Laut der 9. jährlichen Budgetumfrage von Debt.com gewinnen Amerikaner vielleicht endlich etwas finanziellen Spielraum, aber das Vertrauen hat noch nicht nachgezogen. Die landesweite Umfrage unter mehr als 1.000 US-Erwachsenen ergab, dass 48 % der Amerikaner jetzt von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben – ein deutlicher Rückgang von 69 % im Jahr 2025, ein bemerkenswerter Rückgang um 21 Prozentpunkte und der niedrigste Prozentsatz in der neunjährigen Geschichte der Umfrage.
Trotz dieses ermutigenden Meilensteins sind die Verbraucher weiterhin tief besorgt über ihre finanzielle Zukunft. Überwältigende 95 % der Befragten geben an, dass wirtschaftliche Unsicherheit, Inflation und steigende Lebenshaltungskosten die Budgetplanung wichtiger denn je gemacht haben. Dies unterstreicht, dass die Amerikaner, obwohl sich die finanziellen Bedingungen verbessern mögen, immer noch mit Vorsicht an ihr Geld herangehen.
„Ein Rückgang um 21 Prozentpunkte bei den Amerikanern, die von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben, ist auf dem Papier ein großer Sieg, aber der Kontext ist alles“, sagt Howard Dvorkin, CPA und Vorsitzender von Debt.com. „Wir können nicht auf 48 % schauen und denken, der Kampf sei gewonnen. Fast die Hälfte unseres Landes ist immer noch einen verpassten Gehaltsscheck von einer Finanzkrise entfernt.“
Die Umfrage zeigt eine erhebliche Kluft zwischen verbesserten Wirtschaftsdaten und anhaltender Verbrauchersorge. Während sich die Medien auf hohe Inflation und steigende Zinssätze konzentrieren, zeigt die Debt.com-Umfrage 2026, dass normale Verbraucher weiterhin ängstlich sind. Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören: Budgetplanung funktioniert: 85 % der Amerikaner führen ein Budget, und 88 % von ihnen sagen, dass es ihnen aktiv geholfen hat, Schulden zu vermeiden oder abzubauen. Ruhestand vor Inflation: Der Ruhestand stieg auf 20 % als primäres Budgetmotiv, den höchsten Wert in der Umfragegeschichte, während die Inflation als Auslöser von 31 % auf 23 % fiel. Haushaltsausrichtung: 44 % der Befragten geben an, dass ihr gesamter Haushalt zusammenarbeitet, um im Budget zu bleiben.
„Budgetplanung ist kein Luxushobby, sondern ein finanzieller Sicherheitsgurt. Die Daten zeigen, dass 88 % der Budgetierer erfolgreich Schulden managen oder vermeiden. Ob Sie bei traditionellem Stift und Papier bleiben oder eine mobile App nutzen – Beständigkeit schützt Sie vor der nächsten wirtschaftlichen Verschiebung“, schließt Dvorkin.
Die Ergebnisse haben erhebliche Auswirkungen auf die Finanzbranche und politische Entscheidungsträger. Der starke Rückgang des Lebens von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck deutet darauf hin, dass breitere wirtschaftliche Verbesserungen – wie Lohnwachstum oder nachlassende Inflation – möglicherweise bei den Haushalten ankommen. Die nahezu rekordhohe finanzielle Besorgnis zeigt jedoch, dass viele Amerikaner weiterhin anfällig für wirtschaftliche Schocks sind, und der hohe Prozentsatz der Budgetierer (85 %) spiegelt eine defensive Haltung und nicht Vertrauen wider. Für Finanzberater und Schuldenhilfeplattformen unterstreicht dies die anhaltende Nachfrage nach Budgetierungstools und -bildung. Der Wandel von Inflation zu Ruhestand als oberstem Budgetmotiv könnte auf sich ändernde Prioritäten hindeuten, da sich Amerikaner auf langfristige Sicherheit statt auf kurzfristigen Kostendruck konzentrieren.
