Notarzt fordert systemische Verbesserungen in der Notfallversorgung

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Notarzt fordert systemische Verbesserungen in der Notfallversorgung

Dr. Gianluca Cerri, ein Notarzt mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung, setzt sich für wesentliche Verbesserungen in den Notfallversorgungssystemen, der Führung und den Frühinterventionsstrategien ein. Sein Appell erfolgt angesichts des zunehmenden Drucks auf Notaufnahmen, die in den USA jährlich über 130 Millionen Besuche verzeichnen, und der anhaltenden Schließung von Krankenhäusern in ländlichen Gebieten, von denen seit 2005 mehr als 180 geschlossen wurden.

Cerri argumentiert, dass der Erfolg in der Notfallmedizin mehr von Vorbereitung und klaren Systemen abhängt als allein von schneller Reaktion. Er stellt fest, dass bei klaren Systemen Teams besser arbeiten und Patienten sicherer sind. Diese Perspektive gründet auf seiner umfangreichen Erfahrung als ehemaliger Oberarzt, Notarzt in ländlichen Gebieten und klinischer Ausbilder, wo er beobachtete, dass viele Versorgungsfehler auf Systemprobleme und nicht auf individuelle Fehler des medizinischen Personals zurückzuführen sind.

Forschungsergebnisse unterstützen Cerris Fokus auf systemische Verbesserungen. Eine 2022 in BMJ Quality & Safety veröffentlichte Studie ergab, dass Kommunikationsprobleme und Systemineffizienzen zu fast 30 % der schwerwiegenden medizinischen Fehler in Krankenhäusern beitragen. Notaufnahmen sind aufgrund ihres schnellen und unvorhersehbaren Charakters besonders anfällig für diese Probleme.

Ein zentraler Bestandteil von Cerris Engagement ist die Bedeutung der Frühintervention, insbesondere für Patienten mit suchtbedingten Krisen. Angesichts von mehr als 80.000 opioidbedingten Todesfällen in den USA im Jahr 2023 betont er, dass der Notaufnahmebesuch eine entscheidende Gelegenheit darstellt. Cerri weist darauf hin, dass Patienten, die unmittelbar nach einer Überdosis eine evidenzbasierte Behandlung beginnen, doppelt so wahrscheinlich in der Behandlung bleiben wie solche, die nur Überweisungen erhalten.

Über die klinische Versorgung hinaus konzentriert sich Cerri auf die Mentoring der nächsten Ärztegeneration und lehrt, dass Führung unter Druck genauso wichtig ist wie technisches Können. Dieser Fokus auf Führung erfolgt vor dem Hintergrund hoher Burnout-Raten bei Ärzten, wobei in den letzten Jahren fast 63 % der Ärzte Burnout-Symptome meldeten und die Notfallmedizin zu den am stärksten betroffenen Fachgebieten zählt. Cerri glaubt, dass starke Systeme sowohl Patienten als auch medizinisches Personal schützen.

Cerri skizziert konkrete Maßnahmen, die verschiedene Akteure zur Verbesserung der Notfallversorgung ergreifen können. Medizinisches Fachpersonal sollte sich während jeder Schicht auf klare Kommunikation, Vorbereitung und Teamunterstützung konzentrieren. Krankenhausleitungen müssen Arbeitsabläufe überprüfen und Reibungen beseitigen, die die Versorgung verlangsamen oder Verwirrung stiften. Gemeinden sollten Sucht als medizinische Erkrankung verstehen und frühzeitige, evidenzbasierte Behandlung unterstützen. Patienten und Familien sollten Fragen stellen, Klarheit suchen und sich für Behandlungspläne einsetzen, bevor sie die Notaufnahme verlassen.

Die Implikationen von Cerris Engagement erstrecken sich über das gesamte Gesundheitssystem. Verbesserte Notfallversorgungssysteme könnten zu besseren Behandlungsergebnissen, reduzierten medizinischen Fehlern und verringertem Burnout beim medizinischen Personal führen. Für ländliche und unterversorgte Gemeinden, die mit Krankenhausschließungen konfrontiert sind, könnten stärkere Systeme dazu beitragen, trotz begrenzter Ressourcen eine qualitativ hochwertige Versorgung aufrechtzuerhalten. Der Fokus auf Frühintervention bei Suchtkrisen adressiert eine bedeutende Herausforderung der öffentlichen Gesundheit mit dem Potenzial, Überdosis-Todesfälle zu reduzieren und langfristige Genesungsergebnisse zu verbessern.

Cerris Botschaft stellt einen Wandel dar, wie Notfallmedizin konzipiert und praktiziert wird – weg von reaktivem Krisenmanagement hin zu proaktivem Systemdesign und Führungsentwicklung. Dieser Ansatz könnte die medizinische Ausbildung, Krankenhausverwaltung und Gesundheitspolitik beeinflussen und möglicherweise widerstandsfähigere Gesundheitssysteme schaffen, die besser für aktuelle und zukünftige Herausforderungen gerüstet sind. Das vollständige Interview finden Sie unter https://www.24-7pressrelease.com/.

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Das Redaktionsteam Burstable.News

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