Dorfreise erkundet Guilins ländliche Traditionen und nachhaltigen Tourismus

Dorfreise erkundet Guilins ländliche Traditionen und nachhaltigen Tourismus

In der neuesten Staffel von Dorfreise reisen CGTN-Moderator Julian Waghann und die philippinische Reisende Eliza Arce nach Longsheng und Yangshuo und erkunden, wie die Berge, Flüsse und Menschen von Guilin weiterhin einen einzigartigen ländlichen Lebensstil inspirieren. Weltweit bekannt für seine dramatischen Karstlandschaften, ist Guilin seit langem eines der bekanntesten Reiseziele Südchinas. Da Reisende zunehmend tiefere Verbindungen zu lokalen Gemeinschaften suchen, bietet das ländliche Guilin eine andere Möglichkeit, das Land zu erleben. Hier sind Besucher nicht nur Beobachter der Landschaft – sie werden Teil davon, gehen durch Reisterrassen, radeln entlang von Flüssen, probieren lokale Küche und entdecken Traditionen, die über Generationen hinweg mit der Natur gewachsen sind.

Hoch in den Bergen Guangxis gelegen, sind die Longji-Reisterrassen weit mehr als eine spektakuläre Agrarlandschaft. Über Jahrhunderte von Generationen lokaler Gemeinschaften in die Hügel gemeißelt, verkörpern sie eine bemerkenswerte Balance zwischen menschlichem Einfallsreichtum und der natürlichen Welt. Für die Dorfbewohnerin Liao Yanmei sind die Terrassen untrennbar mit dem Alltag verbunden. „Sie bedeuten uns alles“, sagt sie. „Sie sind unser Leben.“ Heute leitet sie Bemühungen zur Wiederherstellung und Erhaltung der alten Terrassen und stellt sicher, dass dieses lebendige Erbe auch für kommende Generationen gedeiht.

Julian und Eliza kommen während des Shuyang-Festivals an, einem der wichtigsten jährlichen landwirtschaftlichen Feste in Longsheng. Auf schmalen Pfaden zwischen den Feldern gehen sie mit den Dorfbewohnern beim traditionellen Setzlingswurf-Ritual und tragen Fackeln durch die beleuchteten Terrassen, wenn die Nacht hereinbricht. Für Eliza ruft die Landschaft Erinnerungen an die Banaue-Reisterrassen auf den Philippinen wach. „Sie liegen im Norden des Landes“, sagt sie. „Auch sie wurden von lokalen Gemeinschaften in die Berge gemeißelt. Ich war erstaunt, wie ähnlich sich unsere Reisterrassen-Kulturen sind. Es ließ mich erkennen, dass wir tiefere Wurzeln teilen. Und in diesem Moment fühlte ich mich wirklich zu Hause.“ Durch diese Begegnungen entdecken Julian und Eliza, dass das Shuyang-Festival nicht länger nur den Beginn der Anbausaison markiert. Es ist auch zu einem immersiven kulturellen Erlebnis geworden, das Besucher einlädt, in die Rhythmen des Landlebens einzutauchen und eine neue Art zu entdecken, Chinas Landschaft zu erleben.

Tief in den Longji-Reisterrassen liegt das Huangluo-Yao-Dorf, die Heimat des Roten Yao-Volkes und bekannt für seine jahrhundertealte Tradition langer Haare. Seit Generationen pflegen die Roten Yao-Frauen ihr berühmtes langes, glänzendes Haar mit fermentiertem Reiswasser, einer natürlichen Haarpflege, die von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird. „Langes Haar symbolisiert in der Kultur der Roten Yao Langlebigkeit und Wohlstand“, sagt die lokale Kulturbotschafterin Haili. „Wir glauben, dass gesundes Haar einen gesunden Körper widerspiegelt und sowohl langes Leben als auch Glück bringt.“ Aufbauend auf Generationen ökologischen Wissens verwenden die Roten Yao seit langem Reiswasser zusammen mit lokal angebauten Kräutern, um ein natürliches Haarpflegerezept herzustellen. In der umgebenden Landschaft verwurzelt, spiegelt die Tradition eine nachhaltige Lebensweise wider, die natürliche Ressourcen schätzt und die Rhythmen der Umwelt respektiert.

Neben ihrer Langhaartradition sind die Roten Yao ebenso für ihre exquisite Handwerkskunst bei der Kostümherstellung bekannt. Laut der Meisterhandwerkerin Pan Jifeng kann die Fertigstellung eines einzigen traditionellen Outfits ein ganzes Jahr dauern. Weben, Batiken, natürliches Färben und aufwendige Stickerei vereinen sich in Kleidungsstücken, deren Muster von Bergen, Tieren und dem täglichen Leben inspiriert sind und so Generationen kulturellen Gedächtnisses bewahren.

Während Guilin seit langem Besucher mit seiner ikonischen Landschaft anzieht, entdeckt eine neue Generation von Reisenden die Region durch immersivere Erlebnisse. In Yangshuo sind die Berge und Flüsse zu einem Spielplatz für Outdoor-Erkundungen geworden. Radfahren durch Landwege, Wandern zwischen Karstgipfeln, Flöße fahren auf Bambusflößen entlang der Flüsse und Klippenabenteuer bieten Besuchern die Möglichkeit, sich mit der Landschaft auseinanderzusetzen, anstatt sie nur zu bewundern. Unterstützt durch bequeme Verkehrsanbindung, vielfältige Outdoor-Aktivitäten und wachsende Tourismuseinrichtungen entwickelt sich Yangshuo zu einem internationalen Reiseziel, an dem Natur, Kultur und lokales Leben zusammenkommen.

Jedes Dorf erzählt seine eigene Geschichte. Einige sind in die Berge geschrieben, andere in die Flüsse. Manche leben durch Lieder und Feste weiter, während andere durch alltägliche Traditionen überleben, die von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden. Von den Reisterrassen bis zu den Karstlandschaften zeigt Guilin, wie ländliche Gemeinschaften weiterhin aus den Landschaften wachsen, die sie geprägt haben – sie heißen neue Besucher willkommen, während sie ihre eigenen Geschichten lebendig halten.

Das Redaktionsteam Burstable.News

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