Minnesota Berufungsgericht lässt Zivilrechtsklage von Sozialwohnungsbewohnern gegen Minneapolis vorrücken

Found this article helpful?

Share it with your network and spread the knowledge!

Minnesota Berufungsgericht lässt Zivilrechtsklage von Sozialwohnungsbewohnern gegen Minneapolis vorrücken

Das Minnesota Court of Appeals hat am 18. August 2025 eine entscheidende Meinung in einer langwierigen Zivilrechtsklage gegen die Stadt Minneapolis und die Minneapolis Public Housing Authority (MPHA) abgegeben. Das Gericht urteilte, dass weder die Stadt noch MPHA Immunität von der Klage in Bezug auf die vorliegenden Ansprüche genießen, was mehr als dreißig Jahre angeblichen Versagens beider Institutionen bei der Bereitstellung von Dienstleistungen und Wohnqualität für Sozialwohnungsbewohner aufhebt.

Die Klage, die von den MPHA-Bewohnern Kimberly Lowry und Jeanne Harris angeführt wird, wurde im September 2021 im Hennepin County eingereicht, stellvertretend für eine vorgeschlagene Klasse aktueller und ehemaliger Sozialwohnungsbewohner. Die Bewohner behaupten unter anderem, dass die Stadt gegen den Minnesota Human Rights Act verstoßen hat, indem sie routinemäßige Inspektionen der Wohnungen von Sozialwohnungsbewohnern unterlassen hat, obwohl dieselben Inspektionen bei privaten Mietern durchgeführt wurden. Zudem wird MPHA vorgeworfen, gegen verschiedene Gesetze verstoßen zu haben, indem sie keine Mietlizenz erworben und keine sicheren und bewohnbaren Wohnungen erhalten hat.

Auf Bezirksebene beantragten sowohl MPHA als auch die Stadt summarische Urteile mit der Begründung der Immunität von Klagen. Das Bezirksgericht gewährte den Antrag von MPHA, und der Fall wurde einem anderen Richter zugewiesen, der den Antrag der Stadt ablehnte. Die Parteien reichten Kreuzappelle ein. Das Minnesota Court of Appeals kehrte den Sieg von MPHA um und bestätigte die Niederlage der Stadt, indem es in allen vor dem Gericht liegenden Fragen zugunsten der Bewohner entschied. In der Meinung vom 18. August 2025 erläuterte Richter Schmidt, der für das Dreirichtergremium schrieb: "Die Pflicht, eine Politik zu verabschieden, die systematische Inspektionen aller Mietwohnungen einschließt, ist eine ministerielle, die der Direktor für regulatorische Dienste der Stadt verletzt hat. Der Direktor für regulatorische Dienste ist nicht berechtigt, offizielle Immunität für die Weigerung, die Stadtverordnung zugunsten von MPHA-Mietern durchzusetzen, in Anspruch zu nehmen."

In Bezug auf MPHA wies das Gericht ähnliche Immunitätsargumente zurück und stellte fest, dass das Bezirksgericht fehlerhaft gehandelt habe, als es keine "Fragen materieller Tatsachen dahingehend feststellte, ob die Durchsetzung der Lizenzierungsanforderungen—die eine Inspektion zur Feststellung der Code-Konformität erfordert, bevor der Direktor für regulatorische Dienste eine Lizenz erteilt—die angeblichen Verletzungen der Bewohner von vornherein durch Verweigerung der Lizenz verhindert hätte." Weitere Informationen zum Fall sind unter https://www.nicholskaster.com/cases/lowry-v-city-of-minneapolis verfügbar.

Nach Veröffentlichung der Meinung erklärte die Hauptanwältin der Bewohner, Anna P. Prakash von Nichols Kaster, PLLP: "Diese Meinung ist so wichtig—sie ermöglicht es, diesen Fall voranzutreiben, gibt Sozialwohnungsbewohnern die Chance, die Berechtigung ihrer Ansprüche gehört zu werden, und beseitigt langjährige Ausreden für das angebliche Versagen der Stadt und MPHA in Bezug auf Lizenzierung und Inspektionen. Private Wohnungsbewohner haben diese Dienstleistungen seit Jahrzehnten erhalten. Sozialwohnungsbewohner sollten diese gleichen Dienstleistungen nicht verweigert werden, nur weil sie weniger Geld verdienen als those in privaten Mietverhältnissen." Der zugrunde liegende Fall ist Lowry, et al. v. City of Minneapolis, et. al, Fall Nr. 27-cv-21-10928, eingereicht im Fourth Judicial District Court von Minnesota.

Diese Entscheidung hat erhebliche Auswirkungen auf die Wohnungspolitik und die Rechte von Sozialwohnungsbewohnern nicht nur in Minnesota, sondern potenziell landesweit. Sie setzt einen Präzedenzfall für die Rechenschaftspflicht von öffentlichen Wohnungsbehörden und Kommunalverwaltungen und betont die Notwendigkeit gleicher Behandlung und Dienstleistungen für alle Mieter, unabhängig von ihrem Einkommen. Die möglichen Folgen umfassen verbesserte Wohnbedingungen, erhöhte Transparenz und gesteigerte Durchsetzung von Wohnungsvorschriften, was letztendlich zu sichereren und gerechteren Gemeinschaften führen könnte.

blockchain registration record for this content
Das Redaktionsteam Burstable.News

Das Redaktionsteam Burstable.News

@Burstable

Burstable.News versorgt Online-Publikationen und Webseiten täglich mit redaktionell ausgewählten Nachrichten. Nehmen Sie noch heute Kontakt auf, wenn Sie an neuen, attraktiven Inhalten interessiert sind, die genau auf Ihre Besucher zugeschnitten sind.