Gewerbeimmobilien haben sich durch bedeutende technologische Veränderungen der letzten drei Jahrzehnte weitgehend unverändert gehalten, wobei Makler weiterhin mehrere unverbundene Systeme jonglieren, trotz Digitalisierungsbemühungen. Laut Dan Mosher, Mitgründer und CEO von DealGround, rührt dieser Widerstand von der grundlegenden Natur der Branche als beziehungsbasiertes Feld her, wo Daten traditionell als strategischer Vorteil dienten, was zu einer Kultur des Datenhortens führte, die eine langsame, stückweise Technologieeinführung prägte.
Dieser fragmentierte Ansatz hat zu dem geführt, was Mosher das "Fünf-System-Problem" nennt, bei dem erfahrene Makler komplexe Arbeitsabläufe mit mehreren Tools bewältigen. Sie beginnen typischerweise in einem System, ziehen Daten in ein anderes, nutzen manchmal ChatGPT, geben Ergebnisse in Kartierungstools ein, wechseln zu verschiedenen Systemen für Kontaktinformationen und prüfen schließlich ihr CRM, bevor sie einen einzigen informierten Anruf tätigen. Das Kernproblem war laut Mosher nie ein Mangel an Technologie, sondern vielmehr das Fehlen von Integration zwischen spezialisierten Tools, das Makler zwang, als verbindendes Gewebe zwischen disparaten Systemen zu dienen.
Die aktuelle Transformation unterscheidet sich grundlegend von früheren Technologiewellen, weil künstliche Intelligenz besonders geeignet ist, die spezifischen Datenherausforderungen von Gewerbeimmobilien zu bewältigen. "Die unstrukturierten Daten, die Gewerbeimmobilien definieren – Angebotsmemoranden, Excel-Tabellen, Mietverträge, Gutachten, Due-Diligence-Materialien, Objektnotizen, Kontaktinformationen – das ist fast genau das, wofür KI geschaffen wurde", erklärt Mosher. Die jahrzehntelang angesammelten unordentlichen, abgeschotteten, unstrukturierten Daten der Branche stellen nun eine Chance dar, keine Barriere, da große Sprachmodelle genau diese Art von Informationen hervorragend synthetisieren können.
DealGround wurde speziell entwickelt, um diese Fragmentierung anzugehen, indem eine zentralisierte Plattform geschaffen wurde, auf der Makler, Investoren und Analysten private Daten konsolidieren, auf öffentliche Eigentums- und Grundbuchakten zugreifen und alles über eine einzige KI-gestützte Oberfläche abfragen können. Die Plattform zielt darauf ab, die umfassende Datenbank zu werden, die alle Immobilienentwicklungen verfolgt, einschließlich neuer Mieter, Mietabläufe, Mietsteigerungen und Darlehensfälligkeiten an einem Ort. Wie Mosher es beschreibt: "Immobilien sind lebendige, atmende Organismen. DealGround bewegt sich mit ihnen im Laufe der Zeit."
Dies stellt dar, was Mosher die dritte Welle der Gewerbeimmobilientransformation nennt, bei der der gesamte Technologie-Stack zusammengeführt wird, anstatt einfach KI-Funktionen zu bestehenden Arbeitsabläufen hinzuzufügen. Die vorgestellte Zukunft besteht aus einem integrierten System, das das gesamte Maklerwissen enthält, relevante Erkenntnisse zum richtigen Zeitpunkt bereitstellt und es Fachleuten ermöglicht, sich auf beziehungsaufbauende und abschlussorientierte Aktivitäten zu konzentrieren, bei denen menschliche Interaktion Softwarefähigkeiten überlegen bleibt.
Die praktischen Auswirkungen für die Branche sind erheblich, mit dem Potenzial, den Fokus der Makler von administrativen Aufgaben auf strategische Beziehungsentwicklung zu verlagern. "Das Ziel ist, dass Makler mehr Zeit für Beziehungen und weniger Zeit für administrative Fußarbeit aufwenden", erklärt Mosher. Das System kann automatisch wichtige Entwicklungen wie bevorstehende Mietabläufe oder Darlehensfälligkeiten kennzeichnen, sodass Makler Eigentümer mit zeitnahen, fundierten Vorschlägen kontaktieren können. Nach jahrzehntelanger technologischer Verzögerung glaubt Mosher, dass die notwendigen Bedingungen für eine echte Transformation nun existieren: umfassende Datenverfügbarkeit, ausgereifte KI-Tools und wachsende Bereitschaft der Makler, effizientere Ansätze zu erkunden. Weitere Informationen zur Plattform sind verfügbar unter https://www.dealground.com.
Diese Verschiebung stellt mehr dar als Technologieeinführung; sie signalisiert eine grundlegende Veränderung, wie Gewerbeimmobilienfachleute Informationen nutzen. Die Fragmentierung, die zuvor die Effizienz behinderte, dient nun als Grundlage für KI-gestützte Lösungen, die disparate Datenquellen verarbeiten und verbinden können. Für eine Branche, die auf persönlichen Beziehungen und proprietären Informationen aufbaut, stellt das Aufkommen von Tools, die jahrzehntelange unstrukturierte Daten synthetisieren können, während sie die beziehungsfokussierte Arbeit der Makler bewahren, eine entscheidende Entwicklung in der technologischen Evolution von Gewerbeimmobilien dar.

