OMRON Healthcare und UCSF starten klinische Studie zur Erkennung von Vorhofflimmern durch häusliche Blutdruckmessung

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OMRON Healthcare und UCSF starten klinische Studie zur Erkennung von Vorhofflimmern durch häusliche Blutdruckmessung

OMRON Healthcare Co., Ltd. gab den Start einer randomisierten kontrollierten Studie in Zusammenarbeit mit der University of California, San Francisco bekannt, um ein neues Modell zur Früherkennung von Vorhofflimmern bei Hypertoniepatienten mittels häuslicher Blutdruckmessung zu evaluieren. Die Studie mit dem Titel "Out-of-office Monitoring for Rhythms Of Normal versus Atrial Fibrillation: A Randomized Controlled Trial" wird etwa 1.900 Hypertoniepatienten im Alter von 60 Jahren und älter rekrutieren, die Risikofaktoren für Vorhofflimmern aufweisen.

Vorhofflimmern ist eine häufige Herzrhythmusstörung, die eng mit Alterung und Bluthochdruck verbunden ist und mit einem deutlich erhöhten Risiko für Schlaganfall, Herzinsuffizienz und kardiovaskuläre Mortalität assoziiert ist. Bis zu 40 % der Personen mit Vorhofflimmern können keine merklichen Symptome verspüren, wodurch die Erkrankung oft unerkannt bleibt, bis ernsthafte Komplikationen auftreten. Diese stille Natur der Erkrankung stellt eine bedeutende Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar, die die OMRON-AF-Studie angehen möchte.

Die vollständig ferngesteuerte klinische Studie teilt die Teilnehmer randomisiert in zwei Gruppen ein: eine Gruppe verwendet ein häusliches Blutdruckmessgerät mit OMRONs Intellisense AFib-Algorithmus, die andere Gruppe ein Standardmessgerät ohne AFib-Erkennungsfunktion. Falls potenzielle Anzeichen von Vorhofflimmern während der routinemäßigen häuslichen Blutdruckmessung erkannt werden, erhalten die Teilnehmer ein tragbares Patch-Elektrokardiogramm-Gerät zur bestätigenden Diagnose. Durch die Integration von Vorhofflimmern-Screening in bestehende Hypertonie-Behandlungswege zielt die Studie darauf ab, zu bestimmen, ob tägliche häusliche Blutdruckmessungen die Früherkennung verbessern können, ohne die Belastung für Patienten oder Gesundheitssysteme zu erhöhen.

Bei Teilnehmern, bei denen Vorhofflimmern diagnostiziert wird, wird auch das Herzinsuffizienzrisiko mittels NT-proBNP-Biomarker-Tests bewertet, während die Vorhofflimmern-Last (gemessen via Patch-EKG) mit der während der häuslichen Blutdruckmessung aufgezeichneten Episodenhäufigkeit analysiert wird. Dieser Ansatz untersucht, wie häusliches Monitoring das laufende Vorhofflimmern-Management nach der Diagnose unterstützen kann. Die Studie stellt einen innovativen Ansatz dar, bestehende Gesundheitspraktiken zu nutzen, da Hypertoniepatienten bereits regelmäßig ihren Blutdruck zu Hause messen.

"Diese Zusammenarbeit mit UCSF stellt einen wichtigen Schritt zur Integration von Vorhofflimmern-Screening in die routinemäßige Hypertonie-Behandlung dar", sagte Ayumu Okada, Präsident und CEO von OMRON Healthcare Co., Ltd. "Indem wir alltägliche häusliche Blutdruckmessgewohnheiten nutzen, möchten wir dazu beitragen, das Risiko für Schlaganfälle und Herzinsuffizienz zu reduzieren und unsere Vision 'Going for ZERO' voranzutreiben."

Professor Gregory Marcus von UCSF hob die methodische Strenge der Studie hervor und erklärte: "Im Gegensatz zu vielen anderen Studien mit verschiedenen Geräten zum Screening auf Vorhofflimmern werden wir eine randomisierte kontrollierte Studie durchführen, die eine rigorose Bewertung ermöglicht, um zu testen, ob häusliche Blutdruckmessung ein effektives Werkzeug zur Identifizierung von okkultem Vorhofflimmern sein könnte. Dieser Ansatz nutzt gängige häusliche Untersuchungen, die bereits weit verbreitet in der Hypertonie-Behandlung eingesetzt werden."

Die Studie wird ferngesteuerte Rekrutierung und Beteiligung über die OMRON Connect Mobile App nutzen, was einen effizienten Ansatz darstellt, der mobile App- und Smartphone-basierte Technologien einsetzt. Die Forscher hoffen, dass diese Forschung helfen wird, ein neues Modell zur angemesseneren Identifizierung von Vorhofflimmern bei Hochrisiko-Hypertoniepatienten zu etablieren und sie mit Diagnose und Behandlung zu verbinden, während gleichzeitig Evidenz generiert wird, die in der klinischen Praxis umgesetzt werden kann.

Bei Erfolg könnte dieser Ansatz verändern, wie Vorhofflimmern in alternden Bevölkerungsgruppen erkannt wird, und potenziell jährlich Tausende von Schlaganfällen und Herzinsuffizienzfällen verhindern. Die Integration von Vorhofflimmern-Screening in die routinemäßige Hypertonie-Behandlung könnte ein proaktiveres Gesundheitsmodell schaffen, das kardiovaskuläre Risiken identifiziert, bevor sie sich als ernsthafte medizinische Ereignisse manifestieren. Diese Forschung steht im Einklang mit breiteren Trends in der digitalen Gesundheit, die präventive Versorgung zugänglicher und in den Alltag integrierter gestalten möchten.

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Das Redaktionsteam Burstable.News

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