Frauen sehen sich steigendem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gegenüber, warnt neuer Bericht

Frauen sehen sich steigendem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gegenüber, warnt neuer Bericht

Eine neue wissenschaftliche Stellungnahme der American Heart Association, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Circulation, prognostiziert, dass bis 2050 6 von 10 US-Frauen mindestens eine Form von Herz-Kreislauf-Erkrankung (CVD) haben werden. Der Bericht hebt alarmierende Anstiege von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und Fettleibigkeit hervor, die den Anstieg von CVD bei Frauen und Mädchen befeuern.

Bis 2050 könnten fast 32 % der Mädchen im Alter von 2 bis 19 Jahren fettleibig sein, was die Auswirkungen auf jüngere Generationen unterstreicht. Die Ergebnisse deuten auf Anstiege aller CVD-Typen hin, einschließlich Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern und Schlaganfall.

„Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen und bleiben ihr Gesundheitsrisiko Nummer eins insgesamt“, sagte Stacey E. Rosen, M.D., FAHA, freiwillige Präsidentin der American Heart Association und Exekutivdirektorin des Katz Institute for Women's Health sowie leitende Vizepräsidentin für Frauengesundheit bei Northwell Health. „Während viele Menschen denken mögen, dass Erkrankungen wie Bluthochdruck nur bei älteren Frauen auftreten, wissen wir, dass dies nicht der Fall ist. Wir wissen, dass die Faktoren, die zu Herzkrankheit und Schlaganfall beitragen, bereits früh im Leben beginnen, sogar bei jungen Frauen und Mädchen.“

Die Auswirkungen sind noch größer bei Frauen, die unter negativen sozialen Determinanten der Gesundheit wie Armut, geringer Bildung, ländlichem Wohnsitz und anderen psychosozialen Stressfaktoren leiden. Die Identifizierung dieser Trends ist entscheidend, um sinnvolle Veränderungen zu bewirken, die den Verlauf umkehren können.

Es gibt jedoch auch positive Nachrichten: Die Raten von hohem Cholesterin werden voraussichtlich bei fast allen Frauengruppen sinken, und es werden Verbesserungen bei einigen Gesundheitsverhaltensweisen erwartet, die sich auf CVD auswirken, darunter gesündere Ernährung, mehr körperliche Aktivität und weniger Rauchen.

Der effizienteste und effektivste Weg, die Prävalenz von CVD zu reduzieren, ist die Prävention durch Priorisierung einer optimalen Gesundheit mittels der vier Gesundheitsverhaltensweisen (besser essen, aktiver sein, auf Tabak verzichten und gesunden Schlaf bekommen) und der vier Gesundheitsfaktoren (Gewicht kontrollieren, Cholesterin kontrollieren, Blutzucker kontrollieren und Blutdruck kontrollieren), die die Life's Essential 8 der American Heart Association bilden.

Gesundheitsverhaltensweisen sollten gesunde Entscheidungen an den Orten fördern, an denen Menschen lernen, leben und versorgt werden, wie Schulen, Gemeindezentren, Kinderarztpraxen und gynäkologische Praxen. Digitale Werkzeuge können positive Lebensstiländerungen fördern und verstärken. Die frühzeitige Behandlung chronischer Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Fettleibigkeit kann einen Unterschied machen, insbesondere bei Frauen mit höherem Risiko. Die Zusammenarbeit mit Gesundheitsteams zur Priorisierung langfristiger Unterstützung, einschließlich früher Kontrolluntersuchungen, teamorientierter Versorgung und digitaler Werkzeuge, ist unerlässlich.

Jede Lebensphase bietet die Möglichkeit, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Herzgesundheit zu schützen. Kinderärzte sollten beispielsweise wissen, dass frühe Menstruationsperioden auf ein höheres zukünftiges kardiovaskuläres Risiko hinweisen können. Eine koordinierte Versorgung über Fachgebiete hinweg sollte vor, während und nach der Schwangerschaft integriert werden. Die Forschung sollte weiter untersuchen, wie Lebensstiländerungen und Hormontherapie in den Wechseljahren die Herzgesundheit von Frauen beeinflussen.

Gesundheitssysteme sollten berücksichtigen, wie soziale Herausforderungen – wie Zugang zu gesunden Lebensmitteln, Transport oder sicherem Wohnraum – mit medizinischen Risiken kombiniert werden, und Interventionen entwickeln, die die Herzgesundheit in jedem Umfeld verbessern. Den vollständigen Bericht und weitere Ratschläge für ein gesundes Herz finden Sie auf Heart.org.

Das Redaktionsteam Burstable.News

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