Der Vorstand der Leifheit AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Ziele und Kernelemente des FOCUS-Leistungsprogramms beschlossen, einer strategischen Initiative zur nachhaltigen Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, Rentabilität und Widerstandsfähigkeit des Konzerns. Das Programm umfasst den Abbau von Stellen, die Einführung eines neuen Betriebsmodells, die Straffung der Konzernstrukturen und die Digitalisierung wichtiger Prozesse. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Komplexität zu reduzieren, Entscheidungsprozesse zu verkürzen und die Kostenbasis langfristig zu senken.
Alexander Reindler, CEO der Leifheit AG, erklärte: „Wir stellen die Leifheit-Gruppe auf ein strukturell verändertes Marktumfeld ein. Dies erfordert kurzfristige Anpassungen unserer Organisation, um langfristig erfolgreicher zu sein. Mit FOCUS machen wir Leifheit einfacher, schneller und kundenorientierter. Wir wollen unsere Effektivität steigern und mit einer agilen Organisation die Grundlage für nachhaltiges, profitables Wachstum legen.“
Die organisatorischen Änderungen werden voraussichtlich einen konzernweiten Abbau von bis zu 70 Stellen von rund 960 Mitarbeitern erfordern, wovon etwa 360 in Deutschland beschäftigt sind. Die Umsetzung erfolgt schrittweise in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern, um soziale Verantwortung zu gewährleisten. Das FOCUS-Programm soll bereits im Geschäftsjahr 2027 positive Effekte zeigen und ab dem Geschäftsjahr 2028 zu nachhaltigen, wiederkehrenden jährlichen Kosteneinsparungen von 7,5 Millionen Euro führen. Die Umsetzungskosten, einschließlich Personal- und anderer Betriebskosten, werden auf insgesamt bis zu 9,6 Millionen Euro geschätzt, von denen rund 5,4 Millionen Euro das Ergebnis 2026 belasten werden.
Im ersten Halbjahr 2026 war Leifheit mit einem rückläufigen Markt und schwacher Konsumstimmung konfrontiert. Der vorläufige Konzernumsatz erreichte 116,3 Millionen Euro, gegenüber 123,4 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf –2,7 Millionen Euro fiel, verglichen mit 2,0 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Reindler kommentierte: „Unsere Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal blieb hinter unseren Erwartungen zurück. Umso wichtiger ist es, jetzt entschlossen zu handeln: Mit FOCUS verbessern wir die operative Effizienz und Widerstandsfähigkeit des Konzerns. Gleichzeitig treiben wir unsere strategischen Wachstumsinitiativen konsequent voran – durch Innovationen in unseren Kernsegmenten, wie den Ausbau unserer erfolgreichen Black Line und die Einführung des Pegasus Rock Solid Standtrockners, sowie verstärkte Marketingaktivitäten in Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern.“
Angesichts des rückläufigen Marktes und der Entwicklung im ersten Halbjahr hat der Vorstand seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 angepasst. Der Konzernumsatz wird nun voraussichtlich leicht unter dem Vorjahreswert von 236,2 Millionen Euro liegen, verglichen mit dem zuvor prognostizierten leichten Wachstum. Das EBIT für 2026 wird nun aufgrund von Sondereffekten aus dem Leistungsprogramm bei 0 Millionen Euro erwartet, gegenüber der bisherigen Prognose von 10,0 Millionen Euro. Ohne diese Effekte wird ein EBIT vor Sondereffekten von 5,4 Millionen Euro erwartet. Der Free Cashflow wird nun bei 0 Millionen Euro prognostiziert, gegenüber der bisherigen Erwartung von 6,4 Millionen Euro. Das FOCUS-Programm soll die Grundlage für eine nachhaltig verbesserte Rentabilität legen.
Weitere Informationen zu Leifheit finden Sie online unter www.leifheit-group.com, www.leifheit.de und www.soehnle.de.
