Jury spricht 7 Millionen Dollar in medizinischem Kunstfehler-Fall in Lauderdale County zu
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Am 24. September 2025 erzielte ein Geschworenengericht in Lauderdale County ein Urteil in Höhe von 7 Millionen Dollar zugunsten von Sunitha Madasu gegen Donald J. Bowling, M.D. und Lauderdale Radiology Group, L.L.P. Der zehntägige Prozess wurde von den Anwälten Ty Brown und J.D. Marsh der Kanzlei MARSH | RICKARD | BRYAN geführt, wobei die lokale Anwältin Kerrian Jaudon als zusätzliche Beraterin wesentliche Unterstützung leistete.
Sunitha Madasu, eine 46-jährige Zahnärztin, die seit über zwei Jahrzehnten in Lauderdale County lebt und praktiziert, suchte nach starken Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen die Notaufnahme des Eliza Coffee Memorial Hospital auf. Nach einer körperlichen Untersuchung ordnete der Notarzt eine CT-Untersuchung ihres Kopfes an. Der beklagte Dr. Bowling, der nach Auffassung der Geschworenen als Vertreter von Lauderdale Radiology handelte, begutachtete die CT-Bilder von Sunithas Gehirn. Trotz eines hellen Flecks – dem charakteristischen Zeichen eines akuten Blutgerinnsels in einem Blutgefäß, das auf zwanzig aufeinanderfolgenden Bildschichten sichtbar war – bewertete Dr. Bowling die Untersuchung als "normal" und erwähnte den verdächtigen Bereich nicht. In Verlass auf Dr. Bowlings Bericht entließ der Notarzt Sunitha schließlich aus der Notaufnahme.
Drei Tage später erlitt Sunitha eine massive Gehirnblutung, die zu lebenslangen, behindernden Verletzungen führte. Während des Prozesses räumten die Beklagten und ihre Gutachter schließlich ein, dass der helle Fleck in einem Blutgefäß auf Sunithas Kopf-CT wahrscheinlich ein Gerinnsel war und dass bei Meldung des Befundes ein einfacher Folgetest die Diagnose bestätigt hätte. Dennoch bestritten die Beklagten jedes Fehlverhalten. Die Beweise zeigten, dass ein angemessen sorgfältiger diagnostischer Radiologe den hellen Fleck gesehen, Bedenken hinsichtlich eines akuten Blutgerinnsels geäußert und einen Test zur weiteren Abklärung empfohlen hätte. Wäre dies geschehen, wäre unbestritten, dass Sunitha Medikamente erhalten und sich vollständig erholt hätte.
Ty Brown kommentierte: "Mit ihrem Urteil haben die Geschworenen grundlegende Standards sicherer medizinischer Versorgung durchgesetzt, Sunithas Würde verteidigt und die Beklagten für die Unabhängigkeit, Mobilität und berufliche Laufbahn verantwortlich gemacht, die sie ihr genommen haben. Wir sind wirklich dankbar für ihren Dienst." J.D. Marsh fügte hinzu: "Es war eine Ehre und ein Privileg, Sunithas Geschichte erzählen zu können. Ich bin dankbar für die 12 Geschworenen, die den Beweisen zuhörten, dem Gesetz folgten und die Wahrheit aussprachen."
Dieser Fall unterstreicht die kritische Bedeutung präziser radiologischer Befundung und wirft Fragen zur Patientensicherheit in Notaufnahmen auf. Für medizinische Fachkräfte und Gesundheitseinrichtungen verdeutlicht das Urteil die Haftungsrisiken bei Fehlinterpretationen diagnostischer Bilder. Patienten könnten durch solche Vorfälle verunsichert werden, was das Vertrauen in medizinische Diagnoseverfahren beeinträchtigen könnte. Die Kanzlei Marsh, Rickard & Bryan hat durch diesen Fall erneut ihre Expertise in komplexen Arzthaftungsfällen unter Beweis gestellt.
