Green Computing Power Konferenz hebt Hohohts Rolle in der KI-Infrastruktur hervor

Green Computing Power Konferenz hebt Hohohts Rolle in der KI-Infrastruktur hervor

Die vierte jährliche Green Computing Power (Künstliche Intelligenz) Konferenz fand am 22. August 2026 auf dem Cilechuan-Grasland in Hohhot, Innere Mongolei, statt und lenkte die Aufmerksamkeit auf die strategische Position der Stadt in Chinas Rechenleistungsindustrie. Unter dem Motto "Aufbau von Synergien zwischen Rechenleistung und Strom, Erkundung neuer Horizonte in der Token-Ökonomie und gemeinsame Gestaltung der Zukunft der Künstlichen Intelligenz" wurden der Green Computing Power Development Research Report (2026) vorgestellt und Pilotprojekte wie "Millisekunden-Stadtcomputing" hervorgehoben. Große Unternehmen wie ByteDance und Cambricon unterzeichneten Vereinbarungen im Wert von mehreren zehn Milliarden Yuan zur Entwicklung grüner intelligenter Rechenzentren und Token-Fabriken.

Die Konferenz unterstrich, warum Hohhot zu einem Brennpunkt für die nationale Entwicklung von Rechenleistung geworden ist. Die weiten Graslandschaften der Region sind übersät mit Windkraftanlagen, deren jede Umdrehung 12 Kilowattstunden grünen Strom erzeugt. Diese saubere Energie wird über eine eigene 41 Kilometer lange Leitung zu Rechenzentren Dutzende Kilometer entfernt transportiert und umgeht dabei das öffentliche Stromnetz. In diesen Zentren arbeiten GPU-Arrays rund um die Uhr, die überwiegend mit Wind- und Solarenergie betrieben werden.

Die Ökonomie der Rechenleistung wird stark von den Stromkosten beeinflusst. Das Training großer KI-Modelle mit Zehntausenden GPUs kann jährlich über 100 Millionen Kilowattstunden verbrauchen. Beispielsweise verursachte das von China Mobile betriebene Intelligente Rechenzentrum Hohhot im Jahr 2025 Stromkosten von etwa 290 Millionen Yuan, was mehr als 70% seiner gesamten Betriebsausgaben ausmachte. Damit ist Strom ein entscheidender Faktor im Wettbewerb um Rechenleistung.

Chinas strategische Antwort auf diese Anforderungen ist das Projekt "Ostdaten-Westrechnen", das hohe Rechenanforderungen aus den östlichen Regionen in ressourcenreiche westliche Gebiete umleitet. Der Rechenzentrumscluster Horinger in Hohhot gehört zu den zehn größten Clustern des Landes und profitiert von nahezu optimalen Bedingungen für Rechenzentrumsstandorte. Mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von nur 7°C und über 200 Tagen pro Jahr, die sich für direkte Außenluftkühlung eignen, erzielt das Zentrum Einsparungen bei den Kühlkosten von mehr als 20%. Bei einem Strompreis von etwa 0,36 Yuan pro Kilowattstunde kann ein großer GPU-Cluster jährlich rund 50 Millionen Yuan an Stromkosten sparen. Derzeit beträgt die gesamte Rechenkapazität in Hohhot 150.000 P, wobei der Anteil grünen Stroms über 80% liegt.

Der Aspekt "grün" bringt jedoch Herausforderungen mit sich. Wind- und Solarenergie schwanken mit dem Wetter, während Rechenlasten eine unterbrechungsfreie 24/7-Stromversorgung erfordern. Die lokale Lösung ist ein innovativer "Rechenleistung-Strom-Synergie"-Mechanismus. Die China Huadian Corporation hat ein integriertes Wind-Solar-Speicher-Kraftwerk mit 360.000 Kilowatt gebaut, bestehend aus 300.000 Kilowatt Windkraft, 60.000 Kilowatt Photovoltaik und Energiespeichern, die eine kontinuierliche Regelung über vier Stunden ermöglichen. Eine kooperative Steuerungsplattform sammelt Daten zu Windleistung, Sonneneinstrahlung, Speicherstatus und Rechenlast in Millisekundenintervallen, um die Stromverteilung dynamisch zu gestalten: Wenn grüne Energie im Überfluss vorhanden ist, laden sich die Speicher auf und verzögerungs tolerante Rechenaufgaben werden priorisiert; wenn grüne Energie knapp ist, entladen sich die Speicher, das öffentliche Netz ergänzt den Strom, und flexible Aufgaben werden verschoben. Dies verwandelt die Stromerzeugung und den Verbrauch von einem unidirektionalen Versorgungsmodell in ein bidirektionales interaktives System.

Auch auf der Verbrauchsseite laufen Initiativen zur Minimierung von Verschwendung. Das von China Mobile betriebene Rechenzentrum in Hohhot nutzt Abwärme aus nahegelegenen Kraftwerken zur Kühlung der Maschinenräume. Die Maschinenhalle B02 hat ihre Power Usage Effectiveness (PUE) von 1,315 auf 1,209 verbessert, was seit Betriebsbeginn zu jährlichen Stromeinsparungen von 560.000 Kilowattstunden führt. Nach vollständiger Inbetriebnahme der beiden Maschinenhallen werden jährliche Einsparungen von 10 Millionen Kilowattstunden Strom und 150.000 Tonnen Wasser prognostiziert.

Heute haben sich 62 Rechenzentrumsprojekte in Hohhot angesiedelt, darunter Rechenzentren der drei großen Telekommunikationsbetreiber, 16 Finanzinstitute sowie Rechenknoten von Huawei, ByteDance, Kuaishou und anderen. Stromaufwärts produzieren 45 Fertigungsunternehmen Server, Schränke und Sensoren vor Ort. Laut dem kürzlich veröffentlichten Drei-Jahres-Aktionsplan strebt Hohhot bis 2028 die Errichtung von 10 Token-Fabriken an, die täglich 20 Billionen Token produzieren können. Zu diesem Zeitpunkt werden Kunden nicht nur Schränke und Bandbreite beschaffen, sondern auch direkt zugängliche intelligente Dienste, die auf ihre Anforderungen zugeschnitten sind.

Die Präriewinde bleiben konstant, ebenso wie das Engagement der Stadt, jede Kilowattstunde grünen Stroms in stabile und zuverlässige Rechenleistung umzuwandeln.

Das Redaktionsteam Burstable.News

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