E.J. Neimans neues Buch, Faux Fitness: Ein Benutzerhandbuch für die wahre Funktionsweise unseres Körpers, stellt eine grundlegende Annahme der modernen Fitnesskultur in Frage: dass anstrengende, Sauerstoff reduzierende Workouts per se gesundheitsfördernd sind. Das Buch erscheint zu einer Zeit, in der viele Menschen trotz weit verbreiteten Fitnessstudio-Besuchs und Fitness-Tracking-Technologien unter Burnout, chronischen Schmerzen und Verwirrung leiden. Neiman stellt eine provokante Frage, die seiner zentralen These zugrunde liegt: Ist Training ohne Sauerstoff wirklich vorteilhaft?
Diese Untersuchung bildet den Kern der Argumentation des Buches gegen konventionelle Fitnessweisheiten. Neiman legt nahe, dass der weit verbreitete Glaube an die Überlegenheit herausfordernder, Sauerstoff reduzierender Cardio- und Fitnessroutinen möglicherweise falsch ist. Stattdessen schlägt er vor, dass die Priorisierung solcher Workouts langfristig die Gesundheit untergraben könnte. Das Buch untersucht diese Perspektive ausführlich und lässt sich von Dr. Thomas Griners unkonventioneller biomechanischer Forschung inspirieren, die Neiman dazu veranlasste, gängige Fitnessannahmen zu überdenken.
Neimans persönliche Reise begann mit einer Verletzung in der Kindheit, die ihn dazu brachte, zu hinterfragen, warum Schmerzen anhalten und warum intensiveres Training oft Beschwerden verschlimmert. Diese Fragen prägen die Botschaft des Buches und leiten seine Untersuchung von Fitnesspraktiken. Der Autor bemerkt Besonderheiten im menschlichen Trainingsverhalten, wie etwa das absichtliche Erhöhen der Herzfrequenz über längere Zeiträume oder das Loben von Schmerzen im Fitnessstudio, während sie anderswo als Warnsignal behandelt werden. Er hinterfragt auch, ob Altern zwangsläufig abnehmende Mobilität bedeutet, und fragt, ob Großeltern sich noch so bewegen könnten wie in ihrer Jugend.
Faux Fitness zeichnet sich durch eine klare, kontraintuitive Behauptung aus: Gesundheit wird nicht durch härtere, anstrengendere, Sauerstoff reduzierende Workouts verbessert. Anstatt spezifische Routinen oder Ernährungsregeln vorzuschreiben, behauptet Neiman: "Es geht nicht darum, was du für Bewegung tust, sondern wie du es tust." Dies stellt einen grundlegenden Wandel dar – von Kraft zu Funktion und von Bestrafung zu Bewusstsein im Umgang mit körperlicher Aktivität.
Das Buch behält einen zugänglichen Ton bei, vermeidet komplizierte medizinische Fachbegriffe und integriert Elemente von Wissenschaft und Humor. Frühe Leser haben es als "endlich das Benutzerhandbuch, von dem du nicht wusstest, dass es dir fehlt" beschrieben. Über Fitness hinaus behandelt Faux Fitness breitere Wellness-Themen wie Ernährung, Cholesterin, Herzgesundheit, chronische Schmerzen und die Unterscheidung zwischen sich gut fühlen und gesund sein. In all diesen Diskussionen bleibt eine einfache Idee konstant: Was wir über unseren Körper nicht verstehen, beeinflusst uns dennoch.
Faux Fitness ist bei großen Buchhändlern wie Barnes & Noble erhältlich und kann direkt über https://fauxfitness.com gekauft werden. Die Veröffentlichung des Buches erfolgt zu einer Zeit, in der sich viele Menschen steif, wund, müde oder älter fühlen, als sie glauben sollten, obwohl sie konventionellen Fitnessratschlägen folgen. Indem es den gesundheitlichen Nutzen von Sauerstoff reduzierenden Workouts hinterfragt, ermutigt Neimans Werk die Leser, grundlegende Annahmen über Bewegung und Wohlbefinden zu überdenken, die die Fitnesskultur seit Jahrzehnten dominieren.
Die Implikationen dieser Perspektive reichen über individuelle Trainingsroutinen hinaus zu einem breiteren Verständnis von Gesundheitserhaltung und Altern. Wenn Neimans Behauptungen Anklang finden, könnten sie beeinflussen, wie Fitnesstrainer Programme gestalten, wie medizinisches Personal Patienten mit chronischen Schmerzen berät und wie Einzelpersonen ihre persönlichen Wellness-Reisen angehen. Die Herausforderung des Buches an konventionelle Weisheiten kommt zu einer Zeit, in der die Fitnessbranche sich weiterentwickelt, mit zunehmender Aufmerksamkeit für Erholung, Mobilität und nachhaltige Praktiken neben traditionellen Hochintensitätsansätzen.

