Der Immobilienmarkt in Houston hat in den letzten sechs Jahren eine bemerkenswerte Stabilität gezeigt und in mehreren Schlüsselkennzahlen die nationalen Trends übertroffen. Laut einem aktuellen Bericht der Houston Association of Realtors stiegen die Verkäufe von Einfamilienhäusern im Großraum Houston im vergangenen Jahr um 3,7 % – ein deutlicher Kontrast zum nationalen Rückgang der Bestandsverkäufe um 3,6 %. Die Zahl der schwebenden Verkäufe stieg im Vergleich zum Vorjahr um über 12 %, was auf anhaltendes Käuferinteresse hindeutet. Allerdings sanken die mittleren Hauspreise um 1,5 % auf 330.000 $, und die durchschnittliche Vermarktungsdauer stieg um fünf Tage auf 67 Tage.
Die Erschwinglichkeit war ein Lichtblick für potenzielle Hauskäufer in Houston. Joe Huber von Alchemist Real Estate merkte an: „In 17 der letzten 20 Monate hat sich die Erschwinglichkeit für potenzielle Hauskäufer in Houston verbessert. Allein diese Nachricht verleiht dem Markt große Zuversicht.“ Besonders auffällig ist, dass die Hauspreise in Katy im Vergleich zum Vorjahr um etwa 12.000 $ gefallen sind, was teilweise darauf zurückzuführen ist, dass Käufer aufgrund des begrenzten Angebots überhöhte Gebote abgegeben hatten. Das letzte „normale“ Jahr für den Hausverkauf in Houston war 2019, vor der Pandemie. Im letzten Monat wurden 7.644 Einheiten verkauft, ein Anstieg von 2 % gegenüber 2019, was auf einen stabileren Wohnungsmarkt hindeutet.
Die nationale Wohnungslandschaft war volatil: Die Verkäufe erreichten 2021 ein 14-Jahres-Hoch, bevor sie 2025 auf fast 30-Jahres-Tiefs fielen. Insgesamt lagen die Bestandsverkäufe in den USA im Jahr 2025 um 24 % niedriger als 2019. Die nationalen mittleren Hauspreise stiegen von 271.900 $ im Jahr 2019 auf 407.600 $ im Jahr 2025, angetrieben durch anhaltende Angebotsengpässe. Im Gegensatz dazu verbesserte sich der Lagerbestand in Houston auf 4,7 Monate, ein leichter Anstieg gegenüber 4,5 Monaten im Vorjahr und über dem nationalen Niveau von 3,8 Monaten.
Raymond Campbell von Houston Home Buyers äußerte sich verhalten optimistisch: „Der Immobilienmarkt in Houston war ein stabiler Teil der Wirtschaft von Greater Houston, und wir erwarten, dass er langsam Fahrt aufnimmt, sobald der Iran-Krieg endet und die Hypothekenzinsen sowie die Energiepreise sinken.“
Herausforderungen bleiben bestehen, darunter hohe Hypothekenzinsen, Inflation, schlechtes Verbrauchervertrauen und geopolitische Spannungen. Bundesweit haben ein Drittel aller Verkäufer ihre Preise gesenkt, um einen Deal abzuschließen – einer der höchsten Prozentsätze seit Aufzeichnungsbeginn. Der Sun Belt führt bei Preissenkungen: Austin mit 55 %, Dallas mit 47 % sowie Tampa und Fort Lauderdale mit jeweils 45 %. In Houston fielen die Kürzungen jedoch weniger drastisch aus.
Der Markt für Reihenhäuser und Eigentumswohnungen hat weiterhin zu kämpfen: Die Verkäufe stiegen leicht, aber die mittleren Preise sanken um über 4 %, und der Lagerbestand schwoll auf 8,2 Monate an, gegenüber 6,8 Monaten im Vorjahr. Trotz dieser Gegenwinde sind die Frühjahrs- und Sommermonate traditionell aktiv für Hauskäufer und -verkäufer in Houston. Wie Campbell anmerkte: „Der Iran-Krieg wird auf die eine oder andere Weise enden, und Immobilien werden wieder im Fokus der Hauskäufer in Houston stehen.“
Weitere Informationen finden Sie unter Houston Home Buyers.
