Heidelberg Pharma AG wird vielversprechende präklinische Daten für seinen Antikörper-Wirkstoff-Konjugat HDP-103 gegen metastasierten kastrationsresistenten Prostatakrebs auf der Jahrestagung der American Association of Cancer Research 2026 präsentieren. Die Präsentation mit dem Titel „HDP-103, ein auf Amanitin basierender, PSMA-zielgerichteter ADC, ist auch in schwer zu behandelnden patientenabgeleiteten Xenograft-Modellen mit heterogener PSMA-Expression wirksam“ findet während der Sitzung „Antibody-Drug Conjugates and Linker Engineering 4“ am 21. April statt. Das Abstract ist verfügbar unter https://www.abstractsonline.com/pp8/#!/21436/presentation/5438.
Die Daten zeigen, dass HDP-103 eine zielspezifische Bindung in humanem Gewebe aufweist und eine robuste, anhaltende antitumorale Aktivität in patientenabgeleiteten Xenograft-Modellen zeigt, die mCRPC repräsentieren. Dies umfasst Wirksamkeit in Tumoren mit heterogener PSMA-Expression und solchen mit einer del(17p)-genetischen Veränderung. In diesen anspruchsvollen Modellen war der auf Amanitin basierende HDP-103 einem anti-PSMA-Exatecan-ADC überlegen, was das Potenzial seines einzigartigen Wirkmechanismus unterstreicht.
Sicherheitsbewertungen in nicht-menschlichen Primaten zeigten unerwünschte Ereignisse, die auf bekannte Off-Target-Effekte von auf Amanitin basierenden ADCs beschränkt waren und hauptsächlich Leber und Nieren betrafen. Diese Effekte werden als vorübergehend beschrieben und können leicht überwacht werden. Pharmakokinetische Daten zeigten stabile ADC-Spiegel im Kreislauf, keine Hinweise auf Arzneimittelakkumulation, keine geschlechtsspezifischen Unterschiede und Dosislinearität, was zu einem günstigen Halbwertszeitprofil beiträgt.
Die Kombination aus potenter antitumoraler Wirksamkeit und einem beherrschbaren Sicherheitsprofil führt zu einem therapeutischen Index für HDP-103, der im Bereich anderer für solide Tumoren zugelassener oder in Entwicklung befindlicher ADCs liegt. Dieses Profil unterstützt die weitere klinische Entwicklung von HDP-103 als neuartige Behandlung für mCRPC. Die ATAC-Technologieplattform des Unternehmens nutzt Amanitin, eine Verbindung aus dem Grünen Knollenblätterpilz, die eine neue therapeutische Modalität in der Onkologie darstellt. Weitere Informationen zum Unternehmen sind verfügbar unter https://www.heidelberg-pharma.com.
Die Implikationen dieser Ankündigung sind bedeutsam für das onkologische Fachgebiet und Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs. Metastasierter kastrationsresistenter Prostatakrebs bleibt eine schwer zu behandelnde Erkrankung mit begrenzten Optionen, insbesondere für Patienten mit spezifischen genetischen Profilen wie del(17p), die eine Population mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf darstellen. Die präsentierten Daten deuten darauf hin, dass HDP-103 diese Lücke schließen könnte. Der Erfolg dieses Kandidaten könnte die proprietäre ATAC-Plattform von Heidelberg Pharma validieren, die auch weitere Kandidaten für multiples Myelom und Non-Hodgkin-Lymphom in Entwicklung hat. Für die Biotechnologiebranche lösen positive Daten auf einer großen Konferenz wie der AACR oft Partnerschaftsgespräche und Investitionsinteresse aus, was den Weg des Medikaments zu klinischen Studien und letztlich zu Patienten beschleunigen könnte.

