Forschung zeigt, wie Kooperationsnetzwerke die Innovationsleistung von Unternehmen prägen

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Forschung zeigt, wie Kooperationsnetzwerke die Innovationsleistung von Unternehmen prägen

Die Innovationsleistung von Unternehmen wird laut einer neuen Studie, die in Frontiers of Engineering Management veröffentlicht wurde, stark davon beeinflusst, wie Firmen in Kooperationsnetzwerke eingebettet sind. Die Studie, die 22 Jahre globale Patentdaten aus der 3D-Druckindustrie analysierte, liefert Klarheit darüber, warum frühere Forschungsergebnisse zum Zusammenhang zwischen Netzwerkeinbettung und Innovationsleistung widersprüchlich waren.

Forscher der Beijing University of Posts and Telecommunications, der Tsinghua University, der Higher School of Economics in Russland und weitere Kooperationspartner veröffentlichten ihre Ergebnisse 2025 mit der DOI:10.1007/s42524-025-4188-x. Die Studie untersuchte Daten von 6.109 Organisationen über mehr als zwei Jahrzehnte, konstruierte Kooperationsnetzwerke auf Basis von Gemeinschaftspatentierungen und identifizierte Innovationsgemeinschaften durch topologische Clustering-Methoden.

Die Forschung unterscheidet zwischen zwei Arten der Einbettung, die in Innovationsstudien bisher oft vermischt wurden. Die Einbettung innerhalb einer Gemeinschaft repräsentiert Verbindungen zu Partnern innerhalb derselben Innovationsgemeinschaft, während die Einbettung zwischen Gemeinschaften Verbindungen widerspiegelt, die mehrere Gemeinschaften überbrücken. Beide Arten steigern nachweislich signifikant die Innovationsleistung, allerdings durch unterschiedliche Mechanismen.

Verbindungen innerhalb einer Gemeinschaft bieten vertrauensvollen Zugang zu gemeinsamem Wissen, ermöglichen schnellere Ressourcenintegration und reduzieren Koordinationskosten. Verbindungen zwischen Gemeinschaften bieten vielfältige Expertise und nicht-redundante Informationen, was die Innovationsperspektiven erweitert. Das analytische Rahmenwerk der Studie, detailliert in der Originalforschung unter https://doi.org/10.1007/s42524-025-4188-x, zeigt, wie diese Netzwerkstrukturen gemeinsam die Innovationsleistung von Unternehmen prägen.

Besonders bedeutsam ist, dass die Forschung die Komplementarität der Zusammenarbeit als entscheidenden Kontingenzfaktor identifiziert. Wenn die Komplementarität zwischen Partnern hoch ist, profitieren Unternehmen stärker von der relationalen Einbettung innerhalb der Gemeinschaft, während die Innovationsvorteile der Zusammenarbeit zwischen Gemeinschaften aufgrund von Integrationskomplexität und Ressourcenabsorptionskosten nachlassen. Dieser Befund hilft, widersprüchliche Ergebnisse in der bisherigen Literatur in Einklang zu bringen und liefert neue Erkenntnisse darüber, wie Netzwerkstruktur Innovationsergebnisse vorantreibt.

Die Autoren betonen, dass Innovation nicht nur darin besteht, Partnerschaften zu bilden, sondern die richtigen Partnerschaften an den richtigen Netzwerkpositionen zu knüpfen. Dichte interne Verbindungen beschleunigen Vertrauen und Wissenstransfer, während Verbindungen zwischen Gemeinschaften neue Perspektiven einbringen. Allerdings garantiert hohe Komplementarität nicht immer mehr Innovation – sie verstärkt die Vorteile interner Zusammenarbeit, erhöht aber die Koordinationskosten zwischen Gemeinschaften.

Diese Erkenntnisse haben bedeutende Implikationen für Unternehmensstrategie und Industriepolitik. Unternehmen, die tief in Innovationsgemeinschaften eingebettet sind, können interne Verbindungen stärken, um Komplementaritäten zu nutzen, während sie selektiv externe Gemeinschaften überbrücken, um die Vielfalt der Ideen zu erhalten. Die Forschung legt nahe, dass Unternehmen ihre Kooperationsportfolios strategisch managen sollten, anstatt Zusammenarbeit blind auszuweiten.

Politikgestalter können diese Erkenntnisse nutzen, um die Entwicklung von Industrieclustern zu steuern, sektorübergreifende Zusammenarbeit zu fördern und Anreizmechanismen für innovationsgetriebene Branchen zu gestalten. Das analytische Rahmenwerk ist auch auf aufstrebende Bereiche wie künstliche Intelligenz, neue Materialien und Bioproduktion anwendbar. Die Optimierung von Einbettung und Kooperationsmustern kann technologischen Fortschritt beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit in globalen Innovationsökosystemen stärken.

Die Studie wurde von mehreren Förderquellen unterstützt, darunter die National Natural Science Foundation of China, die National Social Science Foundation of China, die Beijing Social Science Foundation und das HSE University Basic Research Program. Die Forschung trägt zum Verständnis bei, wie Digitalisierung und Globalisierung den Wissensaustausch zwischen Unternehmen beschleunigen und offene Innovationsökosysteme fördern, in denen Organisationen über geografische Grenzen hinweg zusammenarbeiten.

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Das Redaktionsteam Burstable.News

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