Auf der HUAWEI CONNECT am 17. September 2026 erläuterten Huaweis rotierender Vorsitzender Eric Xu und Dr. Liao Heng, Chefwissenschaftler von HiSilicon, während eines Roundtable mit internationalen Medien die Peerium-Computing-Architektur und die UnifiedBus (UB)-Technologie des Unternehmens. Die Ankündigung, zusammengefasst von Media OutReach Newswire, markiert einen bedeutenden Schritt in der Computerarchitektur für das KI-Zeitalter, indem sie es einer Million Prozessoren ermöglicht, als ein einziger Computer zu arbeiten.
Huawei stellte den Ascend 950-Chip und den Atlas 950 SuperPoD vor, der auf der Peerium-Architektur basiert. Peerium erreicht starke Skalierung bis zur Million-Prozessor-Ebene durch verschachtelte Parallelität, einheitliche Speicheradressierung und Peer-to-Peer-Interconnect. Es erweitert das Parallelitätsparadigma von Turing mit Nested BSP (Nested Bulk Synchronous Parallel) und überwindet die traditionelle Von-Neumann-Einzelrechnerarchitektur und das Master-Slave-Design. Die Schlüssel-Interconnect-Technologie UnifiedBus ist ein Hochgeschwindigkeitsbus mit offenem Protokoll, der CPUs, NPUs, Speicher, SSDs, Schnittstellenkarten und Switches ohne Einschränkung verbindet und Peer-to-Peer-Interconnect über Compute, Storage und Networking hinweg ermöglicht.
Dr. Liao Heng erklärte, dass derzeit ein SuperCluster mit 256.000 Rechenkarten bereitgestellt und getestet wird. Er merkte an, dass diese Größenordnung notwendig ist, um Foundation-Modelle im Bereich von 5 Billionen Parametern zu trainieren, und dass in den nächsten zwei Jahren sechs oder sieben führende KI-Labore in China Modelle mit 10 bis 40 Billionen Parametern trainieren wollen. Die Zahl von 200.000 Karten sei zudem eine konservative Anpassung an das Design des chinesischen Stromnetzes in einem einzelnen Rechenzentrumscampus.
Eric Xu erklärte, dass der Ascend 950PR bereits für KI-Inferenz verfügbar ist, während SuperPoDs auf Basis des Ascend 950DT für KI-Training getestet werden und eine großflächige Lieferung gegen Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet wird. Er fügte hinzu, dass die Testergebnisse für das Training mit dem 950DT vielversprechend seien und dass viele KI-Modell-Trainingsworkloads im nächsten Jahr wahrscheinlich auf diese SuperPoDs verlagert werden. Die Lieferkapazität bleibe jedoch ein Engpass, und Huawei befinde sich in umfangreichen Gesprächen mit KI-Modellanbietern.
Zur internationalen Expansion sagte Xu, dass Huawei keine Pläne für einen flächendeckenden Vorstoß außerhalb Chinas habe, da die Kapazität nicht ausreiche, um die inländische Nachfrage zu decken. Begrenzte Tests und Lieferungen finden in einigen Ländern mit starker Nachfrage statt. Er behauptete zudem, dass Ascend in China basierend auf gesammelten Daten den Marktanteil von NVIDIA übertroffen habe. Bezüglich der US-Aufrufe, die KI-Entwicklung zu verlangsamen, betonte Xu die Notwendigkeit, KI-Fortschritt und Risikomanagement in Einklang zu bringen und KI zum Wohle aller einzusetzen. Er unterstrich auch Chinas Bestreben nach Chip-Selbstversorgung als unvermeidlichen Weg angesichts der Größe und der industriellen Bedürfnisse des Landes.
Die vollständige Q&A-Sitzung ist unter diesem Link verfügbar. Diese Entwicklung könnte die KI-Branche erheblich beeinflussen, indem sie das Training ultra großer Modelle ermöglicht, die Abhängigkeit von traditionellen Architekturen verringert und das globale KI-Rennen intensiviert. Sie unterstreicht zudem Chinas beschleunigte Bemühungen um Halbleiter-Selbstversorgung.
