Digitalage will Creators mehr Kontrolle über ihre Inhalte und Einnahmen geben

Digitalage will Creators mehr Kontrolle über ihre Inhalte und Einnahmen geben

Content Creators bauen ihre Geschäfte oft auf digitalen Plattformen auf, die sie nicht kontrollieren. Suchmaschinen und soziale Medien können Algorithmen, Verteilungspolitiken oder Monetarisierungsregeln ohne Vorankündigung ändern, sodass Creators kaum Handlungsmöglichkeiten haben. Dieser Mangel an Kontrolle ist ein wachsendes Problem, da viele Creators für ihren Lebensunterhalt von diesen Plattformen abhängig sind. Digitalage, ein Tochterunternehmen von Hop-on, Inc., entwickelt eine Infrastruktur, die Creators mehr Transparenz und Kontrolle darüber geben soll, wie ihre Werke geschützt, verbreitet und monetarisiert werden.

Peter Michaels, Gründer und Vorsitzender von Digitalage, betont das Kernproblem: „Reichweite ist eine Erlaubnis, die widerrufen werden kann. Eigentum überlebt den Widerruf der Erlaubnis.“ Diese Aussage unterstreicht die Verletzlichkeit von Creators, deren Zugang zu Zielgruppen von Plattformrichtlinien abhängt, die sich jederzeit ändern können. Wenn beispielsweise eine Suchmaschine ihre Ranking-Kriterien ändert, kann ein Publisher an Sichtbarkeit verlieren, ohne sinnvolle Berufungsmöglichkeiten. Wenn eine soziale Plattform ihre Monetarisierungsregeln überarbeitet, kann ein Creator plötzlich eine Haupteinnahmequelle verlieren. Selbst der Wechsel zu einer anderen Plattform oder das Einreichen einer Unterlassungsaufforderung gibt Creators keine Kontrolle über Publikumszugang, Verbreitung oder Monetarisierung. Das Publikum folgt möglicherweise nicht, Kopien von Inhalten können weiter zirkulieren, und Zahlungsbedingungen können sich ändern.

Die Lösung von Digitalage umfasst den Aufbau einer Medieninfrastruktur, die festhält, wer ein Medien-Asset erstellt hat, wann es erstellt wurde und welche Rechte und Kontrollen gelten. Diese Informationen sollen durch Live-Übertragung, Replay-Verteilung, durchsuchbare Archive und Creator-Monetarisierung in einem einheitlichen Workflow getragen werden. Bei Live-Inhalten besteht das Ziel darin, Identität, Provenienz und Rechteinformationen von der Erstellung bis zur Wiederholung zu bewahren, sodass Creators eine klare Eigentumskette erhalten.

Über die technische Infrastruktur hinaus argumentiert Digitalage, dass Creatorkontrolle auch transparente Moderation erfordert. Der veröffentlichte Rahmen des Unternehmens betont klare Regeln, sichtbare Entscheidungen, menschliche Überprüfung, sinnvolle Berufungen und Durchsetzung, die sich auf schädliches Verhalten konzentriert und nicht auf Identität oder Standpunkt des Sprechers. Wenn Inhalte eingeschränkt werden, sollten Creators fragen können: Wer hat die Entscheidung getroffen? Wer kann die betroffenen Inhalte sehen? Welche spezifische Regel wurde angewendet? Basierte die Aktion auf schädlichem Verhalten oder nur auf Identität oder Standpunkt der sprechenden Person? Die Community-Regeln von Digitalage besagen, dass automatisierte Systeme während Live-Übertragungen handeln können, wenn wiederholte Erkennungen auf einen möglichen Verstoß hinweisen, aber Creators können eine menschliche Überprüfung nach der Aktion beantragen. Uploads und Wiederholungen, die für eine folgenreiche Durchsetzung gekennzeichnet sind, werden einer menschlichen Überprüfung unterzogen, und Entscheidungen über die Durchsetzung bei förderfähigem Material können angefochten werden.

Diese Kontrollen sollen Creators mehr Einblick geben, wie ihre Inhalte geschützt, verbreitet und monetarisiert werden und wie folgenreiche Durchsetzungsentscheidungen überprüft werden können. Digitalage hat die Anwendungstests abgeschlossen und befindet sich derzeit in einem einladungsbasierten Start, verfeinert die Erfahrung, erweitert programmierte Inhalte und nimmt erste Creatorkohorten auf. Das aktuelle Produktangebot umfasst Live-Übertragungen, Wiederholungen und Video-on-Demand. Das Unternehmen baut Programmangebote in den Bereichen Nachrichten, Sport, Events und Glauben auf.

Gemäß den am 3. Juni bekannt gegebenen Bedingungen für den Genesis Creator Pilot sind teilnehmende Creators berechtigt, 85% der Brutto-Abonnementeinnahmen zu erhalten, während Digitalage eine Plattform-Infrastrukturgebühr von 15% einbehält. Teilnehmer sind außerdem berechtigt, 50% der Netto-Werbeeinnahmen zu erhalten, die durch ihre Inhalte generiert werden, vorbehaltlich der Programmbedingungen. Dieses Umsatzbeteiligungsmodell soll Creators im Vergleich zu vielen bestehenden Plattformen ein günstigeres finanzielles Arrangement bieten.

Die Strategie von Digitalage besteht darin, mit Creators zusammenzuarbeiten, die bereits etablierte Gemeinschaften haben, und diesen Zielgruppen Gründe zu geben, zu bleiben und zurückzukehren. Der Wert muss nicht enden, wenn der Live-Stream endet. Das System ist darauf ausgelegt, ein Live-Event als Wiederholung zu erhalten, die durchsuchbar und indexierbar bleibt und nach der Übertragung zusätzliche Monetarisierung unterstützen kann, vorbehaltlich der Creatoreinstellungen und Programmbedingungen. Dieser Ansatz zielt darauf ab, den Lebenszyklus von Inhalten zu verlängern und fortlaufende Umsatzmöglichkeiten zu bieten.

„Der Unterschied hinter der These von Digitalage ist, dass Zugang kein Eigentum ist“, erklärt das Unternehmen. Durch den Aufbau einer Infrastrukturebene, die Creators dauerhaftere Kontrolle über ihre Inhalte, Verbreitung und Monetarisierung geben soll, möchte Digitalage Creators stärken und gleichzeitig die Erfahrung einfach halten. Diese Initiative könnte erhebliche Auswirkungen auf die Creator Economy haben, in der das Machtgleichgewicht oft zugunsten der Plattformen war. Da mehr Creators nach größerer Unabhängigkeit und Kontrolle streben, könnte Infrastruktur wie die von Digitalage zunehmend wichtiger werden. Für die gesamte Branche könnte dies einen Wandel hin zu stärker creator-zentrierten Modellen signalisieren, die Transparenz, Eigentum und faire Umsatzbeteiligung priorisieren.

Das Redaktionsteam Burstable.News

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