Das ESG-Symposium 2026 geht unter dem Motto „ASEAN in Action: Powering Inclusive Green Transition“ vom Dialog zum regionalen Handeln über. Die von SCG gemeinsam mit dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und Partnern aus allen Sektoren organisierte Veranstaltung baut auf den Vorschlägen des letzten Jahres auf, um drei zentrale Agenden voranzutreiben: Energiewende, gerechter Übergang und Klimaanpassung. Sie verknüpft diese Agenden mit der Public–Private–People-Partnership (4P)-Zusammenarbeit, um von der Politik zur Umsetzung in Unternehmen und lokalen Gemeinschaften überzugehen und Lehren aus Thailand auf andere ASEAN-Kontexte zu übertragen. Die Veranstaltung bringt Führungskräfte und Expertinnen und Experten aus Regierung, Wirtschaft, Finanzwesen, internationalen Organisationen und Wissenschaft zusammen, um Energiesicherheit, Klimaanpassung sowie die Schaffung einer grünen Wirtschaft und grüner Arbeitsplätze zu thematisieren. Wie von Media OutReach Newswire berichtet, dient das Symposium als regionale Plattform für den Wissensaustausch und die Gestaltung von Antworten auf die Herausforderungen ASEANs.
Herr Joe Phelan, Executive Director – Asia Pacific beim WBCSD, betonte: „Der Nachhaltigkeitswandel ist mit Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und Investitionen verbunden, was sowohl eine große Herausforderung als auch eine wichtige Chance für ASEAN darstellt. Der Schlüssel liegt darin, Politik, Investitionen, Technologie und Menschen durch die Zusammenarbeit von Regierung, Wirtschaft, Finanzsektor und Gemeinschaften zu verbinden, um ASEAN langfristig zu nachhaltigem Wachstum zu führen.“ In Thailand wird erwartet, dass der Wirtschaftssektor KMU und Unternehmer dabei unterstützt, sich an die grüne Wirtschaft anzupassen. Dr. Phacharaphot Nuntramas, Chefvolkswirt der Krungthai Bank und Ökonom des JSCCIB, bemerkte: „Thailand muss den grünen Wandel als Chance nutzen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und zukünftige Investitionen anzuziehen. Der Schlüssel liegt in der End-to-End-Umsetzung und der Schaffung eines inklusiven Übergangs, bei dem große Unternehmen ihren Lieferketten-KMU helfen, sich anzupassen und gemeinsam zu wachsen.“ Er fügte hinzu, dass das Joint Standing Committee on Commerce, Industry and Banking (JSCCIB) bereit sei, Vorschläge über die Plattform Reinvent Thailand voranzutreiben.
Die drei Agenden spiegeln Fortschritte und neue Herausforderungen wider. Bei der Energiewende zielten die Vorschläge des letzten Jahres darauf ab, den Zugang zu erneuerbarem Strom durch Third Party Access (TPA), Direct PPA und den Abbau regulatorischer Hürden zu ermöglichen. In diesem Jahr konzentrieren sich die Diskussionen auf die Verbesserung der Kapazität und Flexibilität der Stromnetze, netzbildende Technologie und die Anpassung des Power Development Plan (PDP) an die künftige Nachfrage. Auch neue Technologien wie Small Modular Reactors (SMR) und Biokraftstoffe sowie die Zusammenarbeit auf ASEAN-Ebene durch das ASEAN Power Grid werden erwogen. Dr. Areeporn Asawinpongphan, Research Fellow für Energiepolitik am TDRI, schlug ein Energiesystem vor, das Sicherheit, wettbewerbsfähige Kosten und Dekarbonisierung in Einklang bringt, und empfahl widerstandsfähige Infrastruktur, mehr Solar- und Bioenergie, Netzaubau und Marktliberalisierung.
Beim gerechten Übergang wurden KMU zuvor durch Wissen und Instrumente wie NZAP und Go Together unterstützt. In diesem Jahr kommen zusätzliche Ansätze wie Funding Connect und SME Green Transition Plus für industrielle KMU hinzu, die Unternehmern den Zugang zu Wissen, Technologie, Finanzierung und Geschäftsmöglichkeiten erleichtern. Herr Veerachai Monsintorn, stellvertretender Vorsitzender der FTI, schlug vor, die Unterstützung auf die Anpassungsfähigkeit der Unternehmer zuzuschneiden und mit einer Pilotgruppe zu beginnen, um einen umfassenden Prototyp zu erstellen, der Wissen, Technologie, Fähigkeiten, Standards, Marktzugang und Finanzierung über Funding Connect abdeckt, bevor er skaliert wird.
Bei der Klimaanpassung wird aufbauend auf der Water-Resilience-Diskussion des letzten Jahres der Fokus auf eine KI-Simulationsplattform zur Bewertung von Hochwasserrisiken und der Anfälligkeit von Infrastruktur ausgeweitet, mit Plänen, sie öffentlich zugänglich zu machen und ein ASEAN-weites Risk Mapping und Simulation voranzutreiben. Assistenzprofessor Dr. Pongsak Suttinon von der Chulalongkorn-Universität schlug einen Wandel von der Reaktion nach Katastrophen hin zur Vorausschau vor und regte ein One Water Data Center an, um Wasser-Daten, Prognosen und Frühwarnsysteme mit lokalen Gemeinschaften zu integrieren, zusammen mit Investitionen in dual-use Infrastruktur und eine Wasserwirtschaft, um Verluste zu reduzieren und die Geschäftskontinuität zu sichern.
Herr Thammasak Sethaudom, President und CEO von SCG, sagte: „Aus den Vorschlägen und Maßnahmen des vergangenen Jahres sehen wir nun klare Fortschritte in allen drei Agenden. Die zentrale Herausforderung besteht heute darin, das, was wir über viele Jahre gelernt und getan haben, breiter zu skalieren. Wir haben gesehen, dass die Public–Private–People-Partnership, also 4P, echte Ergebnisse liefern kann: Der öffentliche Sektor schafft Bedingungen, die Maßnahmen begünstigen, der private Sektor bringt Technologie und Kapital ein, um zu experimentieren, und der Sektor der Menschen beteiligt sich an der Definition der Bedürfnisse jedes Gebiets – der Area-Based Approach. Ausgehend von den Erfahrungen in der Provinz Saraburi sollten wir dieses 4P-Modell auf andere Gebiete übertragen, indem wir zunächst die Bedürfnisse und Probleme jedes Gebiets untersuchen und geeignete Partner identifizieren, damit Lehren in konkrete Maßnahmen umgesetzt und die Zusammenarbeit mit anderen Ländern ausgeweitet werden kann.“
Die Implikationen für ASEAN sind erheblich. Durch die Operationalisierung des 4P-Modells soll das Symposium einen grünen Wandel beschleunigen, der die regionale Wettbewerbsfähigkeit stärkt, Investitionen anzieht und Resilienz gegen Klimafolgen aufbaut. Für Unternehmen, insbesondere KMU, bieten die Initiativen Wege zu Finanzierung, Technologie und Märkten und fördern inklusives Wachstum. Für politische Entscheidungsträger unterstreicht die Betonung von Energiesicherheit und Anpassung die Notwendigkeit integrierter Strategien. Bei erfolgreicher Skalierung könnte dieser kollaborative Ansatz als Blaupause für andere Regionen dienen und zeigen, wie Multi-Stakeholder-Partnerschaften greifbare Fortschritte in Richtung der Ziele für nachhaltige Entwicklung erzielen können.
