UN-Menschenrechtsgremium fordert evidenzbasierte Behandlung der Shincheonji-Kirche angesichts internationaler Diskriminierungsbedenken

UN-Menschenrechtsgremium fordert evidenzbasierte Behandlung der Shincheonji-Kirche angesichts internationaler Diskriminierungsbedenken

Die Coordination des Associations et Particuliers pour la Liberté de Conscience (CAP LC), eine internationale NGO mit besonderem Beraterstatus beim UN-Wirtschafts- und Sozialrat, hat eine gemeinsame schriftliche Stellungnahme beim UN-Menschenrechtsrat eingereicht, in der sie ihre Besorgnis über die Ausbreitung von Diskriminierung und Stigmatisierung von Mitgliedern der Shincheonji-Kirche Jesu zum Ausdruck bringt. Die am 9. Juli veröffentlichte Stellungnahme fordert die Regierungen auf, Entscheidungen bezüglich der Kirche auf überprüfbare Beweise und klare rechtliche Standards zu stützen, anstatt auf negative Wahrnehmungen oder ungeprüftes Material.

CAP LC hob Fälle im Vereinigten Königreich und deutschsprachigen Ländern hervor, in denen negative Wahrnehmungen zu Verwaltungsverfahren und sozialen Eingriffen geführt haben. Im Vereinigten Königreich lehnte die Charity Commission den Registrierungsantrag der Kirche ab und bezeichnete sie als „Sekte“ – ein Begriff, dessen rechtliche Definition unklar bleibt. In Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern waren Mitglieder aufgrund negativer Medienberichterstattung und eines kritischen Buches, das 2025 von evangelikalen Aktivisten veröffentlicht wurde, von Diskriminierung am Arbeitsplatz betroffen. CAP LC warnte davor, dass eine solche Stigmatisierung, falls sie international akzeptiert wird, einen Präzedenzfall für die Beurteilung anderer religiöser Minderheiten schaffen könnte.

Die Stellungnahme befasste sich auch mit der Kontroverse in Südkorea über die Mitgliedschaft von Kirchenmitgliedern in politischen Parteien. CAP LC kritisierte Behauptungen einer „Religion-Politik-Kollusion“ und argumentierte, dass politische Beteiligung nicht allein aufgrund der Religionszugehörigkeit Anlass zu Verdächtigungen geben sollte. Die Organisation forderte die südkoreanische Regierung auf, die Religionsfreiheit, die Nichtdiskriminierung und die religiöse Neutralität zu wahren.

Vor dem Hintergrund dieser Bedenken untersucht Südkorea Vorwürfe im Zusammenhang mit der Parteimitgliedschaft von Kirchenmitgliedern. Am 24. Juni erließ ein Gericht einen Haftbefehl gegen Vorsitzenden Lee Man-hee, unter anderem wegen der Gefahr der Beweisvernichtung. Am 29. Juni klagte die gemeinsame Ermittlungsbehörde der Regierung Lee während seiner Untersuchungshaft unter anderem wegen Verstößen gegen das Parteiengesetz an. Die Shincheonji-Kirche Jesu besteht darauf, dass der Fall nach rechtsstaatlichen Grundsätzen und objektiven Beweisen behandelt werden sollte, nicht nach gesellschaftlichen Wahrnehmungen oder politischen Kontroversen. Die Kirche äußerte auch Bedenken hinsichtlich der Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit der Inhaftierung des 95-jährigen Lee, der mit den Ermittlungen kooperiert hat.

Die Shincheonji-Kirche Jesu erklärte, dass die in der Stellungnahme von CAP LC angeführten Diskriminierungsfälle und die südkoreanische Untersuchung eine gemeinsame Frage aufwerfen: Welche Standards sollten staatliche Behörden im Umgang mit religiösen Minderheiten anwenden? Die Kirche betonte, dass die Frage über die Kontroverse um eine bestimmte Gruppe hinausgeht und als Maßstab dafür dient, ob die Rechte religiöser Minderheiten in innerstaatlichen und internationalen Verfahren gleichermaßen geschützt werden. Die internationale Gemeinschaft beobachtet, ob rechtliche Grundlagen und ein ordnungsgemäßes Verfahren konsequent eingehalten werden.

Letztendlich, so die Kirche, werde die Art und Weise, wie der Fall gelöst wird, die Stärke des gesellschaftlichen und institutionellen Vertrauens in den Schutz religiöser Minderheiten auf die Probe stellen. CAP LC hat bereits früher Fälle vor die UN gebracht, darunter die Verfolgung der Kirche des Allmächtigen Gottes in China und Bedenken hinsichtlich der Verletzung der Religionsfreiheit im Zusammenhang mit dem Auflösungsantrag der japanischen Regierung gegen die Vereinigungskirche. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Shincheonji-Kirche und SCJ TV.

Das Redaktionsteam Burstable.News

Das Redaktionsteam Burstable.News

@Burstable

Burstable.News versorgt Online-Publikationen und Webseiten täglich mit redaktionell ausgewählten Nachrichten. Nehmen Sie noch heute Kontakt auf, wenn Sie an neuen, attraktiven Inhalten interessiert sind, die genau auf Ihre Besucher zugeschnitten sind.