Krebsforscherin Chun Ju Chang plädiert für verstärkte Mentorenprogramme zur Stärkung wissenschaftlicher Entdeckungen

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Krebsforscherin Chun Ju Chang plädiert für verstärkte Mentorenprogramme zur Stärkung wissenschaftlicher Entdeckungen

Professorin Chun Ju Chang, eine renommierte Krebsbiologin und Pädagogin, weist auf die dringende Notwendigkeit stärkerer Mentorenprogramme und besserer Ausbildung in der Krebsforschung hin. Mit jahrzehntelanger Erfahrung an führenden Institutionen in den USA und Taiwan setzt sich Chang für einen stärkeren Fokus auf die Ausbildung, Unterstützung und Anleitung junger Wissenschaftler in den frühen Phasen ihrer Karriere ein. Sie behauptet, dass Krebsforschung grundlegend von Menschen abhängt, nicht nur von Ausrüstung oder Finanzierung, und dass die Investition von Zeit und Aufmerksamkeit in aktuelle Forscher für den zukünftigen wissenschaftlichen Fortschritt unerlässlich ist.

Dieser Aufruf zum Handeln kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die Weltgesundheitsorganisation prognostiziert, dass die globalen Krebsfälle bis 2040 auf 28 Millionen pro Jahr ansteigen werden, was den Druck auf Forschungssysteme weltweit erhöht. Gleichzeitig zeigen Studien, dass viele Nachwuchswissenschaftler die Forschung innerhalb ihres ersten Jahrzehnts aufgrund von Burnout, unzureichender Anleitung und unklaren Karrierewegen verlassen. In Nature veröffentlichte Forschungsergebnisse zeigen, dass Nachwuchswissenschaftler mit starken Mentoren doppelt so häufig hochrangige Studien veröffentlichen und langfristig in Forschungspositionen bleiben. Trotz dieser Erkenntnisse bleiben strukturierte Mentorenprogramme zwischen Institutionen inkonsistent.

Chang hat diese Lücke in ihrer eigenen Karriere direkt beobachtet, die bedeutende Institutionen wie die UCLA, das University of Texas MD Anderson Cancer Center und das Roswell Park Comprehensive Cancer Center in New York umfasst. Derzeit ist sie Professorin an der China Medical University in Taiwan, wo sie Forschungsleitung mit praktischer Lehre verbindet. Chang glaubt, dass effektives Mentoring mehr als nur technische Fähigkeiten vermittelt; es fördert Urteilsvermögen, Resilienz und Selbstvertrauen. Sie stellt fest, dass Experimente häufig scheitern und die Fähigkeit, ruhig Probleme zu lösen, eher auf Anleitung als auf Lehrbüchern basiert.

Mentoring hat auch erhebliche Auswirkungen auf Vielfalt und Inklusion in der Wissenschaft. Laut UNESCO sind weltweit weniger als 30 % der Forscher Frauen, mit noch geringerer Repräsentation in Führungspositionen. Chang betrachtet Mentoring als ein wirksames Instrument für Veränderung und erklärt, dass Talente überall vorhanden sind, aber konsequente Unterstützung oft fehlt. Wenn sich Menschen anerkannt und angeleitet fühlen, bleiben sie mit größerer Wahrscheinlichkeit dabei und leisten sinnvolle Beiträge. Darüber hinaus produzieren gut betreute Teams tendenziell klarere Daten, machen weniger Fehler und arbeiten effektiver zusammen, was sich direkt auf Qualität und Tempo der Krebsforschung auswirkt.

Anstatt sich ausschließlich auf politische Reformen oder institutionelle Vorgaben zu konzentrieren, betont Chang persönliches Handeln. Sie ermutigt Menschen in Bildung, Wissenschaft und der breiteren Gemeinschaft, praktische Schritte zu unternehmen, wie Neugier bei Schülern zu fördern, Wissen offen zu teilen – insbesondere Lektionen aus Fehlern –, informelle Anleitung für Nachwuchsforscher anzubieten, inklusive Umgebungen zu fördern und Wissenschaftsbildung durch verschiedene Programme zu unterstützen. Chang argumentiert, dass kleine, kumulative Handlungen einen erheblichen Unterschied machen können und möglicherweise verhindern, dass vielversprechende Forscher in schwierigen Momenten ihre Karriere aufgeben.

Da die Krebsforschung zunehmend komplexer wird, erwartet Chang, dass Mentoring noch wichtiger werden wird. Sie schließt daraus, dass sich zwar wissenschaftliche Methoden weiterentwickeln werden, der Bedarf an effektiver Anleitung jedoch konstant bleiben wird, und dass die Priorisierung von Mentorenprogrammen größeres Potenzial im Kampf gegen Krebs freisetzen könnte.

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Das Redaktionsteam Burstable.News

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