Judith S. Hochman erhält Research Achievement Award 2025 für bahnbrechende kardiologische Forschung
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Judith S. Hochman, M.D., FAHA, leitende Dekanin für klinische Wissenschaften und Gründungsdirektorin des Cardiovascular Clinical Research Center an der NYU Grossman School of Medicine in New York City, erhält den Research Achievement Award 2025 während der Scientific Sessions 2025 der American Heart Association. Die Auszeichnung wird ihr während der Eröffnungssitzung am 9. November 2025 in New Orleans überreicht, wie auf New Media Wire berichtet wird.
Dr. Hochmans Karriere ist geprägt von ihrer Rolle als Hauptuntersucherin und Studienleiterin mehrerer wegweisender internationaler Studien, die durch das National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI) finanziert wurden und direkt die globalen klinischen Praxisrichtlinien in der Kardiologie beeinflusst haben. Stacey E. Rosen, M.D., FAHA, freiwillige Präsidentin der American Heart Association 2025-2026, betonte: „Ihre Forschung hat die Patientenversorgung über das gesamte Spektrum der ischämischen Herzkrankheit direkt beeinflusst.“
Zu den bedeutendsten Studien unter Dr. Hochmans Leitung zählen die Occluded Artery Trial (OAT), die SHOCK Trial und die International Study of Comparative Health Effectiveness with Medical and Invasive Approaches (ISCHEMIA Trial). Die OAT-Studie baute auf experimenteller Forschung in Tiermodellen auf, zeigte jedoch keinen klinischen Nutzen für späte Angioplastie bei stabilen Patienten nach Myokardinfarkt. Die bahnbrechende SHOCK-Studie etablierte dagegen einen klaren Überlebensvorteil durch frühe Revaskularisation bei Patienten mit kardiogenem Schock nach akutem Herzinfarkt, was zu einer 13-prozentigen Reduktion der Mortalitätsrate nach einem Jahr führte.
Die jüngste ISCHEMIA-Studie verglich invasive versus konservative Behandlungsstrategien bei stabiler koronarer Herzkrankheit und fand zwar keine signifikanten Unterschiede in der Gesamtsterblichkeit, jedoch substantielle Verbesserungen der Lebensqualität bei Patienten mit Angina pectoris unter invasiver Behandlung. Diese drei Studien führten zu neuen bzw. überarbeiteten Empfehlungen in den gemeinsamen klinischen Richtlinien der American Heart Association/American College of Cardiology sowie anderer internationaler medizinischer Organisationen.
Neben ihrer Forschung zur Revaskularisation gilt Dr. Hochman als Pionierin in der kardiovaskulären Frauengesundheit. In der Thrombolysis In Myocardial Infarction IIIb (TIMI IIIb) Studie untersuchte sie als eine der Ersten Geschlechtsunterschiede bei Frauen mit akuten Koronarsyndromen und erkannte die hohe Inzidenz von Frauen ohne obstruktive Koronarerkrankung. Ihre Führungsrollen im Beratungsausschuss der Women’s Health Initiative der National Institutes of Health unterstreichen ihr anhaltendes Engagement für die Förderung der Frauengesundheit.
Dr. Hochman erklärte zur Auszeichnung: „Es ist eine wahre Ehre, von der American Heart Association anerkannt zu werden. Ich hatte das Glück, mit einer außergewöhnlichen Gemeinschaft von Forschern zusammenzuarbeiten, und gemeinsam haben wir zur evidenzbasierten Versorgung beigetragen.“ Ihr jahrzehntelanges Engagement für die Herzgesellschaft umfasst Dienst in zahlreichen Ausschüssen, darunter dem Science Advisory Coordinating Committee und dem Women in Cardiology Committee. Bereits 2023 erhielt sie den American Heart Association Distinguished Scientist Award und den Council on Clinical Cardiology Distinguished Achievement Award.
Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung evidenzbasierter Forschung für die klinische Praxis und zeigt, wie langjährige wissenschaftliche Arbeit direkte Auswirkungen auf Patientenoutcomes weltweit haben kann. Dr. Hochmans Forschung hat nicht nur Behandlungspraktiken verändert, sondern auch grundlegende Erkenntnisse über Geschlechtsunterschiede in der Kardiologie geliefert, was zu einer präziseren und personalisierten Patientenversorgung beigetragen hat.
