebenen Geschäftsmodelle in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres auf 24 % schrumpfte, gegenüber 31 % im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Anteil digitaler Produkte am Umsatz verzeichnete ebenfalls einen leichten Rückgang und erreichte 35 % gegenüber 38 % im Vorjahr.

Die Umsätze im Segment „Buch“ stiegen auf 22,9 Millionen Euro, gegenüber 21,4 Millionen Euro im Vorjahr. Dieses Wachstum wurde durch starke Leistungen neuer und etablierter Imprints getragen. Das neue Imprint „Pfaueninsel“ profitierte vom Erfolg des SPIEGEL-Bestsellers „Träume aus Feuer“ von Florian Illies, der durchgehend in den Top Ten blieb und sogar mehrmals die Spitzenposition erreichte. Auch das Imprint „Lübbe“ schnitt gut ab: Lucy Astners Roman „Kein Sommer ohne August“ war ein Dauergast auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, ebenso wie die starke Taschenbuchausgabe von Ken Folletts „Die Waffe des Lichts“ und Eva Almstadts Krimi „Akte Nordsee – Die letzte Predigt“. Allerdings ging das Segment-EBIT im Segment Buch auf 1,0 Millionen Euro zurück, gegenüber 1,2 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Im Segment „Romanhefte“ stiegen die Umsätze leicht auf 1,7 Millionen Euro von 1,6 Millionen Euro, wobei sich das Segment-EBIT auf 0,1 Millionen Euro von 0,0 Millionen Euro verbesserte.

Der Umsatzanstieg war mit höheren Kosten verbunden. Die Materialaufwendungen stiegen auf 12,4 Millionen Euro von 10,6 Millionen Euro, hauptsächlich aufgrund gestiegener Druckkosten im Vorfeld neuer Veröffentlichungen in den kommenden Quartalen. Auch die Personalkosten stiegen auf 6,1 Millionen Euro von 5,7 Millionen Euro, was auf planmäßige Gehaltsanpassungen und die Besetzung offener Stellen zurückzuführen ist.

Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) belief sich im ersten Quartal auf 1,0 Millionen Euro, gegenüber 1,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der auf die Aktionäre entfallende Konzernüberschuss betrug 0,7 Millionen Euro, verglichen mit 0,8 Millionen Euro, was einem Ergebnis je Aktie von 0,05 Euro entspricht (Vorjahr: 0,06 Euro).

Zum 30. Juni 2026 belief sich das Gesamtvermögen des Konzerns auf 107,2 Millionen Euro, gegenüber 109,0 Millionen Euro zum 31. März 2026. Die Bilanzstruktur blieb weitgehend stabil, wobei das den Aktionären zuzurechnende Eigenkapital auf 66,4 Millionen Euro von 65,7 Millionen Euro anstieg.

Das Unternehmen hat seine Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2026/2027 bestätigt und erwartet Umsätze in einer Spanne von 118-122 Millionen Euro und ein EBIT von 10,0-12,0 Millionen Euro. Der Vorstand wies darauf hin, dass sich die Profitabilität bereits seit dem vierten Quartal 2025/2026 spürbar verbessert hat und sich dem Ziel nähert.

Der Zwischenbericht der Bastei Lübbe AG für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2026/2027 ist unter www.bastei-luebbe.de verfügbar.

Das Redaktionsteam Burstable.News

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