AUTODOC, Europas führender Online-Händler für Kfz-Ersatzteile und Zubehör, hat erfolgreich ein Term Loan B in Höhe von 530 Millionen Euro platziert und damit seinen ersten Einstieg in den institutionellen Schuldenmarkt vollzogen. Die am 16. Juli 2026 angekündigte Transaktion umfasst zudem eine revolvierende Kreditfazilität (RCF) in Höhe von 50 Millionen Euro, wodurch sich das gesamte Finanzierungspaket auf 580 Millionen Euro beläuft. Das Term Loan B hat einen Zinssatz von EURIBOR + 3,50 % und eine Laufzeit von sieben Jahren, während der RCF mit einer Laufzeit von 6,5 Jahren und einem Zinssatz von EURIBOR + 3,00 % als Liquiditätspuffer dient.
Im Zusammenhang mit dieser Transaktion wurde die Autodoc Holding SE als neue Muttergesellschaft der Gruppe gegründet, deren Anteile zu 100 % von der AutoTech GmbH & Co. KG gehalten werden, der Investmentgesellschaft der AUTODOC-Gründer Alexej Erdle, Max Wegner und Vitalij Kungel. Die Erlöse aus dem Term Loan B werden für den Rückkauf von Aktien verwendet, die von Unternehmen gehalten werden, die sich im Eigentum oder unter der Kontrolle von von Apollo verwalteten Fonds an der Autodoc SE befinden, sowie zur Zahlung damit verbundener Gebühren und Kosten.
Die Schuldverschreibung wurde von Moody's mit Ba3 und stabilem Ausblick und von S&P mit B+ und positivem Ausblick bewertet, was die starke Nachfrage der Anleger widerspiegelt. Laut CEO Dmitri Zadorojnii: „Diese Transaktion ist ein prägender Moment für AUTODOC – einer, der unser Profil und unsere Arbeitsweise schärft. Mit dieser Finanzierungsstruktur haben wir uns öffentliche Schulden gesichert, die von einer breiten Basis institutioneller Investoren gestützt werden, um den weiteren Weg zu neuen Kapiteln an den Kapitalmärkten in der Zukunft zu ebnen.“
CFO Lennart Schmidt hob die strategische Bedeutung dieses Schritts hervor und betonte, dass die derzeitige Nettoschuldenfreiheit von AUTODOC eine einzigartige Gelegenheit biete, diesen Finanzierungsrahmen einzuführen. „Diese Transaktion fördert die langfristige finanzielle Flexibilität und beschleunigt die Aktionärsrenditen ohne jegliche Verwässerung des Eigenkapitals. Sie verschafft uns zudem eine Erfolgsbilanz bei institutionellen Anlegern und stärkt unsere Optionen für einen möglichen Börsengang – der weiterhin auf unserer Agenda steht, wobei der Zeitpunkt von den Marktbedingungen abhängt“, so Schmidt.
Die Optimierung der Kapitalstruktur ist ein wichtiger Meilenstein in den langfristigen Wachstumsambitionen und Kapitalmarktplänen von AUTODOC. Das 2008 in Berlin gegründete Unternehmen hat sich zu einer führenden digitalen Pure-Play-Plattform für Kfz-Teile in Europa entwickelt, mit Online-Shops in 27 Ländern und einem Produktsortiment von rund 7,8 Millionen Artikeln von etwa 2.700 Markenherstellern. Im Jahr 2025 erzielte AUTODOC einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro, gegenüber 1,6 Milliarden Euro im Jahr 2024, und beschäftigt mehr als 5.500 Mitarbeiter an 13 Standorten in Europa und Zentralasien.
Während AUTODOC mit einem institutionell strukturierten Unternehmensrahmen voranschreitet, baut es sein Kfz-Tech-Ökosystem weiter aus und erweitert es, indem es fortschrittliche KI-Fähigkeiten, datengesteuerte Entscheidungsfindung und ein verbessertes digitales Erlebnis für Kunden und professionelle Partner kombiniert. Die Vision des Unternehmens ist es, Europas führendes Tech-Ökosystem für den Kfz-Ersatzteilmarkt zu werden. Die erfolgreiche Schuldverschreibung verschafft nicht nur sofortige finanzielle Flexibilität, sondern positioniert AUTODOC auch günstig für zukünftige Kapitalmarktaktivitäten, einschließlich eines möglichen Börsengangs, sobald die Marktbedingungen günstig sind.
