UNC-Forscher entwickeln sicherere Immuntherapie für akute myeloische Leukämie

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UNC-Forscher entwickeln sicherere Immuntherapie für akute myeloische Leukämie

Forscher der University of North Carolina haben einen neuen Immuntherapie-Ansatz entwickelt, der eine sicherere und wirksamere Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML), einer tödlichen Blutkrebserkrankung, bieten könnte. Das Team unter der Leitung des Immunologen Gianpietro Dotti und des Hämatologen Paul Armistead entwickelte Immunzellen, die Krebszellen zerstören können, während gesundes Blutgewebe unbeschädigt bleibt. Damit wird eine wesentliche Einschränkung bestehender Therapien überwunden, die oft Schwierigkeiten haben, zwischen bösartigen und normalen Zellen zu unterscheiden.

Die im Fachjournal Blood veröffentlichten Ergebnisse stellen einen bedeutenden Fortschritt in der Krebsimmuntherapie dar. Standardbehandlungen für AML wie Chemotherapie und Stammzelltransplantation können hochgiftig sein und Rückfälle oft nicht verhindern. Der neue Ansatz, bei dem Immunzellen genetisch verändert werden, um AML-Zellen zu erkennen und anzugreifen, ohne gesunde Blutzellen zu schädigen, könnte zu gezielteren und weniger schädlichen Behandlungen führen.

„Die Fähigkeit, Krebszellen von normalen Zellen zu trennen, war eine große Herausforderung bei der Behandlung von AML“, stellten die Forscher fest. Ihre manipulierten Immunzellen sind so konzipiert, dass sie spezifisch Antigene auf Leukämiezellen angreifen, während gesunde hämatopoetische Stammzellen geschont werden. Diese Präzision könnte Nebenwirkungen reduzieren und die Behandlungsergebnisse verbessern.

Die potenziellen Auswirkungen dieser Forschung gehen über AML hinaus. Die Studie könnte den Weg für ähnliche Ansätze gegen andere Krebsarten ebnen, insbesondere solche, bei denen gesunde und krebsartige Zellen schwer zu unterscheiden sind. Weitere Forschungen könnten laut den Wissenschaftlern zu noch fortschrittlicheren, nebenwirkungsfreien Krebstherapien führen.

Unternehmen wie Calidi Biotherapeutics Inc. (NYSE American: CLDI) konzentrieren sich ebenfalls auf die Entwicklung innovativer Krebsbehandlungen, was ein wachsendes Brancheninteresse an Immuntherapien der nächsten Generation zeigt. Die Arbeit des UNC-Teams wird jedoch speziell für ihr Potenzial hervorgehoben, die AML-Behandlung direkt zu verbessern, eine Krankheit mit einer Fünf-Jahres-Überlebensrate von nur etwa 30 %.

Die Veröffentlichung der Studie in Blood, einer führenden hämatologischen Fachzeitschrift, unterstreicht ihre Bedeutung für die medizinische Gemeinschaft. Wenn sich die Ergebnisse in klinischen Studien bestätigen, könnte dieser Ansatz Patienten mit AML neue Hoffnung geben, insbesondere älteren Patienten oder solchen, bei denen nach einer Standardtherapie ein Rückfall aufgetreten ist.

Diese Forschung wurde am Lineberger Comprehensive Cancer Center der University of North Carolina mit Unterstützung der National Institutes of Health und anderer Finanzierungsquellen durchgeführt. Die Ergebnisse werden voraussichtlich in zukünftige klinische Studien einfließen und die Therapie näher an die Anwendung bei Patienten bringen.

Das Redaktionsteam Burstable.News

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