Eine hochrangige Delegation der Sonderverwaltungsregion Hongkong unter der Leitung von Chief Executive John Lee ist von einem Besuch in Kasachstan und Usbekistan mit 96 bilateralen Absichtserklärungen und Abkommen zurückgekehrt, was auf eine vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Zentralasien, Hongkong und dem chinesischen Festland hindeutet.
Die Wirtschaftsdelegation, bestehend aus über 70 Vertretern von Unternehmen aus Hongkong und dem Festland, reiste vom 31. Mai bis 5. Juni in die beiden zentralasiatischen Länder. Während des Besuchs wurden auf Regierungsebene jeweils 15 Kooperationsdokumente mit Kasachstan und Usbekistan unterzeichnet. Die Abkommen decken ein breites Spektrum von Branchen ab, von Dienstleistungen bis hin zu Schwerindustrien wie Bergbau und Infrastrukturentwicklung.
„Die Beispiele für Abkommen und Zusammenarbeit sind so zahlreich, dass sie vom Dienstleistungssektor bis hin zu Schwerindustrien wie Bergbau und Infrastrukturentwicklung reichen“, sagte Herr Lee. „Ich denke, die Grenzen sind unbegrenzt.“
Die Ergebnisse unterstreichen Hongkongs Rolle als funktionale Plattform für die Belt and Road Initiative, wobei die Stadt als „Superverbinder“ und „Super-Mehrwertschaffer“ fungiert, um eine breitere Zusammenarbeit zu fördern. Herr Lee betonte die Bedeutung Kasachstans als Handels- und Logistikdrehscheibe, die China und Europa verbindet, und wies darauf hin, dass die Belt and Road Initiative dort erstmals vorgeschlagen wurde und Kasachstan Hongkongs größter Handelspartner in Zentralasien ist. Er verwies auch auf Usbekistans strategische Lage im Herzen des asiatisch-europäischen Korridors, die Möglichkeiten in den Bereichen Logistik, Eisenbahnentwicklung und Frachtabfertigung bietet.
Herr Lee ermutigte zentralasiatische Unternehmen, die Vorteile Hongkongs im Rahmen des Prinzips „Ein Land, zwei Systeme“ zu nutzen, das der Stadt ein eigenes Wirtschafts-, Sozial-, Rechts-, Gesetzgebungs- und Justizsystem verleiht. „Wir sind die einzige Common-Law-Rechtsordnung in China. Wir haben unsere eigene Währung, ohne Kapital- oder Devisenkontrollen. Wir sind außerdem ein separates Zollgebiet“, sagte er.
Aufbauend auf dem Erfolg der Delegation begrüßte Herr Lee den kasachischen Vizepremierminister Kanat Bozumbayev am 10. Juni in Hongkong. Am folgenden Tag nahmen sie am Alatau City Investment Round Table teil, bei dem Herr Lee drei Wege aufzeigte, wie Hongkong zur Entwicklung der innovativen, hochtechnologischen Alatau City beitragen könnte: als Tor zu globalem Kapital; als Tor zum chinesischen Festland und zur Greater Bay Area; und als Partner bei Talenten und Technologie.
„Wir teilen eine Entwicklungsperspektive mit Alatau City und Kasachstan“, sagte Herr Lee. „Heute, genau hier und jetzt, ist eine goldene Gelegenheit, unsere beiden Volkswirtschaften näher zusammenzubringen.“ Er äußerte die Hoffnung, dass Hongkong und Kasachstan komplementäre Vorteile und eine koordinierte Entwicklung in verschiedenen Sektoren erreichen könnten, und begrüßte kasachische Unternehmen, die Finanz- und Innovationsplattformen Hongkongs sowie seine weltweit führenden professionellen Dienstleistungen nutzen, um Geschäftsmöglichkeiten zu erkunden.
Der Besuch unterstreicht Hongkongs strategische Rolle bei der Verbindung Zentralasiens mit globalen Märkten, was den Handels- und Investitionsfluss potenziell steigern könnte. Für die Leser könnte diese Entwicklung erhöhte Chancen für Unternehmen in Branchen wie Finanzen, Logistik und Technologie bedeuten, da Hongkong seine Position als Drehscheibe für die Belt and Road Zusammenarbeit stärkt.
