Ein neues Arbeitsmarktanalyse-Projekt mit dem Titel „Where You Work Matters“ bewertet 1.750 der größten US-amerikanischen Arbeitgeber auf der Grundlage der tatsächlichen Karriereergebnisse ihrer Mitarbeiter. Das Projekt, entwickelt vom Burning Glass Institute in Zusammenarbeit mit der Schultz Family Foundation, analysiert eine Datenbank mit 12 Millionen Karriereverläufen, um Aufstiegsgeschwindigkeit, Mitarbeiterbindung, Gehaltsentwicklung und bedauerliche Fluktuation zu messen. Die Ergebnisse sind besonders aktuell, da Einstiegspositionen erodieren und KI die Einstellungspraxis verändert – mit erheblichen Auswirkungen auf HR-Verantwortliche, Arbeitnehmer und Arbeitssuchende.
Die Forschung, die in der neuesten Episode des Podcasts „You Should Know“ mit Moderator William Tincup von WRKdefined diskutiert wurde, zeigt, dass nur 22 der 1.750 Unternehmen in allen gemessenen Kategorien die Platin-Bewertung erreichten. Dies deutet darauf hin, dass die meisten Arbeitgeber bei der Bereitstellung konsistenter Karriereaufstiegsmöglichkeiten hinterherhinken. So wurden beispielsweise unter den Hunderten von Unternehmen, die Finanzanalysten beschäftigen, nur 27 in den Phasen „frühe Karriere“, „Wachstum“ und „Stabilität“ als großartig bewertet, und nur sechs davon waren im Bank- oder Finanzdienstleistungssektor tätig. Zu den herausragenden Unternehmen gehörten General Mills, Liberty Mutual und Nike. Bei Whole Foods schneiden Lebensmittelzubereiter überraschend gut ab, weil zubereitete Lebensmittel die Gewinnmargen treiben – ein Hinweis auf branchenspezifische Dynamiken.
Matt Sigelman, Präsident des Burning Glass Institute, erläuterte die Methodik in einfachen Worten und durchdrang die Marketingbehauptungen der Arbeitgeber, um sich auf empirische Ergebnisse zu konzentrieren. „Wenn zwei Personen in derselben Rolle bei direkten Konkurrenzunternehmen starten, wie wahrscheinlich ist es, dass jeder aufsteigt? Wie wahrscheinlich ist es, dass jeder bleibt? Wie verändert sich ihr Gehalt im Laufe der Zeit?“, fragte Sigelman und beschrieb damit die Kernfrage hinter dem American Opportunity Index und dessen Nachfolgeprojekt. Dieser Ansatz bietet eine transparente, datengetriebene Sicht auf die Karrieremobilität, die es Arbeitnehmern ermöglicht, fundierte Entscheidungen zu treffen, und Arbeitgebern, ihre Praktiken zu vergleichen.
Das Gespräch befasste sich auch mit dem Konzept des „Mobilitätsmuskels“ und wie Unternehmen wie Procter & Gamble, Lockheed Martin, Salesforce, Apple und Whole Foods Rolle für Rolle abschneiden. Rajiv Chandrasekaran, Geschäftsführer der Schultz Family Foundation, verwies auf Gespräche mit CHROs der am besten bewerteten Unternehmen, die auf gezielte Manager-gespräche über Karriereverläufe als Praxis hinweisen, die Spitzenreiter von Nachzüglern unterscheidet. Dies deutet darauf hin, dass Karriereentwicklung nicht nur eine Funktion formaler Programme ist, sondern von alltäglichen Managementpraktiken abhängt.
William Tincup widersprach der konventionellen HR-Weisheit und argumentierte, dass bedauerliche Fluktuation, nicht die rohe Fluktuation, die Kennzahl ist, die zählt. Sigelman und Chandrasekaran stimmten zu und fügten hinzu, dass Transparenz auch den Arbeitnehmern zugutekommt. Die Forschung hebt auch das Verschwinden von Einstiegsjobs hervor, das in einem kürzlich erschienenen Artikel der Harvard Business Review thematisiert wurde und die zukünftige Talentpipeline bedroht. Die Website bietet nun ein Berufsfinder-Tool für den Jahrgang 2026, das rund 6.000 hoch bewertete Einstiegspositionen sichtbar macht und damit eine praktische Ressource für Arbeitssuchende darstellt.
Die Ergebnisse haben tiefgreifende Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Für Arbeitnehmer ermöglichen die Daten, Arbeitgeber zu wählen, die wirklich in ihr Wachstum investieren. Für Arbeitgeber dienen die Bewertungen als Weckruf, ihre Praktiken der Karriereentwicklung zu verbessern, um Talente zu halten und wettbewerbsfähig zu bleiben. Für politische Entscheidungsträger und Bildungseinrichtungen erfordert die Erosion von Einstiegspositionen einen erneuten Fokus auf Ausbildung und Wege, die den sich entwickelnden Arbeitsanforderungen entsprechen.
Der vollständige Datensatz von „Where You Work Matters“ kann unter whereyouworkmatters.org erkundet werden. Die Episode ist jetzt überall verfügbar, wo Podcasts angeboten werden, und bietet einen tiefen Einblick in Methodik und Ergebnisse. Während sich der Arbeitsmarkt weiterentwickelt, wird das Verständnis darüber, welche Arbeitgeber wirklich Karrieren fördern, nicht nur zu einer Frage der individuellen Wahl, sondern zu einem entscheidenden Faktor für die Gestaltung einer widerstandsfähigen und gerechten Wirtschaft.
