Der Global AI in Healthcare Report 2026 von Radixweb zeigt eine erhebliche Diskrepanz zwischen der Einführung künstlicher Intelligenz und der Mitarbeiterbereitschaft in Gesundheitsorganisationen weltweit. Die umfassende Studie, basierend auf Erkenntnissen von über 750 Gesundheitsfachkräften einschließlich Klinikern, IT-Leitern und KI-Entwicklern, zeigt, dass während KI-Implementierungen nahezu universell geworden sind – 100 % der befragten Organisationen nutzen KI in irgendeiner Form – 85 % der Kliniker zusätzliche Schulungen benötigen, um diese Technologien effektiv in Patientenversorgung und Betriebsabläufen einzusetzen.
Radixweb-CEO Divyesh Patel stellte fest, dass das Gesundheitswesen eindeutig in seine KI-integrierte Phase eingetreten ist, wobei Technologie nicht länger der limitierende Faktor sei. „Was dieser Bericht deutlich macht, ist, dass Technologie nicht mehr der limitierende Faktor ist. Die menschliche Bereitschaft ist es“, erklärte Patel. „Kliniker erkennen den Wert von KI, aber ohne strukturierte Schulungen und organisatorische Unterstützung kann dieser Wert nicht vollständig realisiert werden.“ Der Bericht legt nahe, dass diese Schulungslücke insbesondere in Umgebungen Risiken birgt, in denen KI-Empfehlungen direkt Patientenversorgungsentscheidungen beeinflussen.
Trotz dieser Herausforderungen dokumentiert der Bericht erhebliche Fortschritte bei der KI-Implementierung. Etwa 50 % der Gesundheitsbetriebe nutzen KI nun für effizienzgetriebene Arbeitsabläufe einschließlich Terminplanung, Revenue-Cycle-Management, Dokumentation und Automatisierung, wobei Kliniker und IT-Leiter spürbare Verbesserungen melden. Die Studie ergab, dass 57 % der Kliniker bessere klinische Entscheidungsfindung mit KI-Unterstützung berichten, während 43 % frühe Reduktionen klinischer Fehler durch KI-Nutzung beobachten. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass KI über Pilotprojekte hinaus zu einem integralen Bestandteil von Gesundheitsbetrieben wird.
Allerdings erschweren strukturelle Herausforderungen jenseits von Schulungen weiterhin die KI-Einführung. Laut 66 % der befragten Gesundheits-IT-Leiter begrenzen fragmentierte Altsysteme und komplexe regulatorische Umgebungen die Fähigkeit von KI, nahtlos über Arbeitsabläufe hinweg zu agieren. Integrationsherausforderungen stellen das bedeutendste Einführungshindernis dar, das in der Forschung identifiziert wurde. Zusätzlich haben, während Organisationen frühe Effizienzverbesserungen festgestellt haben, weniger als die Hälfte (42 %) signifikante Renditen ihrer KI-Investitionen realisiert, was eine Diskrepanz zwischen Investitionszeitpunkt und Wirkungsrealisierung unterstreicht.
Radixweb-COO Dharmesh Acharya betonte, dass „KI-Reife schneller steigt als organisatorische Reife“ im Gesundheitswesen. „Wir sehen starke Einführung, aber verantwortungsvolles Skalieren erfordert mehr als nur Bereitstellung“, erklärte Acharya. „Es erfordert Investitionen in Fähigkeiten, Governance und Vertrauen zwischen klinischen und IT-Teams.“ Der Bericht identifiziert 2026 als entscheidendes Übergangsjahr von KI-unterstützten Arbeitsabläufen zu vollständig integrierten KI-Systemen, wobei zukünftiger Fortschritt von Mitarbeiterkompetenzentwicklung, interoperabler Infrastruktur und Governance-Modellen abhängt, die klinisches Vertrauen neben betrieblichem Wachstum sicherstellen.
Technische Entwicklungstrends, die im Bericht identifiziert wurden, zeigen, dass große Sprachmodelle die KI-Entwicklung im Gesundheitswesen anführen, wobei 60 % der Entwickler LLMs in ihrer Arbeit nutzen. Allerdings stufen 57 % der Entwickler Privatsphäre und Sicherheit als ihre oberste KI-Sorge ein, was andauernde Herausforderungen beim Ausgleich von Innovation und Patientendatenschutz anzeigt. Die vollständigen Ergebnisse, einschließlich zusätzlicher Statistiken und Analysen, sind im 2026 Global AI in Healthcare Report verfügbar, der als umfassendes Handbuch für HealthTech-Führungskräfte dient, die diese sich entwickelnde Landschaft navigieren.

