Genehmigungsreform wird zur obersten politischen Priorität der Bauindustrie, sagt Abgeordneter Patronis

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Genehmigungsreform wird zur obersten politischen Priorität der Bauindustrie, sagt Abgeordneter Patronis

Der Kongressabgeordnete Jimmy Patronis, der den ersten Kongresswahlbezirk Floridas vertritt und im Ausschuss für Verkehr und Infrastruktur des Repräsentantenhauses sitzt, war kürzlich gemeinsam mit Kelvin Enfinger, Vizepräsident bei Greenhut Construction und ehemaliger Vorsitzender von ABC North Florida, in einer Folge von Beyond the Build, dem offiziellen Podcast der Associated Builders and Contractors North Florida, zu Gast. Das Gespräch drehte sich um die drängendsten politischen Herausforderungen der Bauindustrie, wobei die Genehmigungsreform als oberste Priorität hervorging.

Patronis nahm kein Blatt vor den Mund, als er über die Auswirkungen von Genehmigungsverzögerungen auf Bauprojekte sprach. „Ich rege mich sehr auf, wenn übermäßige Verzögerungen zu übermäßigen Nebenkosten führen“, sagte er. „Anwaltskosten, Ingenieurskosten, Vermessungskosten – weil jemand ein Projekt kleinlich kritisiert oder anficht.“ Diese Nebenkosten, die anfallen, während Projekte auf Genehmigungen warten, können die Projektmargen erheblich schmälern und den Cashflow der Auftragnehmer belasten, ohne dass ein Kubikmeter Erde bewegt oder ein Träger gesetzt wird.

Seine Kritik richtet sich nicht nur gegen bürokratische Langsamkeit, sondern auch gegen eine institutionelle Kultur in Behörden wie dem U.S. Army Corps of Engineers, wo eine Untergruppe von Berufsbeamten die Genehmigungsverweigerung eher als Norm denn als Ausnahme betrachtet. Patronis merkte an, dass die neue Führung des Corps echtes Interesse daran gezeigt habe, die Behörde wieder auf ihre eigentliche Mission auszurichten, aber ob dieser Kurswechsel Bestand hat, sollten Auftragnehmer genau beobachten.

Für Baufachleute, die bundes- und staatlich genehmigte Projekte betreuen, ist die praktische Botschaft, dass der Druck auf die Genehmigungsreform auf Kongressebene zunimmt. Die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen – ein kooperatives Weißes Haus, Mehrheiten in beiden Kammern und rund 70 ausscheidende Abgeordnete, die motiviert sind, eine produktive Bilanz zu hinterlassen – schaffen ein Zeitfenster, das nicht unbegrenzt offen steht.

In Bezug auf die Infrastrukturfinanzierung hob Patronis das Gesetz zur Genehmigung der Oberflächenverkehrsinfrastruktur als Priorität des Verkehrs- und Infrastrukturausschusses hervor. Dieses Gesetz ermächtigt die Bundesausgaben für Straßen und Brücken, das Rückgrat der Bautätigkeit in Märkten wie Nordwestflorida, wo das Bevölkerungswachstum die bestehende Straßenkapazität auf Korridoren wie dem Highway 98 übersteigt. Der Warrior Road Act, den Patronis unterstützte, verbessert den Zugang zur Hurlburt Field und zum breiteren Militärkorridor – eine längst überfällige Lösung, die ein echtes Bauvolumen mit sich bringen wird. Darüber hinaus signalisiert das 489-Millionen-Dollar-Programm des US-Verkehrsministeriums für Hafeninfrastrukturentwicklung eine anhaltende Bundesinvestition in die Infrastruktur.

Enfinger fragte, ob die Industrie mit einer Fortsetzung dieses bundesstaatlichen Engagements für die Infrastruktur rechnen könne, und Patronis gab eine abgewogene, aber optimistische Antwort. Die Kombination aus einer motivierten ausscheidenden Abgeordnetengruppe und einem kooperativen Weißen Haus schaffe ein Umfeld für nachhaltige Infrastrukturmittel, zumindest für diesen Legislaturzyklus.

Das Gespräch über die Arbeitskräfte war ebenso direkt. Enfinger verwies auf den derzeitigen nationalen Mangel von 360.000 Bauarbeitern, eine Zahl, die innerhalb eines Jahres um weitere 100.000 steigen könnte, und bat Patronis, jungen Menschen bei ihrer Berufswahl direkt zuzusprechen. Patronis bezog sich auf seinen eigenen Hintergrund, begann mit einem Abschluss in Kochkunst und arbeitete in einer Küche. „Es gibt eine Befriedigung, wenn man etwas mit seinen Händen erschafft, die man nie bekommt, wenn man einen Test schreibt und hoffentlich eine Eins bekommt“, sagte er. „Wenn man diese Genugtuung erfährt – man hat etwas selbst geschafft –, das ist eine andere Art von Selbstvertrauensbildung.“

Für die Bauindustrie, die stets darum kämpft, die Würde und die Chancen der handwerklichen Arbeit einer Generation zu vermitteln, die zu vierjährigen Studiengängen gelenkt wird, hat ein solch authentisches Zeugnis eines Amtsträgers Gewicht. Die Arbeitskräfte-Pipeline kann nicht allein von der Industrie gefüllt werden; sie erfordert politische Unterstützung, institutionelles Engagement von Schulen und Community Colleges sowie gewählte Amtsträger, die klar sagen, dass ein qualifizierter Handwerksberuf kein Notnagel, sondern eine Grundlage ist.

Das Redaktionsteam Burstable.News

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