Die 2G Energy AG, ein führender Hersteller von Blockheizkraftwerken (BHKW) und Wärmepumpen, gab bekannt, dass sie im dritten Quartal 2026 erneut Aufträge im Wert von über 400 Mio. EUR akquirieren konnte. Das Unternehmen führt diese starke Leistung vor allem auf sein Rechenzentrumsgeschäft zurück, das weiterhin massives Wachstum vorantreibt, während nahezu alle anderen Segmente und Regionen ebenfalls deutliche Zuwächse verzeichneten.
Den größten Beitrag leistete ein Großauftrag eines Rechenzentrumskunden über 275 MW containerisierte Kraftwerke, der die Gesamtproduktion von 2G im Geschäftsjahr 2025 übersteigt. Wie bei Großaufträgen üblich, verbuchte 2G den Auftrag erst nach Vertragsunterzeichnung und Eingang einer Anzahlung, die in diesem Fall im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich lag. Darüber hinaus wurde ein bereits angekündigter Großauftrag aus dem Bergbausektor im Juli abgeschlossen. Auch die traditionellen Märkte und Segmente des Unternehmens, einschließlich des Wärmepumpengeschäfts, zeigten eine ermutigende Entwicklung, teilweise mit zweistelligen Wachstumsraten. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet 2G weiterhin einen Wärmepumpen-Auftragseingang von bis zu 30 Mio. EUR.
Aufgrund dieser außergewöhnlich positiven Entwicklung hat der Vorstand seine Umsatzprognose für 2027 auf 600 bis 650 Mio. EUR angehoben, gegenüber der bisherigen Guidance von 570 bis 620 Mio. EUR. Erstmals gab das Unternehmen auch eine Umsatzprognose für 2028 ab, die 750 bis 850 Mio. EUR vorsieht. Dies impliziert ein Wachstum von 22,5 % bis 33 % im Jahresvergleich für 2027, basierend auf der unveränderten Umsatzerwartung von 490 Mio. EUR für 2026. Die EBIT-Marge soll ab 2027 über 11 % liegen. Die Prognose für 2028 spiegelt ein erwartetes überdurchschnittliches Wachstum von mindestens 100 Mio. EUR und möglicherweise bis zu 250 Mio. EUR wider. Die neue Montagehalle am Standort Heek, die Ende 2027 in Betrieb gehen soll, sowie der schrittweise Personalausbau unterstützen das obere Ende dieser Spanne.
Für das erste Halbjahr 2026 meldete 2G eine Gesamtleistung von 184,0 Mio. EUR, ein Rückgang von 4,7 % gegenüber 193,0 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum, der von ungewöhnlich kurzfristigen Aufträgen für die Ukraine profitiert hatte. Der Umsatz mit Neuanlagen sank um 36,4 % auf 52,7 Mio. EUR, während der Serviceumsatz nur um 4,3 % auf 83,5 Mio. EUR zurückging. Die EBIT-Marge für das Halbjahr betrug 0,6 %, nach 3,3 % im Vorjahr. Trotzdem verbesserte sich die Liquidität des Unternehmens deutlich auf 29,3 Mio. EUR zum 30. Juni 2026, verglichen mit 0,1 Mio. EUR Ende 2025.
Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bleibt unverändert am oberen Ende der Spanne, mit einem Umsatz von 490 Mio. EUR und einer EBIT-Marge von 9,5 % bis 10,5 %. Die Arbeiten am ersten großen Rechenzentrumsauftrag verlaufen planmäßig, die Lieferung von Geräten und Systemen soll im vierten Quartal beginnen. Die Umsatzrealisierung erfolgt sukzessive, sobald einzelne Kraftwerke in den Vereinigten Staaten eintreffen. Darüber hinaus gewinnt die Umsatzrealisierung aus dem Biomasse-Paket im deutschen Markt deutlich an Dynamik.
Die 2G Energy AG, gegründet 1995 mit Hauptsitz in Heek, Deutschland, beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter und ist in über 60 Ländern tätig. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Nettoumsatz von 398,4 Mio. EUR. Die Aktien sind im Scale-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Weitere Informationen finden Sie unter www.2-g.com oder lesen Sie die Originalmitteilung auf www.newmediawire.com.
Die Auswirkungen dieser Ankündigung sind bedeutend für die Energiebranche und Investoren. Die massiven Rechenzentrumsaufträge unterstreichen die wachsende Nachfrage nach zuverlässigen, dezentralen Stromlösungen zur Unterstützung digitaler Infrastruktur – ein Trend, der sich mit steigendem Datenverbrauch beschleunigen könnte. Die angehobene Guidance von 2G signalisiert Vertrauen in anhaltendes Wachstum, was die Aktie stärken und weitere Investitionen anziehen könnte. Der Fokus des Unternehmens auf effiziente BHKW und Wärmepumpen steht im Einklang mit globalen Dekarbonisierungszielen und positioniert es gut in der Energiewende. Während 2G die Produktion hochfährt und Kapazitäten erweitert, könnte es einen Maßstab für andere in der Branche setzen und Wettbewerb sowie Innovation vorantreiben.
