Joshua Chefec plädiert für vielfältiges Denken als Schlüssel zu besseren Entscheidungen

Joshua Chefec plädiert für vielfältiges Denken als Schlüssel zu besseren Entscheidungen

Joshua Chefec, zuvor Commercial Banking Executive bei J.P. Morgan und jetzt Commercial Banking Leader bei KeyBank in New York, macht auf den Wert von vielfältigem Denken und intellektueller Neugier in einer zunehmend komplexen Welt aufmerksam. Aus langjähriger Erfahrung mit Unternehmen verschiedener Branchen schöpfend, glaubt Chefec, dass eine der heute am meisten übersehenen Fähigkeiten die Fähigkeit ist, aktiv nach Perspektiven zu suchen, die sich von unseren eigenen unterscheiden.

„Wenn ich ein Team aufbaue, möchte ich sicherstellen, dass es eine Vielfalt an Gedanken gibt“, sagt Chefec. „So trifft man bessere Entscheidungen.“ Da Arbeitsplätze spezialisierter werden und Informationen zunehmend durch Algorithmen und persönliche Netzwerke gefiltert werden, glaubt Chefec, dass viele Menschen ihr Wachstum riskieren, indem sie sich mit denselben Ansichten umgeben. „Die besten Ideen kommen oft von Menschen, die die Dinge anders sehen als man selbst“, fügt er hinzu. „Wenn alle genau gleich denken, übersieht man wahrscheinlich etwas.“

Die Forschung zeigt weiterhin, dass unterschiedliche Perspektiven zu besseren Ergebnissen führen. Laut Cloverpop treffen inklusive Teams bis zu 87 Prozent der Zeit bessere Geschäftsentscheidungen. Eine Studie von McKinsey & Company ergab, dass Organisationen mit größerer Vielfalt mit höherer Wahrscheinlichkeit finanziell besser abschneiden. In der Harvard Business Review veröffentlichte Forschung zeigte, dass Teams, die verschiedenen Standpunkten ausgesetzt sind, eher Annahmen hinterfragen und bessere Lösungen finden.

Chefec glaubt, dass diese Vorteile weit über den Arbeitsplatz hinausgehen. „Ob man Karriereentscheidungen, persönliche Entscheidungen oder Geschäftsentscheidungen trifft, es hilft, Standpunkte zu hören, die die eigenen in Frage stellen“, sagt er. Im Laufe seiner Karriere hat Chefec mit Unternehmen aus Branchen wie Verbrauchereinzelhandel, Fertigung, Medien und professionellen Dienstleistungen zusammengearbeitet. Er führt einen Großteil seiner beruflichen Entwicklung auf den Kontakt mit Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Erfahrungen und Problemlösungsansätzen zurück. „Man lernt mehr, wenn man bereit ist zuzuhören, als wenn man darauf wartet zu sprechen“, merkt er an.

Chefec glaubt auch, dass Neugier in einer sich schnell verändernden Welt zu einer immer wichtigeren Fähigkeit geworden ist. Laut dem Workplace Learning Report von LinkedIn gehören Lernagilität und Neugier zu den wertvollsten Eigenschaften, die Arbeitgeber bei zukünftigen Führungskräften suchen. Das Weltwirtschaftsforum identifiziert kritisches Denken und aktives Lernen ebenfalls als zwei der wichtigsten Arbeitsplatzkompetenzen der Zukunft. „Man sollte nie das Gefühl haben, schon alles zu wissen“, sagt Chefec. „Die Menschen, die weiterlernen, sind normalerweise diejenigen, die weiter wachsen.“ Anstatt sich ausschließlich auf Fachwissen zu konzentrieren, ermutigt er Fachleute, offen für neue Ideen und Erfahrungen zu bleiben. „Ich habe gelernt, dass Wachstum oft aus Situationen entsteht, in denen man sich unwohl fühlt oder mit etwas Unvertrautem umgeht“, fügt er hinzu.

Chefec glaubt, dass die Entwicklung breiterer Perspektiven keine großen Veränderungen erfordert. Stattdessen ermutigt er Einzelpersonen, kleine Anpassungen in ihrem täglichen Ablauf vorzunehmen: Standpunkte von Menschen außerhalb ihrer Branche lesen, Gespräche mit Menschen unterschiedlicher Herkunft führen, mehr Fragen stellen, bevor sie Schlussfolgerungen ziehen, und offen bleiben, ihre Meinung zu ändern, wenn neue Informationen präsentiert werden. „Wachstum kommt nicht immer davon, die Antworten zu haben“, sagt er. „Manchmal kommt es davon, bessere Fragen zu stellen.“

Chefec ermutigt Fachleute, Studenten und lebenslange Lernende, im nächsten Monat bewusst jede Woche eine neue Perspektive zu suchen. Dies könnte das Lesen einer anderen Publikation, den Besuch einer neuen Veranstaltung, das Gespräch mit jemandem außerhalb des eigenen Fachgebiets oder einfach das aufmerksamere Zuhören in Gesprächen sein. „Das Ziel ist nicht, mit jedem übereinzustimmen“, sagt er. „Das Ziel ist, mehr zu verstehen, als man zuvor verstanden hat.“ Da sich Branchen weiterentwickeln und Informationen immer reichhaltiger werden, glaubt Chefec, dass vielfältiges Denken eine der wichtigsten Gewohnheiten sein könnte, die Menschen entwickeln können. „Bessere Entscheidungen beginnen mit breiteren Perspektiven“, schließt er.

Das Redaktionsteam Burstable.News

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