Die Nordex Group hat nach eigenen Angaben eine neue ESG-gebundene syndizierte Multi-Währungs-Garantiefazilität mit einem Gesamtvolumen von 2.475 Millionen Euro abgeschlossen. Die Fazilität hat eine Laufzeit von fünf Jahren und verbesserte Konditionen, darunter eine deutliche Senkung der Zinssätze auf vergleichbarer Basis. Dieser neue Finanzierungsrahmen bietet dem Unternehmen für den Zeitraum von 2026 bis 2031 eine größere, flexiblere und kosteneffizientere Unterstützung.
Die Fazilität wurde mit Unterstützung von drei führenden internationalen Banken arrangiert: Commerzbank Aktiengesellschaft (als Bookrunner und Facility Agent), Intesa Sanpaolo – IMI CIB Division (als Global Coordinator, Bookrunner und Sustainability Coordinator) und UniCredit Bank GmbH (als Bookrunner, Documentation Agent und Process Coordinating Agent). Die gesamte Fazilität basiert auf Zusagen von insgesamt 15 Finanzinstituten. Freshfields und Clifford Chance fungierten als Rechtsberater.
Dr. Ilya Hartmann, Finanzvorstand der Nordex Group, kommentierte: „Wir haben uns in den letzten fünf Jahren als Institution weiterentwickelt. Nach einer vollständigen Neugestaltung der Bilanz auf ein solides Niveau, einer vollständigen Geschäftswende auf industrielles Niveau mit Erreichung unserer mittelfristigen Ziele, markiert die Refinanzierung den Abschluss der Wende des Unternehmens auf ganzheitlicher Ebene. Die erfolgreiche Refinanzierung unserer ESG-gebundenen syndizierten Multi-Währungs-Garantiefazilität hat uns einen starken und zuverlässigen Rahmen für die kommenden Jahre gesichert. Diese Fazilität erhöht unsere finanzielle Flexibilität und ermöglicht es uns, Kunden in den relevanten Regionen zu unterstützen, indem wir unseren Vertriebsteams helfen, Chancen in Aufträge umzuwandeln und unseren Auftragsbestand diszipliniert abzuarbeiten.“ Er fügte hinzu: „Das erhöhte Volumen und die verbesserten Konditionen spiegeln auch das Vertrauen unserer Bankpartner in die Geschäftsentwicklung und die langfristigen Aussichten von Nordex wider.“
Garantiefazilitäten sind ein wichtiges Finanzierungsinstrument in der Windenergiebranche. Sie dienen unter anderem dazu, Garantien im Zusammenhang mit Kundenprojekten und anderen vertraglichen Verpflichtungen des Unternehmens in vielen Märkten, in denen die Gruppe tätig ist, bereitzustellen. Die Nordex Group hat seit 1985 in über 40 Märkten mehr als 64 GW Windkraftkapazität installiert und im Jahr 2025 einen konsolidierten Umsatz von rund 7,6 Milliarden Euro erzielt. Das Unternehmen beschäftigt derzeit mehr als 11.100 Mitarbeiter und verfügt über ein Fertigungsnetzwerk mit Werken in Deutschland, Spanien, Brasilien, Indien und den USA. Das Produktportfolio konzentriert sich auf Onshore-Turbinen der Klassen 4 bis 7 MW+, die für Märkte mit begrenztem Platz und eingeschränkter Netzinfrastruktur ausgelegt sind.
Die erfolgreiche Refinanzierung unterstreicht die verbesserte finanzielle Gesundheit des Unternehmens und positioniert es, seinen Auftragsbestand abzuarbeiten und gleichzeitig Kundenprojekte zu unterstützen. Diese ESG-gebundene Fazilität steht im Einklang mit breiteren Branchentrends hin zu nachhaltiger Finanzierung und könnte einen Präzedenzfall für andere Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien schaffen. Für die Windenergiebranche sind solche Finanzinstrumente entscheidend für die Hinterlegung von Projektgarantien und vertraglichen Verpflichtungen und ermöglichen es Unternehmen, Großprojekte zu sichern. Die verbesserten Konditionen und das erhöhte Volumen signalisieren ein starkes Vertrauen der Kreditgeber in die strategische Ausrichtung und die operative Wende von Nordex, was sich positiv auf die Anlegerstimmung und den breiteren Markt für erneuerbare Energien auswirken könnte.
