Künstliche Intelligenz ist laut neuer Forschung von HR.com offiziell zur Top-Priorität für Personalabteilungen im Jahr 2026 geworden. Die Hot Topics Survey 2026 zeigt, dass 36 % der Personalverantwortlichen KI nun als ihr wichtigstes Thema für das kommende Jahr nennen. Dies markiert eine bedeutende Verschiebung der Branchenschwerpunkte und signalisiert das Ende der Experimentierphase mit KI im Personalwesen.
Die jährliche Umfrage, die globale Personalprioritäten verfolgt, zeigt den dramatischen Aufstieg der KI von Position 22 im Jahr 2023 auf Platz 9 in 2024, Platz 3 in 2025 und schließlich auf den Spitzenplatz in diesem Jahr. Dieser Verlauf deutet darauf hin, dass Personalabteilungen die anfängliche Erkundungsphase hinter sich gelassen haben und sich nun auf flächendeckende Implementierung, Automatisierung administrativer Aufgaben und datengestützte Entscheidungsfindung konzentrieren. Debbie McGrath, CEO von HR.com, betonte, dass sich Personalabteilungen die Verzögerung der KI-Implementierung nicht mehr leisten können. Sie wies darauf hin, dass KI nahezu jede Personalmanagementfunktion betrifft und die Art und Weise verändern wird, wie die meisten Angestelltentätigkeiten in gesamten Organisationen ausgeführt werden.
Die Umfragedaten platzieren KI deutlich vor dem zweitplatzierten Thema Führungskräfteentwicklung, das 27 % der Nennungen erhielt. Führungskräfteentwicklung hatte 2025 den Spitzenplatz inne, ist nun aber wieder auf Platz 2 zurückgekehrt, den sie bereits 2024 belegte. Diese Verschiebung zeigt, dass Führung zwar weiterhin entscheidend bleibt, Unternehmen jedoch von allgemeiner Führungsschulung zu spezialisiertem Management hybrider und KI-gestützter Teams übergehen. Auch Leistungsmanagement hat eine signifikante Bewegung erfahren und ist mit 26 % der Nennungen auf Platz 3 aufgestiegen, nachdem es 2025 auf Platz 6 lag. Dieser Anstieg spiegelt wachsende Unzufriedenheit mit veralteten Bewertungssystemen und einen Trend zu Echtzeit-Feedback-Schleifen wider, die durch neue KI-Technologien verbessert werden.
Mitarbeiterbindung, die während der „Great Resignation“-Phase 2022 mit 63 % ihren Höhepunkt erreichte, hat sich mit 24 % der Nennungen auf Platz 5 stabilisiert, was auf eine Rückkehr zu einem vorhersehbareren Arbeitsmarkt hindeutet. Rechtliche und Compliance-Themen sind mit 22 % der Nennungen auf Platz 6 gestiegen, wahrscheinlich getrieben durch neue Vorschriften zu KI-Ethik, Datenschutz und sich ändernden Arbeitsgesetzen unter einer neuen US-Regierung sowie globalen regulatorischen Rahmenwerken. Die Implikationen dieser Ergebnisse legen nahe, dass von Personalverantwortlichen zunehmend erwartet wird, neben ihren traditionellen Rollen auch als „Human-Technology-Integration-Spezialisten“ zu fungieren.
Der Aufstieg von KI und Leistungsmanagement als Prioritäten zeigt, dass Unternehmensinvestitionen 2026 stark auf Software-Ersatz und Automatisierungswerkzeuge ausgerichtet sein werden, die klare Kapitalrendite demonstrieren können. Um Personalverantwortliche bei der Bewältigung dieser bedeutenden Veränderungen zu unterstützen, wird das Research Institute von HR.com 2026 eine Reihe von State-of-the-Industry-Forschungsberichten und virtuellen Veranstaltungen produzieren, die speziell auf KI-Implementierung, Leistungsmanagement der nächsten Generation und moderne Führungsstrategien abzielen. Diese Ressourcen sind über das Research Institute von HR.com verfügbar, das weltweit mehr als 2 Millionen Personalverantwortliche mit forschungsbasierten Erkenntnissen und strategischer Beratung unterstützt.

