Die IBU-tec advanced materials AG (IBU-tec) treibt den Bau ihrer Produktionsanlage für LFP-Batteriematerial (Lithium-Eisen-Phosphat) in Bitterfeld, Deutschland, voran. Dies markiert einen bedeutenden Schritt zur Etablierung einer europäischen Batterie-Wertschöpfungskette. Das Unternehmen gab am 15. Juli 2026 bekannt, dass die Bauphasen für die Logistikinfrastruktur planmäßig umgesetzt wurden, die Detailplanung für die Produktionsanlage läuft und der Probebetrieb für den Sprühturm im vierten Quartal 2026 beginnen soll.
Die Anlage, die erste ihrer Art in Europa, wird in Zusammenarbeit mit der PowerCo SE, der Batterietochter des Volkswagen-Konzerns, errichtet. Im Rahmen einer im Oktober 2025 angekündigten Vereinbarung hat PowerCo die gesamte Produktionsmenge für mindestens zehn Jahre gesichert. Die Anlage ist für die Produktion von 15.000 Tonnen LFP-Kathodenmaterial pro Jahr ausgelegt, was die bestehenden Kapazitäten von IBU-tec etwa um das Fünffache erhöht. Die Produktion soll 2028 anlaufen.
IBU-tecs patentiertes Produktionsverfahren basiert nicht auf chinesischer Technologie und ist auf den europäischen Markt zugeschnitten. Das hergestellte Batteriematerial weist eine überragende CO2-Bilanz auf, da es nur etwa halb so viel Energie verbraucht wie konventionelle Verfahren aus China. Diese Entwicklung ist entscheidend für Europas Bestreben, die Abhängigkeit von asiatischen Lieferanten zu verringern und eine autarke Batterieversorgungskette für Elektromobilität und stationäre Energiespeicher aufzubauen.
Aktuelle Bau-Meilensteine umfassen die Errichtung der Stahlkonstruktion für eine neue Logistikhalle mit einer Lagerkapazität von rund 1.800 Paletten. Der Innenausbau der Halle soll in den nächsten sechs Monaten abgeschlossen werden. Zudem schreiten der Ausbau der Analytik-Kapazitäten und die Harmonisierung der IT-Systeme planmäßig voran. Nach dem Richtfest für den Sprühturm im April 2026 soll der Probebetrieb im vierten Quartal 2026 beginnen.
Jörg Leinenbach, CEO der IBU-tec advanced materials AG, erklärte: „Wir machen gute Fortschritte beim Bau der großtechnischen Produktionskapazitäten für LFP-Batteriematerialien in Bitterfeld. Wir stehen in engem und konstruktivem Austausch mit PowerCo bezüglich der planmäßigen Umsetzung unseres Zeitplans. In den kommenden Monaten werden wir weitere Meilensteine erreichen, damit die Produktion wie erwartet im Jahr 2028 starten kann.“
Diese Nachricht ist von Bedeutung, da sie einen zentralen Fortschritt in Europas Fähigkeit darstellt, wichtige Batteriematerialien im Inland zu produzieren. Die LFP-Produktionsanlage ist ein Eckpfeiler zur Verringerung der Importabhängigkeit und zur Unterstützung der wachsenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energiespeichern. Durch die Zusage von PowerCo ist ein stabiler Absatz gesichert und die strategische Bedeutung der lokalisierten Batterieproduktion wird unterstrichen. Die erfolgreiche Fertigstellung dieser Anlage könnte als Vorbild für künftige europäische Batteriematerialfabriken dienen und die Dynamik der Lieferkette sowie den ökologischen Fußabdruck der Branche beeinflussen.
Weitere Informationen finden Sie in der ursprünglichen Pressemitteilung unter newmediawire.com.
