Sethera Therapeutics enthüllt enzymatische Plattform für neuartige Peptidtherapeutika
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Sethera Therapeutics hat in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) peer-reviewte Ergebnisse veröffentlicht, die eine enzymatische Vernetzungsplattform beschreiben, die dauerhafte Thioether-„Klammern“ bildet und Peptide in arzneimittelähnliche zyklische Architekturen einschließt. Die Plattform funktioniert über ein breites Spektrum von Substraten hinweg, einschließlich Sequenzen, die vollständig aus nicht-natürlichen Bausteinen aufgebaut sind, und bietet damit außergewöhnliche Vielseitigkeit, erweitert den zugänglichen chemischen Raum und ermöglicht die Entwicklung von Peptidtherapeutika der nächsten Generation.
Die in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte Arbeit mit dem Titel „Diverse Thioether Macrocyclized Peptides Through a Radical SAM Maturase“ wurde von Sethera Therapeutics und Mitarbeitern der Chemieabteilung der University of Utah verfasst. Karsten Eastman, PhD, CEO und Mitbegründer von Sethera, verglich die Technologie mit einem präzisen „molekularen Hefter“, der neue Peptidstrukturen architektiert und sie in stabile, arzneimittelähnliche Formen einschließt.
Im Gegensatz zu Disulfidbindungen, die in vielen natürlichen Peptiden wie Insulin vorkommen, sind die Thioether-Klammern von Sethera chemisch robust und protease-resistent, was die Stabilität und das pharmakologische Verhalten verbessert und möglicherweise die orale Verabreichung unterstützt. Das Team demonstrierte die Rekonstruktion anspruchsvoller makrozyklischer Gerüste, die häufig zur Erzielung passiver Zellpermeabilität verwendet werden, und erreichte in einem einzigen enzymatischen Schritt, was typischerweise komplexe mehrstufige Synthesechemie erfordert.
Vahe Bandarian, PhD, Professor für Chemie und Associate Provost für missionsorientierte Planung an der University of Utah und Mitbegründer von Sethera, betonte die Bedeutung der Grundlagenforschung und verwies auf das translationale Ökosystem in Utah sowie die anhaltende Unterstützung durch die NIH in der grundlegenden Chemie und Enzymologie. Die Plattform zeigt einen breiten Substratbereich mit präziser Bindungsplatzierung, was Wissenschaftler als kontrollierte „Promiskuität“ bezeichnen, und akzeptiert nicht-natürliche Bausteine wie D-Aminosäuren, β-Aminosäuren und N-Methylreste.
Diese Entwicklung hat erhebliche Auswirkungen auf die pharmazeutische Industrie und die Patientenversorgung, da Peptidtherapeutika wie GLP-1-Analoga und Insuline eine wachsende Rolle in der Medizin spielen. Durch die Erschließung neuer Designmöglichkeiten und präzise architektonische Kontrolle ist Sethera gut positioniert, um die nächste Welle der Innovation in der Peptidtherapie anzuführen und möglicherweise die Behandlung zahlreicher Erkrankungen zu verbessern.
