Londons Stadtteil Holborn begrüßt einen neuen Anbieter flexibler Arbeitsplätze, der auf den Lehren aus der WeWork-Ära basiert. Alex Passler, der früher die Nordeuropa-Operationen von WeWork leitete, hat Vallists Flaggschiff-Standort im Finlaison House eröffnet – ein 30.000 Quadratfuß großer Raum, der mit einem gastgewerbeorientierten Ansatz und direkten Vermieterpartnerschaften die traditionelle Wirtschaftlichkeit von Flex-Büros herausfordert.
Das Geschäftsmodell stellt einen grundlegenden Wandel gegenüber traditionellen Anbietern dar, die Mietverträge abschließen und das damit verbundene Risiko tragen. Stattdessen arbeitet Vallist direkt mit Immobilieneigentümern über White-Label-Managementvereinbarungen zusammen. Diese Struktur beseitigt das Mietrisiko und schafft gemeinsame Anreize für Vermieter und Betreiber. „Die wichtigste Lehre war, dass ein flexibler Arbeitsplatz nur funktioniert, wenn er langfristig konzipiert ist“, erklärte Passler. „Bei WeWork war das Produkt überzeugend, aber das Modell priorisierte oft Geschwindigkeit und Größe über Langlebigkeit. Bei Vallist sind wir vom gegenteiligen Ansatz ausgegangen: Verlangsamen, mit Vermietern zusammenarbeiten und Räume gestalten, die auch in zehn oder zwanzig Jahren noch relevant und widerstandsfähig wirken.“
Der Standort Finlaison House setzt bewusst Kontraste zu typischen Flex-Räumen mit Drehkreuzen, Sicherheitsschleusen und visuellem Lärm. Der Raum betont hochwertige Materialien, akustische Trennung, natürliches Licht und Liebe zum Detail, wodurch eine Atmosphäre entsteht, die eher einem privaten Mitgliedergebäude oder einem hochwertigen Hauptsitz ähnelt. Das Angebot umfasst hochwertige private Bürosuiten neben Vallists Work-Club-Mitgliedschaft, die Zugang zu dedizierten Co-Working-Bereichen, Designer-Lounges und buchbaren Besprechungsräumen ohne traditionelle Mietverpflichtungen bietet.
In der Nähe von Londons Royal Courts of Justice gelegen und umgeben von großen Anwaltskanzleien, richtet sich der Standort gezielt an Rechts-, Finanzdienstleistungs- und professionelle Dienstleistungssektoren, die sowohl Flexibilität als auch Qualität verlangen. Sicherheit und Privatsphäre werden zurückhaltend gehandhabt und bieten robusten Schutz für Berufstätige, die mit sensiblen Informationen arbeiten, ohne störende Barrieren aufzuerlegen.
Für Immobilieneigentümer, die mit schwankenden Büroauslastungsraten konfrontiert sind, bietet Vallists Modell eine Alternative sowohl zu traditionellen Vermietungen als auch zu mietgebundenen Flex-Anbietern. „Durch die direkte Partnerschaft mit Vermietern schaffen wir gemeinsame Anreize“, bemerkte Passler. „Wir konzentrieren uns darauf, Wert in die Immobilie zu bringen, nicht nur Schreibtische zu füllen. Das ermöglicht es uns, angemessen in Design, Schalldämmung, Technologie und Service zu investieren – und mit Geduld statt Druck zu arbeiten.“ Dieser Ansatz adressiert anhaltende Herausforderungen in der Wirtschaftlichkeit flexibler Arbeitsplätze, wo traditionelle mietgebundene Modelle Betreiber zwingen, hohe Auslastungsraten zu halten, um feste Mietverpflichtungen zu erfüllen, was möglicherweise die Servicequalität und Preisdisziplin beeinträchtigt.
Der Start fällt mit breiteren Markttrends zusammen, die eine steigende Nachfrage nach hochwertigen Büroflächen in London zeigen. Unternehmen suchen nach maßgeschneiderten, gut ausgestatteten Arbeitsplatzlösungen, da Berufstätige weniger Tage im Büro verbringen, aber höhere Qualität erwarten, wenn sie pendeln. „Qualität bedeutet heute außergewöhnliche Akustik, großzügigen Platz pro Person, Privatsphäre, Service auf Gastgewerbeniveau und Standorte, die zentral und durchdacht wirken“, beobachtete Passler.
Über die grundlegenden Arbeitsplatzaspekte hinaus betont Vallist die Mitgliedererfahrung durch durchdacht gestaltete Gemeinschaftsbereiche und mitgliedergeführte Veranstaltungen wie Cocktailabende, wobei gastgewerbliches Denken auf den Arbeitsplatzbetrieb angewendet wird. Die Vision des Unternehmens priorisiert nachhaltiges Wachstum über schnelle Expansion und konzentriert sich auf selektive Entwicklung in Gebäuden und Standorten, wo Qualität wirklich zählt. Die Bewährungsprobe wird sein, ob dieses gastgewerbegeführte Vermieterpartnerschaftsmodell Renditen liefern kann, die sowohl Immobilieneigentümer zufriedenstellen als auch Premium-Preise für Nutzer rechtfertigen.
Für eine Branche, die noch immer die Lehren aus WeWorks Aufstieg und Fall verarbeitet, repräsentiert Vallist einen anderen Ansatz: dass flexibler Arbeitsplatz durch sorgfältigen Aufbau statt schnelle Expansion erfolgreich ist. Weitere Informationen zum Ansatz des Unternehmens finden Sie unter https://vallist.com.

