Eine neue Studie, die in der renommierten Zeitschrift Circulation der American Heart Association veröffentlicht wurde, zeigt, dass der Konsum von zuckerhaltigen Getränken und Fruchtsäften in der Kindheit und Jugend das Risiko, im Erwachsenenalter Bluthochdruck zu entwickeln, signifikant erhöhen kann. Die Forschung, die über 25.000 Teilnehmer bis zu 25 Jahre lang begleitete, unterstreicht die langfristigen gesundheitlichen Folgen früher Ernährungsgewohnheiten.
Die leitende Studienautorin Vasanti Malik, Sc.D., M.Sc., außerordentliche Professorin an der Universität von Toronto, betonte, dass „Ernährungsgewohnheiten im frühen Leben lang anhaltende gesundheitliche Konsequenzen haben können“. Bluthochdruck wird zunehmend in jüngeren Jahren diagnostiziert, weshalb eine frühzeitige Prävention entscheidend ist. Die Erkrankung kann zu schwerwiegenden Ereignissen wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen, so die American Heart Association.
Die Analyse umfasste Teilnehmer der Growing Up Today Study (GUTS), die zu Beginn zwischen 9 und 16 Jahre alt waren. Die Forscher bewerteten den Konsum von zuckerhaltigen Getränken (Limonaden, Punsch, Limonaden, Tees und Sportgetränke), Fruchtsäften und ganzen Früchten mittels Fragebögen zur Nahrungsmittelhäufigkeit. Die Teilnehmer wurden von 1996 bis 2021 beobachtet, wobei die Diagnosen von Bluthochdruck bis 2021 selbst berichtet wurden.
Die wichtigsten Ergebnisse zeigten, dass diejenigen, die zwei oder mehr Portionen zuckerhaltiger Getränke pro Tag konsumierten, ein 52 % höheres Risiko hatten, Bluthochdruck zu entwickeln, verglichen mit denen, die weniger als drei Portionen pro Woche zu sich nahmen. Jede tägliche Portion Limonade war mit einem 23 % höheren Risiko verbunden, und Sportgetränke mit einem 36 % höheren Risiko. Bei Fruchtsaft erhöhte der Konsum von 1,5 oder mehr Portionen pro Tag das Risiko um 35 %. Insbesondere jede tägliche Portion Orangensaft war mit einem 20 % höheren Risiko verbunden, während Apfel- und andere Säfte keinen signifikanten Zusammenhang zeigten. Die Forscher wiesen auf eine mögliche Fehlklassifizierung von Orangengeschmacksgetränken mit zugesetztem Zucker als Orangensaft hin.
Die Studie bot jedoch auch ermutigende Nachrichten: Der Ersatz einer täglichen Portion zuckerhaltiger Getränke durch ganze Früchte war mit einem 22 % niedrigeren Risiko für Bluthochdruck verbunden, und der Ersatz von Fruchtsaft durch ganze Früchte senkte das Risiko um 19 %. Der Ersatz von zuckerhaltigen Getränken durch Milch oder Wasser senkte das Risiko um bis zu 13 %, obwohl für den Ersatz von Fruchtsaft durch Milch oder Wasser kein signifikanter Vorteil gefunden wurde.
Diese Zusammenhänge waren unabhängig von der allgemeinen Ernährungsqualität, körperlicher Aktivität und anderen Faktoren. Malik riet, zuckerhaltige Getränke einzuschränken, und merkte an, dass „Fruchtsaftkonsum in geringen Mengen harmlos sein kann, aber in höheren Mengen schädlich ist“. Sie betonte, dass Fruchtsaft zu 100 % aus Saft bestehen und in Maßen konsumiert werden sollte, wobei ganze Früchte bevorzugt werden.
Die Studie steht im Einklang mit der Ernährungsleitlinie 2026 der American Heart Association zur Verbesserung der Herz-Kreislauf-Gesundheit, die eine Minimierung von zugesetztem Zucker fordert. Dr. Amit Khera, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für die Erstellung der Ernährungsleitlinie, stellte fest, dass die Ergebnisse falsche Vorstellungen über die Vorteile von Fruchtsaft in Frage stellen. „Diese Studie zeigt, dass weder zuckerhaltige Getränke noch Fruchtsaft harmlos sind, während ganze Früchte schützend wirken“, sagte er.
Die Studienpopulation war überwiegend weiß (96 %), aber Dr. Khera wies darauf hin, dass nicht-hispanische Schwarze und hispanische Bevölkerungsgruppen den höchsten Konsum von zuckerhaltigen Getränken aufweisen, was diese Ergebnisse für diese Gruppen besonders relevant macht. Die American Heart Association befürwortet Maßnahmen wie Steuern auf zuckerhaltige Getränke, verbesserte Ernährungsstandards in Schulen und Verbesserungen des Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP), um den Konsum zu reduzieren.
Zu den Einschränkungen der Studie gehören die Abhängigkeit von selbstberichteter Nahrungsaufnahme und Blutdruckdiagnosen sowie die Unfähigkeit, Ursache und Wirkung festzustellen. Dennoch liefern die Ergebnisse starke Belege dafür, dass frühe Ernährungsentscheidungen lang anhaltende Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben. Das vollständige Manuskript ist online verfügbar.
