Arbeitsschutz-Befürworterin Tania-Joy Bartlett verbindet Respekt und Sicherheit mit der Lösung des Fachkräftemangels in Kanadas Handwerk

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Arbeitsschutz-Befürworterin Tania-Joy Bartlett verbindet Respekt und Sicherheit mit der Lösung des Fachkräftemangels in Kanadas Handwerk

Tania-Joy Bartlett, Elektromeisterin und ehemalige Inhaberin eines Vertragsunternehmens, betont, dass die Bewältigung des kritischen Fachkräftemangels in Kanada mehr erfordert als nur Ausbildungsprogramme. In einem aktuellen Interview identifiziert Bartlett die Arbeitsplatzkultur, insbesondere Sicherheit und Respekt, als grundlegende Faktoren, die darüber entscheiden, ob neue Arbeitskräfte in qualifizierte Handwerksberufe wie Bauwesen und Elektrotechnik einsteigen und darin bleiben.

Kanadas Bauindustrie steht vor einer erheblichen Arbeitskräftelücke, wobei das Construction Industry Training Board (CITB) bis 2027 einen Bedarf von über 225.000 zusätzlichen Arbeitskräften prognostiziert. Bartlett beobachtet, dass jüngere Arbeitskräfte häufig Positionen verlassen, in denen sie sich unsicher, respektlos behandelt oder nicht gehört fühlen, anstatt den Beruf selbst aufzugeben. „Die Leute wenden sich nicht von der Arbeit selbst ab“, erklärt Bartlett. „Sie wenden sich davon ab, wie sie während der Arbeit behandelt werden.“

Bartlett betrachtet Sicherheit und Respekt nicht als abstrakte Ideale, sondern als praktische, tägliche Praktiken, die sich direkt auf Produktivität und Mitarbeiterbindung auswirken. Sie nennt Beispiele aus ihrer Erfahrung, bei denen die Einführung einfacher Maßnahmen wie tägliche Check-ins und klare Kommunikation Fehler und Teamspannungen schnell reduzierten. „Ich habe erlebt, wie Teams von zerstreut zu fokussiert wurden, nur weil sie sich endlich wohl dabei fühlten, ihre Meinung zu äußern“, bemerkt sie. „Wenn sich Menschen respektiert fühlen, hören sie auf, Probleme zu verbergen.“

Diese Perspektive wird durch Daten gestützt. Die Health and Safety Executive berichtet, dass eine schlechte Arbeitsplatzkultur zu höheren Unfallraten beiträgt, wobei der Bau einen überproportionalen Anteil an tödlichen Verletzungen ausmacht. Untersuchungen zeigen auch, dass respektvolle Umgebungen eine frühere Meldung von Gefahren fördern, was dazu beiträgt, schwerwiegende Vorfälle zu verhindern.

Die Auswirkungen sind besonders bedeutsam für städtische Gebiete, in denen dichte Baustellen unter dem Druck von engen Zeitplänen, diversen Teams und öffentlicher Beobachtung arbeiten. Bartlett argumentiert, dass Führungskräfte in diesen Hochdruckumgebungen am meisten gefordert sind. „Wenn der Druck steigt, zeigt sich die Kultur“, erklärt sie. „Entweder schützt man die Menschen, oder man treibt sie so lange, bis etwas bricht.“ Die Verbesserung der Baustellenkultur stellt daher eine schnelle Methode dar, um die bestehende Belegschaft zu stabilisieren und qualifizierte Handwerksberufe für jüngere Generationen attraktiver zu machen.

Anstatt sich für umfassende politische Veränderungen einzusetzen, fordert Bartlett individuelle Verantwortung auf allen Ebenen. Vorgesetzte können ruhige, klare Kommunikation vorleben; Arbeitskräfte können Gefahren umgehend melden; Arbeitgeber können toxisches Verhalten sofort ansprechen; und Mentoren können anleiten statt einschüchtern. Eltern und Pädagogen spielen ebenfalls eine Rolle, indem sie Handwerksberufe als qualifizierte und respektierte Karrierewege darstellen. „Man braucht kein neues Regelwerk“, behauptet Bartlett. „Man braucht Menschen, die bereit sind, sich täglich angemessen zu behandeln.“

Bartletts Engagement beleuchtet eine entscheidende Schnittstelle zwischen Personalwesen und Branchenleistung. Während Kanada bestrebt ist, die Infrastrukturanforderungen zu erfüllen, könnte die Förderung von Arbeitsplätzen, an denen Sicherheit und Respekt verankert sind, ein entscheidender Faktor sein, um die Qualifikationslücke zu schließen. Dieser Ansatz zielt nicht nur darauf ab, Arbeitsunfälle zu reduzieren, sondern auch eine nachhaltigere und attraktivere Talentpipeline für essentielle Handwerksberufe aufzubauen, um sicherzustellen, dass Gemeinden über die qualifizierte Arbeitskraft verfügen, die für zukünftige Entwicklung und Instandhaltung benötigt wird.

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Das Redaktionsteam Burstable.News

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